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Besuchsregeln im HeimHilfeschrei: „Ich fühle mich wie eine Bittstellerin“

Viele Angehörige leiden unter den strengen Besuchsregeln in Alters- und Pflegeheimen. „Mein Mann hat extrem abgebaut, weil er so wenig Kontakt zur Familie hat", erzählt eine Betroffene.

Das Besuchsverbot schützt vor Corona, bringt viele aber zur Verzweiflung (Symbolbild)
Das Besuchsverbot schützt vor Corona, bringt viele aber zur Verzweiflung (Symbolbild) © Markus Traussnig
 

Es war ein verzweifelter Anruf, der die Redaktion erreicht hat. Am Telefon: Eine Frau, deren Mann in einem Altersheim in Kärnten ist. Er hat schwere Demenz, obwohl er erst etwas über 70 Jahre alt ist. „Wir sind eine große Familie. Wir wissen, dass wir nicht mehr viel Zeit mit meinem Mann haben. Aber wegen Corona dürfen wir ihn nur selten besuchen. Das macht uns unglaublich traurig“, sagt die Frau.
Lange habe sie ihren Mann daheim gepflegt. Gegen Jahresende sei er dann wegen seiner Krankheit vier Wochen im Krankenhaus gewesen. „Da durften wir ihn nicht besuchen, nicht einmal Kleidung haben wir ihm bringen können.“ Danach kam er ins Heim. Wegen der Besuchsregelung darf derzeit nur ein Familienmitglied einmal in der Woche zu ihm.

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nussrebell
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Es ist ein Armutszeugnis...

...und wirklich eine tiefgreifende, persönliche Beleidigung und ein Eingriff in den höchstpersönlichen Lebensbereich eines anderen, sich ein Urteil darüber anmaßen zu wollen, wie jemand mit einem pflegebedürftigen Familienmitglied umgeht. Jeder hat einen Grund für sein Handeln und ich schäme mich zutiefst für jene "Mitmenschen", die sich hier einen abwertenden Kommentar erlauben.

Thetis
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zu diesem Thema

darf sich nur äußern, wer selber zuhause eine schwerkranke bzw. demente person pflegt. alle anderen steht überhaupt kein urteil zu

tate26
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Pandemie Egoismus

Stolz auf eine große Familie und niemand kann den Opa pflegen !!

Kathrin1009
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Und tate

Wen pflegst du dass du da groß urteilen kannst über fremde Menschen?!

Thetis
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darf sich nur äußern, wer selber zuhause eine schwerkranke bzw. demente person pflegt. alle anderen steht überhaupt kein urteil zu

chbinter
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@tate26

Hoffentlich kommen Sie nie in diese schwieige Lage!!! Ich kann mir nicht vorstellen, dass Sie wissen wovon Sie sprechen bzw. schreiben ....... Überlegen Sie sich künftighin unbedachte und verletzende Kommentare abzugeben! Es ist äußerst schwierig ein Familienmitglied in die Obhut einer Pflegeeinrichtung übergeben zu MÜSSEN ........

erstdenkendannsprechen
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für die frau schon,

bei den kindern muss ich sagen, seh ich das anders.
natürlich - man muss seinen job aufgeben, das geht nicht anders (so haben wir es in der familie gehabt). aber es gibt nichts gratis - und die zeit mit meiner oma haben wir uns damals halt so erkauft.
und pflege daheim ist kein leichter job, das ist knochenarbeit, physisch und psychisch. aber es ist möglich. es kostet halt was.