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170 Hektar erworbenUnmut über "Großeinkauf" eines deutschen Milliardärs im Lavanttal

Bauern sehen sich benachteiligt und befürchten auch eine Umwidmung. Manfred Muhr, freiheitlicher Vizepräsident der Kärntner Landwirtschaftskammer, fordert eine Verschärfung des Kärntner Grundverkehrsgesetzes.

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Beim Verkauf wechselte auch die Loretowiese in St. Andrä den Eigentümer - Veranstaltungsort des Gackern-Festivals
Beim Verkauf wechselte auch die Loretowiese in St. Andrä den Eigentümer - Veranstaltungsort des Gackern-Festivals © Emhofer
 

Im Lavanttal macht sich Unmut über einen Liegenschaftskauf durch einen deutschen Milliardär breit. Verkäufer der 170 Hektar Gesamtfläche sind die Jesuiten. „Der Ausverkauf unserer Heimat geht munter weiter. Es kann nicht sein, dass ein deutscher Milliardär noch weitere Ackerflächen benötigt, um die Existenzfähigkeit seines landwirtschaftlichen Betriebes abzusichern. Das wäre nämlich eine Begründung, um land- und forstwirtschaftliche Flächen überhaupt kaufen zu dürfen. Bauernland muss unbedingt in Bauernhand bleiben“, kritisiert Manfred Muhr, freiheitlicher Vizepräsident der Kärntner Landwirtschaftskammer. Während es sich laut dem Anwalt des Käufers beim Großteil der Gesamtfläche um Waldfläche im Bereich der Saualpe handelt, entfallen rund 35 Hektar auf landwirtschaftliche Nutzfläche im Talboden des Lavanttals.

Kommentare (11)
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joschi41
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5
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Von Außen

Ohne die Details dieser Verkaufsgeschichte zu kennen - eine Anregung: Die Latifundien der Kirchen, Orden und Klöster gehen auf Schenkungen zurück. Wäre es da nicht naheliegend und anständig zuerst einmal die Anrainer und sonstige Interessenten in der Region einzuladen Angebote zu stellen. Und erst wenn sich diese Idee nicht verwirklichen läßt den Bieterkreis auszudehnen. Offensichtlich ist die r.k. Kirche derzeit so in sich vertrickt und darnieder, dass dieser Gedanke gar nicht in Erwägung gezogen wurde. Es geht bergab!

Hausberger
11
3
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Der Staat soll der Kirche mehr zahlen,

damit die Patres nicht all ihr Vermögen verscherbeln müssen!

joschi41
0
1
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Ist angekommen

Ironie lass nach!

umo10
4
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Gut, dass es Gesetze gibt

Auch matheschitz, Flick und Horten können nicht alles umsetzen und können für die Landschaftspflege herangezogen werden

RonaldMessics
7
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Enteignung....

....vor dem Verkauf wäre die richtige Chance gewesen Land dem Gemeinwohl zur Verfügung zu stellen. So wird jedes Land nur mehr Milliardären gehören. Das ist der neue Adel.

crawler
0
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Wieso sollte man

von anderen Dinge verlangen die man selbst nicht machen würde? Auch Nicki Lauda hat schon den Spruch geprägt "Habe nichts zu verschenken"

RonaldMessics
0
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@crawler

Beim Enteignen geht es nicht darum, was jemand freiwillig tut.

Lepus52
4
22
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Richtig so!

Das Volk will auch keine Besteuerung von großen Vermögen. Die Reichen sollen nur reicher werden und die Armen sollen brav arbeiten und Steuern zahlen. Die ÖVP wird das immer vertreten. "Ora et labora" für das Volk und für die Reichen: "Quod licet jovi, non licet bovi"

crawler
12
7
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Das klingt so,

als wären alle Reiche faule Taugenichtse. Ich möchte die Verantwortung die auf ihren Schultern lastet nicht tragen müssen. Wie sonst wurde z.B. aus einem Baumeister ein Millionär?

OE39
6
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Bauernland muss unbedingt in Bauernhand bleiben

Alle regen sich auf über den Ausverkauf unserer Heimat. Aber wo kein Verkäufer, da eine endlose Schlange an vergeblich wartenden Käufern. Wenn keiner verkauft, können die sich brausen gehen!
Aber so lange man mit Grundstücksverkauf einen schnellen Reibach machen kann ist die Verlockung halt groß - im Gegensatz zum wenig ertragreichen Bauernleben. Wenn die Bauern, Gemüsegärtner etc. ordentlich für ihre Arbeit entlohnt werden würden, wäre die Verlockung (oder auch oft die Notwendigkeit) für einen Verkauf geringer.

joschi41
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3
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Thema verfehlt

Es geht aktuell nicht um Bodenverkäufe durch Bauern, Dass die Jesuiten gezwungen sind ihren Besitz im Lavantal abzustoßen wird seine Gründe haben. Offenbar haben sich Orden, wie auch die Kirche selbst überhoben, und jetzt wo die Kollekten und Kirchenbeiträge ausbleiben geht es an die Substanz.