AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

101 km/h auf dem SonnblickSturmböen stoppen in Kärnten Dutzende Lifte

In Kärnten wurden am Dienstag in den Tälern Windspitzen jenseits der 80 km/h gemessen. Die Feuerwehr rückte wegen umgestürzter Bäume aus. In den Skigebieten mussten etliche Lifte abgeschaltet werden.

Sturm auf der Turrach
Auf der Turrach war der Wind stark (Archivfoto) © Privat
 

Eine kalte Nordströmung löste im Norden und Osten Österreichs am Dienstag Surmwarnungen aus. Obwohl im Windschatten der Tauern liegend, blieb Kärnten nicht völlig verschont. "Der Wind ist stark", bestätigt Paul Rainer von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik. "So wurden hundert Meter ober dem Millstättersee Spitzen von 92 km/h gemessen." In Flattnitz waren es 88 km/h, in Obervellach und Friesach 74 km/h und in Dellach im Drautal 68 km/h. "Böen mit Spitzen um 50 bis 55 km/h erreichen sogar das Klagenfurter Becken", sagt Rainer.

Bei der Landeswarn- und -Alarmzentrale wurden bis zum Nachmittag 10 bis 15 Feuerwehreinsätze registriert, die meisten wegen umgestürzter Bäume. Betroffen waren die Bezirks Villach-Land, Feldkirchen, Wolfsberg und Völkermarkt. Verletzt wurde nach ersten Meldungen aber niemand.

Lifte standen still

Auf den Bergen wehte der Wind naturgemäß stärker. So wurden auf dem Sonnblick 101 km/h gemessen, auf dem Dobratsch auch immerhin 94 km/h. Ein unliebsamer Nebeneffekt des Sturms in den Skigebieten. Es mussten in exponierten Lagen Dutzende Lifte abgestellt werden.

Stark getroffen hatte der Sturm die Skigebiete Turracher Höhe und Bad Kleinkirchheim. Auf der Turracher Höhe waren nur vier Lifte geöffnet, zehn waren aus Sicherheitsgründen gesperrt, für Mittwoch wurde wieder besseres Wetter erwartet. Überhaupt nur vier von 24 Liften waren in Bad Kleinkirchheim in Betrieb. "Wir hatten Windgeschwindigkeiten bis zu 90 km/h, deshalb waren die Lifte gleich ab Vormittag gesperrt", sagte Sabine Peternell - es sei aber erst der erste Sturmtag, von dem Bad Kleinkirchheim in dieser Saison betroffen ist.

Teilweise eingeschränkt war der Liftbetrieb auch am Katschberg, wo zwei Gondelbahnen und ein Sessellift geschlossen blieben. Sturmböen von über 100 km/h führten dazu, dass zwei Sessellifte im Skigebiet Innerkrems außer Betrieb blieben. Gebessert hat sich die Situation am Goldeck bei Spittal: Hier waren am Vormittag noch drei Lifte außer Betrieb, am Nachmittag war es nur noch einer.

Besserung in Sicht

Bis zum Abend sollten die starken Winde noch anhalten, sagt Meteorologe Rainer. "In der Nacht schwächt der Wind dann ab. Und am Mittwoch ist es dann kein Thema mehr."

Wir bitten um Ihr Verständnis, dass zu diesem Artikel keine Kommentare erstellt werden können.

Forenregeln lesen