Wie angekündigt fegt ein heftiger Sturm seit einigen Stunden über große Teile Kärntens, am Abend wurden die ersten Schäden gemeldet: „Es hat um 19 Uhr mit den ersten Störungen begonnen und dann ging es Schlag auf Schlag. Aktuell, um 20 Uhr haben wir bereits 8000 Haushalte in Kärnten ohne Strom“, berichtet Robert Schmaranz von Kärnten Netz.
Betroffen sei laut Schmaranz besonders Unter- und Mittelkärnten: „Aber im Grunde gibt es außer aus dem Bezirk Spittal an der Drau nahezu überall Störungsmeldungen. Etwa aus Feldkirchen, Klagenfurt-Land, Villach, St. Veit, Völkermarkt und Wolfsberg“. Hauptursache für die Stromausfälle seien umgestürzte Bäume: „Die Monteure sind vor Ort und versuchen die Schadstellen zu finden und den Schaden einzugrenzen.
Viele bleiben ohne Strom
Da aber vor Mitternacht kaum mit einer Wetterberuhigung zu rechnen ist, werden nicht alle Schäden behoben werden können. Viele Kärntner werden die Nacht im Dunklen bleiben“, bedauert Schmaranz. Auch deshalb, weil Reparaturarbeiten bei Sturm und Dunkelheit für die Monteure lebensgefährlich wären.
Sturmschäden
Besonders heftig geht der Sturm laut Zeugenberichten im Lavanttal um. Einsätze werden aus Frantschach, St. Gertraud, im Stadtgebiet von Wolfsberg, St. Michael und Bad St. Leonhard gemeldet. Über Fischernig meldeten Zeugen sogar ein herumfliegendes Trampolin. Entlang der St. Pauler Landesstraße und der Koralm Landesstraße wurden mehrere Bäume umgestürzt.
Auf der Ossiacher Süduferstraße fiel um 20 Uhr ein umgestürzter Baum auf ein Auto.
Die Landesalarm und Warnzentrale (LAWZ) konnte um 20.45 Uhr noch nicht abschätzen, wie viele Einsätze es in Kärnten gab und im Laufe der Nacht noch geben wird: „Wir bekommen fast im Sekundentakt Alarmmeldungen. Von Entwarnung kann derzeit nicht gesprochen werden“.