Sie gelten bei Therapeuten, Betreuern und Behörden als „Kinder mit multiplen Problemlagen“, als verhaltens- und bindungsgestört, als „Systemsprenger“. Viktoria (Name von der Redaktion geändert, Anm.) ist so ein Kind. Sie war zwei Jahre alt, als sie erstmals in der Kinderkrippe als verhaltensauffällig beschrieben wurde. Das Mädchen kratzte, biss und trat Gleichaltrige, die Betreuungspersonen konnten sie kaum bis gar nicht bändigen. Auch die junge Mutter, zu diesem Zeitpunkt erst 19 Jahre alt, war stets bemüht, Hilfe anzunehmen, aber dennoch mit dem Kind überfordert, erzählt eine Lebens- und Sozialbetreuerin, Supervisorin und angehende Sozialpädagogin. Sie hat sich an die Kleine Zeitung gewandt, weil sie Viktoria nicht mehr betreuen darf und sich Sorgen macht.
„Pflegeeltern“ gekündigt
Jugendliche aus Kärnten wird in nächster Betreuungsstelle „geparkt“
Seit ihrem zweiten Lebensjahr wird ein verhaltensauffälliges Mädchen (14), das von ihrer Mutter abgegeben wurde, von einer Anlaufstation zur nächsten verschoben. Die Leidensgeschichte schien ein Happy End zu nhemen, doch jetzt musste es gegen ihren Willen aus einem Familienverband in eine Wohngemeinschaft.
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