Kärnten InternErneut Abgang aus der Chefetage des Bistums

Geschäftsführer Hubert Isopp scheidet aus. Auffallende Personalfluktuation im Bistum bzw. im Stift St. Georgen.

Stift, St. Georgen am Laengsee, Stift St. Georgen am Laengsee, Stiftgarten
Stift St. Georgen am Längsee ist Teil des Bistums © Christian Reiner
 

Wieder eine personelle Veränderung in der katholische Kirche Kärnten, die für Gesprächsstoff sorgt. Einmal mehr ist das Bistum betroffen, das mit durchschnittlich 70 Mitarbeitern und 12.500 Hektar Fläche (davon 9500 Hektar Wald) gewichtige Mensalgut von Diözesanbischof Alois Schwarz. Das Dienstverhältnis mit Geschäftsführer Hubert Isopp wird aufgelöst. Einvernehmlich, wie es heißt. Isopp ist bereits auf Urlaub. Auf der Homepage des Bistums scheint er nicht mehr auf. Für viele kommt der Abgang überraschend. Gleich, wie es im Jänner 2014 war, als Forstdirektor und Geschäftsführer Ernst-Hans Lackinger ausschied. Einvernehmlich auch damals.

Walter Walzl, der Wirtschaftsdirektor des Bistums und seit 1. Juli auch Direktor der bischöflichen Finanzkammer, bestätigt die einvernehmliche Auflösung des Dienstverhältnisses mit Isopp mit 31. Dezember dieses Jahres. „Er möchte sich verändern“, lautet die Begründung; gleich wie damals bei Lackinger. Bischof Schwarz hat den Führungskreis des Bistums Ende Juni informiert.

Walzl verweist auch darauf, „dass wir uns organisatorisch weiterentwickeln“. Seit 2014 gibt es die römisch-katholischen Kirchenforste, in denen die kirchlichen Wälder von Bistum und Diözese weitestgehend einheitliche bewirtschaftet werden. Mit Georg Rößlhuber an der Spitze. Ein Teil von Isopps Aufgaben floss dort ein, wirtschaftliche Agenden hat Walzl mit übernommen.

Für kirchliche Mitarbeiter wie Außenstehende ist mittlerweile die   Personalfluktuation im Bistum, zu dem die Straßburg, das bischöfliche Palais in Klagenfurt und das Stift St. Georgen gehören, auffallend. In letzterem schied Mario Bergmoser als Direktor des Seminarhotels aus, Stiftsdirektor Franz Schils ist nicht mehr in seiner ursprünglichen Funktion, dann Lackinger und jetzt Isopp. Aber auch im Küchen- wie Servicebereich sollen Mitarbeiter ausscheiden.

Insider bringen das mit Andrea Enzinger in Zusammenhang. Die enge Vertraute des Bischofs ist seit Jahren für Projekte von Diözese wie Bistum federführend verantwortlich und nun Leiterin der Erwachsenenbildung im Bildungshaus St. Georgen. Auf Anfrage sagt Walzl zur Personalfluktuation: „Ja, 2016 war es mehr als es sein sollte.“

Kommentare (1)

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georgXV
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?

hat der Bischof seinen Laden NICHT im Griff ???

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