Die Koralmbahn, die am 14. Dezember in vollem Umfang in Betrieb geht, bringt nicht nur für Pendlerinnen und Pendler Neuerungen mit sich. Denn im Zuge der Fahrplanumstellung der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) stehen auch wesentliche Verbesserungen für Reisende an, die entweder von Kärnten aus an die Adria, nach Rom oder Deutschland fahren wollen, oder Menschen aus anderen Bundesländern sowie aus Italien und Deutschland, die ihren Urlaub in Kärnten verbringen möchten.
„Das wird den Tourismus in Kärnten und der Steiermark stärken“, ist ÖBB CEO Andreas Matthä überzeugt. Österreichweit werde das Zugsangebot im Schienenfernverkehr um rund 30 Prozent erweitert. In Kärnten ist diese Aufstockung an neuen Verbindungen noch deutlicher zu spüren, ergänzt ÖBB-Regionalmanager Reinhard Wallner: „Das Angebot im Fernverkehr wird hier mehr als verdoppelt, es bedeutet eine Steigerung um 109 Prozent.“
Unter anderem gibt es im kommenden Sommer eine neue Direktverbindung von Kärnten an die Adria: Während man schon jetzt einmal täglich direkt mit dem Zug von Klagenfurt nach Udine oder Venedig fahren kann, wird das ab Mitte Dezember 2026 auch bis Triest möglich sein. Dann fährt um 10.03 Uhr in Klagenfurt der neue Railjet Express 131 ab und fährt über Villach, Tarvis und Udine nach Triest, inklusive direktem Halt am Flughafen Triest. Damit werde das bestehende Angebot, wie etwa der vor allem bei Radreisenden sehr beliebte Micotra-Zug, ergänzt und verbessert, sagt Wallner. Dazu kommen zwei neue Nightjets aus und nach Rom und Mailand.
Im Stundentakt nach Salzburg
Auch die Verbindung nach München wird über die Tauernstrecke wesentlich verbessert. Erstmals gibt es einen Stundentakt Villach-Salzburg. Während derzeit täglich drei direkte Zugverbindungen zwischen Klagenfurt und München verkehren, sind es ab 14. Dezember doppelt so viele. Der erste Zug fährt dann bereits um 4.53 Uhr in der Landeshauptstadt ab und kommt um 9.41 Uhr in München an.
Mit dem Zug an die Kärntner Seen
Das bedeutet auch, dass Urlauber aus Deutschland die Kärntner Seen in Zukunft mit dem Zug wesentlich besser erreichen können. Während derzeit von München nach Velden täglich drei direkte Zugsverbindungen fahren, sind es ab Mitte Dezember fünf. Am Bahnhof Spittal-Millstätter See halten derzeit täglich vier Züge, die direkt aus München kommen, künftig sind es sieben.
Am Bahnhof Kühnsdorf-Klopeiner See gab es bisher überhaupt keinen Halt einer Direktverbindung aus München, ab Dezember kommt dort einmal am Tag ein Zug aus Deutschland an. Und auch der Ossiacher See ist durch den neuen Stundentakt der S 2, die von Villach über diese Urlaubsregion via Feldkirchen nach St. Veit führt, besser an den internationalen Schienenverkehr angebunden.