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InterviewChristof Zernatto: "Kurz ist auf dem Boden der Realität gelandet"

Christof Zernatto, langjähriger Landeshauptmann von Kärnten, wünscht sich vom Ex-Kanzler mehr Kompromissfähigkeit und spricht anlässlich seines 70. Geburtstages über seine politischen Fehler und Leistungen.

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Christof Zernatto, langjähriger Landeshauptmann von Kärnten
Christof Zernatto, langjähriger Landeshauptmann von Kärnten © KLZ/Weichselbraun
 

Sind Sie ein schwarzer oder ein türkiser ÖVP-Alt-Landeshauptmann?
CHRISTOF ZERNATTO: Über die Farbenlehre mache ich mir wenig Gedanken. Sebastian Kurz hat die ÖVP vor dem Totalabsturz bewahrt. Worauf ich sehr gespannt bin, ist das klare Ziel, auf das man hinsteuert.

Sie sehen das Ziel nicht?
Unverkennbar ist der mehr nach rechts orientierte Kurs. Das ist Erfolgsfaktor, weil dadurch die FPÖ an Attraktivität für Wechselwähler verloren hat und die Abgrenzung zur SPÖ besser funktioniert. Wovor alle Angst haben, das sehe ich nicht: eine „Orbanisierung“. Da kenne ich meine gute alte ÖVP gut genug. Die Fähigkeit zum Interessensausgleich innerhalb der Partei durch die Bünde, was ihr oft als Nachteil erschienen ist, wird keine extremen Positionen zulassen. Für eine Mitte-Rechts-Partei, als die sich die ÖVP zunehmend profiliert, ist in Österreich hinreichend Platz.

Kommentare (6)

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crawler
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Wer der Wahrheit verpflichtet ist,

müsste seinen Ausführungen objektiver Weise auch die "Machenschaften" der Roten und der Blauen damaligen Machthaber in Kärnten gegenüberstellen. Ausser dem sind "Wahrheitsverpflichtete" meist Leute die von sich auf andere schließen.

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Civium
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Er war ein grosser

Landeshauptmann von Kärnten, ein weltoffener und humanistischer Mann.
Mit ihm wurde das Konsensfähige Denken zwischen den Volksgruppen in Kärnten eingeleitet.
1995 sprachen zwei junge Menschen, das erstemal in deutscher und slowenischer bei 75 Jahrfeier zur Volksabstimmung am neuen Platz zu allen Kärntnern.

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Civium
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Sprache!

.

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Civium
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Er war ein grosser

Landeshauptmann von Kärnten, ein weltoffener und humanistischer Mann.
Mit ihm wurde das Konsensfähige Denken zwischen den Volksgruppen in Kärnten eingeleitet.
1995 sprachen zwei junge Menschen, das erstemal in deutscher und slowenischer bei 75 Jahrfeier zur Volksabstimmung am neuen Platz zu allen Kärntnern.

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Apulio
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Einer der wenigen übriggebliebenen

ehrlichen und seriösen ÖVP-Politiker, schade dass diese Sorte Politiker im Aussterben ist.

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wahrheitverpflichtet
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SCHEINHEILIGKEIT!

https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_19990228_OTS0011/format-brisantes-geheimgutachten-ueber-ehemalige-zernatto-firma-pomona

Der massive Expansionskurs der Kärntner Hypo begann unter Wolfgang Kulterer (ein Raiffeisen-Mann), der von ÖVP-Landeshauptmann Christof Zernatto 1992 nach Klagenfurt geholt wurde. Unter LH Zernatto wurde das Bank-Institut in eine AG umgewandelt, neue Investoren geholt und in Hypo-Alpe-Adria umbenannt. Hypo-Chef Kulterer begann auch den riskanten Expansionskurs in den südosteuropäischen Raum in der „Ära Zernatto“, so wurde etwa 1997 eine kroatische Hypo-Tochter gegründet …

Zitat ZIB 2 vom 19.2.2014: “Schnelles Wachstum und Risikofreudigkeit haben die Hypo-Alpe-Adria zum großen Spieler am Balkan gemacht. 1998 eröffnet die Kärntner Bank eine Filiale nach der anderen, in Slowenien, Kroatien und auch Italien .. so viel zu den övpler

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