Eine Mehrheit wird es geben. Das ist mit den Stimmen von SPÖ und ÖVP schon fix. Ob Daniel Fellner bei seiner Wahl zum Landeshauptmann aber auch die eine oder andere Stimme der Opposition bekommen wird, war offen. FPÖ-Chef Erwin Angerer hatte schon vorab angekündigt, Fellner nicht zu wählen. Er forderte Neuwahlen. Fellner wurde mit 22 von 34 Stimmen (ein ÖVP- und ein FPÖ-Abgeordneter haben sich krank gemeldet) gewählt. Damit bekam der neue Landeshauptmann alle Stimmen der SPÖ-ÖVP-Koalition sowie eine aus den Reihen der Opposition.
Live aus dem Kärntner Landtag
Bevor der Landtag aber tatsächlich zur Wahl schreitet, wird noch in der aktuellen Stunde debattiert. Und das Team Kärnten hat mit dem Thema „Ausbau der direkten Demokratie“ ein Thema zum Tag gewählt. Unter anderem fordert die Partei von Gerhard Köfer ein gesetzliches Regelwerk für die Landeshauptleutekonferenz. Diese ist rechtlich belanglos, realpolitisch aber ein Machtfaktor.
Familie in der ersten Reihe
Derweil sich die Parteien verbal aufwärmen und über die Ausprägungen der Demokratie diskutieren, ist die Tribüne im Landtag prall gefüllt. Die Familie von Daniel Fellner ist ebenso da wie die beiden Alt-Landeshauptmänner Peter Ambrozy und Peter Kaiser, Superintendentin Andrea Mattioli und Bischof Josef Marketz.
Angelobung am Mittwoch
Formal ist Daniel Fellner – unabhängig von der Anzahl der Stimmen, die er heute bekommt - übrigens erst ab Mittwoch Landeshauptmann. Denn die Verfassung sieht vor, dass Landeshauptleute vom Bundespräsidenten angelobt werden.
Zwei weitere Personalrochaden stehen heute auch noch an: Marika Lagger-Pöllinger wird vom Landtag in die Landesregierung wechseln und den fünften roten Sitz am Regierungstisch einnehmen. Für sie rückt Christina Patterer-Burgstaller in den Landtag nach. Ihr Ehemann ist übrigens der neue SPÖ-Klubobmann Luca Burgstaller.