Im Gebiet um den Alpengasthof Lucknerhaus am Fuße des Großglockners tauchen immer wieder weiße Rehe auf, vor mehr als zehn Jahren wurde das erste Tier mit dieser seltenen Färbung dort gesichtet. Experten vermuten, dass diese auf einen Gendefekt zurückzuführen ist. Albinos seien die weißen Glockner-Rehe keine, da sie braune Flecken und keine roten Augen haben.
So selten, wie diese Tiere sind, so scheu sind sie auch, wenn es darum geht, sie vor die Kamera zu bekommen. Dem Osttiroler Fotografen Ingemar Wibmer ist das nun neuerlich gelungen. Um wie viele Tiere es sich handelt, oder ob es jener Bock war, der bereits zuvor abgelichtet wurde, ist unklar.
Von den Jägern werden diese seltenen weißen Geschöpfe verschont. Der Legende nach sind weiße Rehe bzw. Gämse nämlich Glücksbringer, wenn man sie am Leben lässt. Wird ein weißes Tier getötet, droht der Familie des Jägers Unheil, so der Aberglaube.