Kälte, Wind, trockene Heizungsluft und wechselnde Lichtverhältnisse - all das fordert die Augen in der kalten Jahreszeit besonders. Die Kärntner Augen- und Kontaktlinsenoptiker machen daher darauf aufmerksam, worauf man jetzt besonders achten muss und wie man die Augen schützen und entspannen kann. „Im Winter wirken viele Faktoren auf die Augen – von trockener Raumluft über UV-Reflexionen von Schnee bis zu eisigem Wind. Schon kleine Anpassungen im Alltag bringen Erleichterung“, erklärt Landesinnungsmeister Mario Teufl.

Eine ungewöhnliche, aber laut den Optikern effektive solche Maßnahme ist das Augenyoga: Dabei lässt man alle 20 Minuten den Blick für 20 Sekunden in die Ferne schweifen und fokussiert dabei zusätzlich bewusst von der Nasenspitze in die Weite und wieder zurück. Dadurch würden sich die Augenmuskeln entspannen, Ermüdung werde vorgebeugt, erklären die Experten.

Augen im Winter im Ausnahmezustand

Ein Problem, womit Brillenträger jetzt oft zu kämpfen haben, sind die beschlagenen Brillengläser. Ein Tipp, wie man das verhindern kann, kommt aus dem Tauchsport: „Ein kleiner Tropfen Spülmittel wird auf die Gläser gegeben, eingerieben und mit Wasser abgespült.“

Brillen und Kontaktlinsen

Auch trockene Heizungsluft ist eine Herausforderung, vor allem für Kontaktlinsenträger. Zimmerpflanzen, Luftbefeuchter oder eine Schale Wasser auf der Heizung sollen helfen, da diese die Luftfeuchtigkeit erhöhen. „Zusätzlich stabilisieren befeuchtende Augentropfen oder künstliche Tränen den natürlichen Tränenfilm und beugen trockenen Augen vor“, so Teufl. Diese Maßnahmen eignen sich auch für Menschen, die viel am Bildschirm arbeiten. Darüber hinaus sollten diese oft blinzeln und Bildschirm-Pausen einlegen.

Eine Sonnenbrille mit leichter Tönung schützt außerdem nicht nur vor blauem Bildschirmlicht, sondern auch vor blendendem Licht, wenn dieses etwa vom Schnee besonders stark reflektiert wird. Die Augenoptiker empfehlen Gläser mit integriertem UV- und Blaulichtschutz, weil sie die Augen entlasten und Ermüdung reduzieren.