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Behörden genervt und genarrtEin Taucher in Badehose kippt das Eislaufverbot am Längsee

Unbekannter in Badehose betritt wiederholt den Längsee und bringt so die Behörde unter Zugzwang. Die gewährt nun die Nutzung des Eises.

Am Längsee gibt es seit dem Vorjahr ein behördliches Betretungsverbot
Am Längsee gibt es seit dem Vorjahr ein behördliches Betretungsverbot © KLZ/Helmuth Weichselbraun
 

Vor rund zwei Wochen hat der Längsee eine Eisschicht gebildet und seitdem bietet sich Anrainern und Spaziergängern ein skurriles Bild: Immer wieder geht ein Eistaucher, nur mit einer Badehose bekleidet, beim Strandbad zu einer Einstiegsstelle auf dem Steg, betritt das Eis und schneidet sich mit einer Säge ein Loch zurecht. Den Quader schiebt er unter die bestehende Eisschicht und taucht. Um sich unter dem Eis zurechtzufinden hat er sogar fluoreszierende Seile am Seegrund gespannt.

Kommentare (8)
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vandiemen
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Dieses behördliche Regulieren nervt. Tafeln aufgestellt mit "Betreten und Benutzung der Eisfläche auf eigene Gefahr! " Sache erledigt.

erstdenkendannsprechen
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eben nicht erledigt.

wenn einer dann einbricht, dann hat das trotzdem unter umständen ein gerichtliches nachspiel - und die retter, die ihn dann herausziehen müssen, müssen sich immer in gefahr begeben - egal, welche tafeln da herumstehen.

silentbob79
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@vandiemen

Und wenn wer einbricht? Dann ist das Geschrei wieder groß. Das nervt noch viel mehr.

Denn die vielgerühmte Selbstverwantwortung gilt für die meisten leider nur, wenn sie glauben, sich daraus irgendwelche Rechte ableiten zu können. Bei den Pflichten muss dann aber ganz schnell die öffentliche Hand herhalten. Oder im Falle eines Unfalls muss eben unbedingt ein Schuldiger her ...

vandiemen
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Was geht das die öffentliche Hand an?

Wenn die Position klar definiert wird brauch ich keinem Verklagen. Wenn dann jemand einbricht ist die Verantwortung einzig alleine bei dieser Person. Für etwaige Rettungseinsätze sollen dann diese Herrschaften mit deren Versicherungen selbst aufkommen.

erstdenkendannsprechen
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so einfach ist das auch nicht:

stelle sie sich vor, sie kommen als spaziergänger vorbei, wenn jemand einbricht - ich glaub, die meisten würden sich in gefahr begeben, um den eingebrochenen zu retten. auch für die profis ist eine eisrettung nicht unbedingt ungefährlich.

silentbob79
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@Verklagen

Wenn das so einfach wäre, mit den klar definierten Positionen, dann wären 80% der Anwälte und 90% der Zivilprozesse überflüssig. Es gibt sogar Fälle, da verklagt der Einbrecher die Leute bei denen er eingebrochen ist, und bekommt noch Recht ...

vandiemen
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Ich will ja nicht wettstreiten mit ihnen!

Inhaltlich haben sie ja vollkommen Recht. Die Leute sollen wieder mehr Eigenverantwortung übernehmen. Die Liste ist unendlich groß. Nur 2 Beispiele. Schneefall und noch nicht saubere Straßen. Viele Autofahrer glauben die müssen wie im Sommer fahren obwohl die Bedingungen es nicht erlauben. Viele Kommunen bekommen von so Regulierten Idioten dann eine Anzeige weil sie dann doch irgendwo reingerutscht sind und einen Blechschden am KFZ haben. Schuld ist der Straßenerhalter. Sich selbst bei der Nase nehmen geht gar nicht. Mountainbiken auf Forstwegen wäre grundsätzlich für die Wald-und Wegebesitzer kein Problem. Nur die Haftung liegt auch bei den Besitzern. Läge die Haftung beim Biker gäbe es gar kein Problem. Wer am See fahren will soll fahren. Ist der Eislaufverein dort aktiv dann ist die Frage der Haftung geklärt. So weit ich gehört habe will sich der Eislaufverein vom Längsee zurückziehen. Werden wir in Zukunft dann nie mehr auf das Eis dürfen?

silentbob79
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@vandiemen

Weil der Längsee nunmal öffentlicher Besitz ist, zumindest teilweise, die genauen Beistzverhältnisse kenne ich nicht. Und es eben nicht nur um denjenigen geht, der einbricht sondern auch um denjenigen, der sich dann in Gefahr begeben muss, um ihn wieder rauszuholen ...