Es sind schlimme Erinnerungen, die bei Bewohnern in Friaul am Donnerstagmittag geweckt worden sind. In dem Gebiet südlich von Kärnten gab es ein Erdbeben mit der Magnitude 4,1 – fast genau ein halbes Jahrhundert, nachdem in der Nähe eine Erdbebenkatastrophe fast 1000 Menschenleben gekostet hat.
„Hat man sicher heftig gespürt“
Das Erdbeben am Donnerstag ereignete sich um 11.28 Uhr; das Epizentrum lag rund 18 Kilometer nordöstlich von Gemona und 25 Kilometer südwestlich von Hermagor. Laut Nordest24 wurden bisher noch keine Schäden an Gebäuden und auch keine verletzten Personen gemeldet.
„Wir haben schon einige Meldungen aus Kärnten und Osttirol erhalten“, erklärt Anton Vogelmann vom Österreichischen Erdbebendienst. Mehrere Meldungen gab es etwa aus Spittal an der Drau, Gummern, Reisach, Hermagor und Kötschach-Mauthen.
Laut dem Experten sind bei Erdbeben dieser Intensität auch leichte Schäden an Gebäuden möglich, zumindest im nächsten Gebiet um das Epizentrum. „Dort hat man es sicher heftig gespürt“, erklärt Vogelmann. In Kärnten selbst kommt ein Erdbeben der Magnitude 4,1 rund alle 30 Jahre vor.