Wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt angeklagt ist ein 62 Jahre alter Mann aus Spittal. Er muss sich am kommenden Donnerstag am Landesgericht Klagenfurt vor Richterin Sabine Götz verantworten.
Was ist passiert? Aufgrund einer Lärmerregung führten Beamte einer Polizeistreife Mitte August im Spittaler Stadtgebiet Erhebungen durch. Als sie sich einem Wohnhaus näherten, wurde aus einem Fenster aus dem ersten Stock ein Schuss in Richtung der Polizisten abgegeben. Die Beamten hörten den Schussknall und sahen aus etwa 50 Metern Entfernung sogar das Mündungsfeuer. Es folgten weitere Schüsse. Die Polizisten gingen in Deckung und forderten Unterstützungskräfte an.
Spaziergänger in Deckung
Ein Spaziergänger, auf den die Waffe auch gerichtet war, begab sich ebenfalls in eine geschützte Position und stand in telefonischem Kontakt mit der Landesleitzentrale der Polizei. Mehrere Streifen des Bezirkspolizeikommandos Spittal, zwei Polizeidiensthundestreifen sowie die Schnelle Interventionsgruppe und das Einsatzkommando Cobra rückten an, ganze Straßenzüge wurden gesperrt. Der 62-Jährige wurde schließlich in seiner Wohnung lokalisiert, die Wohnungstüre zwangsweise geöffnet und der Beschuldigte festgenommen.
In der Wohnung wurden zwei Schreckschusswaffen samt Munition vorgefunden und sichergestellt.