Eines Tages im Jahr 2014 stand ein höflicher, eloquenter Herr aus der Schweiz im Büro der Klagenfurter SPÖ-Politikerin Maria-Luise Mathiaschitz. Er wolle im Klagenfurter Wörthersee-Stadion 200 Bäume pflanzen und so „Die ungebrochene Anziehungskraft der Natur“, eine fast 50 Jahre alte Zeichnung des Tirolers Max Peintner, Realität werden lassen. „Wie viel kostet das die Stadt?“, wollte die damalige Vizebürgermeisterin wissen. Der Schweizer namens Klaus Littmann versprach, dass er „nur“ das Stadion für sein kühnes Vorhaben brauche. Fließe „kein Steuergeld“, könnte das vielleicht gelingen, erklärte Mathiaschitz. Zuerst musste sie jedoch Bürgermeisterin werden, was bei der Stichwahl am 15. März 2015 auch gelang.
For Forest in Klagenfurt
Wie ein Wald wilden Widerstand weckte
In einer Woche wird „For Forest“, der Wald im Klagenfurter Stadion, eröffnet. Den Gegenwind für das Projekt auf die politische Ebene zu reduzieren, greift zu kurz. Die Genese eines wild umstrittenen Projektes.
© Daniel Raunig