"Wenn man helfen kann, dann hilft man“, sagt Alina Hohenberger aus Villach. Deshalb nahm sie im Jahr 2018 an einer Typisierungsaktion  für Leukämiepatienten an der Pädagogischen Hochschule in Klagenfurt  teil. Der Verein „Geben für Leben“ organisiert immer wieder solche Aktionen, um lebensrettende Stammzellen für schwerkranke Menschen zu finden. Hohenbergers Blutwerte kamen im Zuge der Typisierung in eine weltweite Datenbank.

„Danach dachte ich nicht mehr viel  daran. Doch heuer im Mai erhielt ich plötzlich einen Anruf, dass ich als Stammzellenspenderin für ein Kind in Frage komme, das Leukämie hat“, erzählt die 26-Jährige. Sie wurde gefragt, ob sie helfen will. Ihre Reaktion? „Klar. Ich bin voll motiviert.“ Im Juni fuhr sie deshalb  zur Voruntersuchung nach München. „Dabei wurde ich durchgecheckt und bekam das Okay für die Spende.“ Vier Tage vor der Stammzellenentnahme musste sie sich selbst sogenannte Aktivierungsspritzen geben.

Nie alleine gelassen

Am zweiten Ferientag, dem 13. Juli, war es so weit: Die Volksschullehrerin fuhr wieder nach München. In der Klinik wurden ihr die gesunden Stammzellen entnommen. „Alle haben mich bestens betreut. Ich wurde vom Zug abgeholt und war nie alleine.“ Als sie im Krankenbett lag, hatte sie in beiden Armen eine Nadel und war an medizinischen Geräten angeschlossen. „So wurden mir eineinhalb Stunden lang meine gesunden Stammzellen entnommen. Das war eine Kleinigkeit.“ Sie habe nebenbei Fernsehen geschaut. „Am Nachmittag fuhr ich zurück nach Hause und legte mit meiner Hündin eine Therapiehunde-Prüfung ab.“

Wenn alles gut geht, hat Hohenberger jetzt einem kleinen Kind, das Leben gerettet. „Das ist ein sehr ergreifendes Gefühl. Ich hoffe sehr, dass es dem Kind bald gut geht,“ sagt die Villacherin.  Über den jungen Patienten, weiß sie nur so viel: Es handelt sich um einen Buben aus dem Mittleren Osten. Ob alles geklappt hat, erfährt sie frühesten nach einem halben Jahr.

Aber schon jetzt kann Hohenberger sagen: „Die Leute sollen sich typisieren lassen. Das tut nicht weh.“ Und: „Wenn man helfen kann, dann hilft man...“

Typisierungsaktionen

In Kärnten gibt es demnächst wieder mehrere Gelegenheiten, an einer Typisierungsaktion teilzunehmen:Die Landjugend Klagenfurt startet mit dem Verein „Geben für Leben“ mehrere  Typisierungsaktionen. "Wir laden gesunde Menschen zwischen 17 und 45 Jahren ein, um sich als Lebensretter registrieren zu lassen", heißt es von der Landjugend. 

Die Termnine:
1. August in Kappel am Krappfeld
21. August in Villach
22. August in Völkermarkt.