Wehmut und Stolz werden sich wohl vermischen, wenn Landeshauptmann Peter Kaiser sich nächste Woche im Ausschuss der Regionen, der Gemeinden, Städte und Regionen der EU-Länder repräsentiert, verabschiedet. Wie kein anderer Amtskollege vor ihm bzw. keiner seiner jetzigen Kollegen in den Bundesländern war Kaiser als glühender Europäer beständig bei den Ausschuss-Sitzungen mit den 329 Vertretern aller EU-Länder dabei. Denn wichtige Themen wie Klimawandel, KI oder Sicherheit müssen auf EU-Ebene geregelt werden. Zuletzt machte er sich dafür stark, dass die Regionen weiter direkten Zugang zu EU-Förderungen haben und nicht von Entscheidungen der Bundesregierung abhängig sind. An die 70 Ausschuss-Termine sollen es in den 13 Jahren seiner Amtszeit gewesen sein. Nächste Woche stehen Termine mit EU-Kommissar Magnus Brunner und bei der Nato an; mit Glenn Micallef als EU-Kommissar für Generationengerechtigkeit und Jugend will Kaiser über notwendige Schranken für Social Media-Algorithmen reden. „Es geht darum, wie man Gefahren, radikalisierende Inhalte, Abhängigkeiten und Denunziationen verringern kann.“ Zudem wird Kärntens Standpunkt zum Trinkwasserschutz in eine Wasserresilienz-Allianz einfließen.