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Fridays for Future Tausende Schüler demonstrierten für Klimaschutz

Die Schülerin Greta Thunberg trat mit ihrem Protest für das Klima eine eindrucksvolle internationale Bewegung los: An 1650 Orten demonstrieren heute die Jungen im Rahmen von "Fridays for Future" für die Umwelt. Der Zuspruch ist groß.

WIEN: KLIMA-DEMO - ´FRIDAYSFORFUTURE´
© (c) APA/GEORG HOCHMUTH
 

Mehr als 20.000 Schüler und Studenten sind österreichweit bei der internationalen Aktion "FridaysForFuture" am Freitag auf die Straße gegangen. Bei den Demos in fast allen Landeshauptstädten riefen die Teilnehmer die Politik zu mehr Anstrengungen beim Klimaschutz auf. Lobende Worte gab es von Bundespräsident Alexander Van der Bellen: "Ihr jungen Leute gebt mir Hoffnung", schrieb er auf Twitter.

In Wien starteten um 11.00 Uhr die Demozüge von fünf Treffpunkten aus. Die Routen waren so gewählt, dass sie unter dem Motto "Die Zukunft in die Hand nehmen" eine symbolische Hand formten und sich schließlich in deren Mitte, am Heldenplatz, zusammentrafen. Die Teilnehmer skandierten dabei Parolen wie "Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut", "Climate Change Now!" oder "Alle meine Freunde streiken heut mit mir". Die Proteste gingen auch mit Schulstreiks einher.

Verfolgen Sie die Ereignisse im Live-Blog:

Klimastreik: So streiken Österreichs Schüler

Zu den Klima-Protesten im Rahmen der Aktion "FridaysForFuture" haben sich in Wien nach Angaben der Polizei 10.500 Schüler versammelt. Dabei verliefen die Demonstrationen am Vormittag völlig friedlich: "Wir sind nur mit Absperren beschäftigt", sagte Polizeisprecher Paul Eidenberger der APA.

 

Große Auswirkungen hatten die Klima-Demos der Schüler unterdessen auf den ohnehin starken Freitagsverkehr in der Wiener City.

 

Demo in Wien

 

Demo in Wien

Demo in Wien

Rund 1.500 Schüler und Klima-Aktivisten haben am Freitagvormittag dem strömenden Regen in Bregenz getrotzt und für mehr Klimaschutz demonstriert. Um kurz nach 9.00 Uhr setzte sich der Demonstrationszug vom Bahnhof in Richtung Landhaus in Bewegung. Dabei ließen die Schüler lautstark wissen, worum es ihnen geht. Sie skandierten: "Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Zukunft klaut!"

Pünktlich um 9.00 Uhr versammelten sich hunderte Demonstranten vor dem Bahnhof in Bregenz. Die zahlreichen Transparente der Teilnehmer unterschieden sich im Tonfall, sprachen aber eine deutliche Sprache: "We need to build a better future" war ebenso zu lesen wie "Rettet die Erde, wir haben nur eine", "Wäre die Erde eine Bank, hättet ihr sie schon längst gerettet" oder auch "Fuck me, not the earth". Die 18-jährige Demo-Organisatorin Alexandra Seybal gab auf dem Marsch zum Landhaus mit einem Megafon den Takt vor: "Nieder mit der Kohle, hoch mit dem Klimaschutz!"

 

 

Proteste gab es auch in Innsbruck

Demo in Innsbruck

In Linz marschierten Jugendliche ab 11 Uhr am Hauptplatz für das Klima auf.

Demo in Linz

Demo in Klagenfurt

Demo in Klagenfurt

Demo in Eisenstadt

Demo in Graz

Demo in Graz

Demo in Graz

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Am Heldenplatz zählte die Polizei dann 10.500 Teilnehmer, die Veranstalter sprachen gar von 25.000 Teilnehmern. "Mit 5.000 bis 6.000 haben wir insgeheim gerechnet, 10.000 haben wir uns erhofft und jetzt sind es mehr als 10.000", freute sich Organisator Johannes Stangl. Dank der großen Zahl erhofften die Organisatoren, mit ihren Forderungen nach mehr Klimaschutz politisch Druck machen zu können. "Wir verlangen nur, was die Staaten bei der Klimakonferenz in Paris versprochen haben", sagte Stangl. Am Montag treffen sie bereits Umweltministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP). "Hier erhebt eine Generation ihre Stimme, für die der Kampf gegen den Klimawandel und seine Folgen essenziell ist. Unsere Türen sind jederzeit offen für die Anliegen", sagte die Ministerin.

Bundespräsident Alexander Van der Bellen richtete sich via Twitter an die Teilnehmer: Die Weltgemeinschaft stehe angesichts der Klimakatastrophe vor der größten Herausforderung in der Geschichte. "Ihr jungen Leute, Schülerinnen & Schüler & Studierende, gebt mir Hoffnung, dass wir diese große Herausforderung meistern können." Die Erwachsenen nahm das Staatsoberhaupt in die Pflicht. "Wir Erwachsene, Politikerinnen und Politiker müssen euch zuhören, denn es geht um eure Zukunft, um die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder", schrieb Van der Bellen.

Einige Leute sagen, dass ich studieren sollte, um Klimawissenschaftlerin zu werden, damit ich die Klimakrise 'lösen kann'. Aber die Klimakrise ist bereits gelöst. Wir haben bereits alle Fakten und Lösungen. Alles, was wir tun müssen, ist aufzuwachen und uns zu verändern.

Greta Thunberg, schwedische Klimaaktivistin

Wie die Organisatoren im Vorfeld immer wieder unterstrichen, verlief der Protest völlig friedlich. "Wir sind nur mit Absperren beschäftigt", bestätigte auch Polizeisprecher Paul Eidenberger. Am Heldenplatz riefen die Veranstalter die Teilnehmer sogar dazu auf, keinen Müll zurückzulassen. Große Auswirkungen hatten die Klima-Demos unterdessen auf den ohnehin starken Freitagsverkehr in der Wiener City.

Demo fürs Klima in Belgien, bei der Greta Thunberg mitmarschierte
Demo fürs Klima in Belgien, bei der Greta Thunberg mitmarschierte Foto © (c) APA/AFP/EMMANUEL DUNAND


Große Proteste gab es auch in Bregenz, Innsbruck, Graz, Klagenfurt, Salzburg und Linz. In Bregenz waren rund 1.500 Schüler auf die Straße gegangen, in Innsbruck waren es gar 4.000. Etwa 1.000 Demonstranten waren es in Klagenfurt, in Graz 1.300 und in Linz mit 3.000 Teilnehmer deutlich mehr als erwartet. In Salzburg gingen bis zu 1.000 Manifestanten auf die Straße. Auch in Eisenstadt gab es einen - wenn auch kleinen - Protest mit 60 Teilnehmern.

Diskussionen gab es, wie die Schulen mit den Protesten während der Unterrichtszeit umgehen sollten. Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) hätte eine "schlichte österreichische Antwort" präferiert: "Macht doch die Demos nach Schulschluss um 13.00 oder 14.00 Uhr", sagte er in Innsbruck. In Wien waren ganze Volksschulklassen samt Lehrern und begleitenden Eltern mit von der Partie, Oberstufenschüler dagegen meist in Gruppen mit einigen Klassenkameraden unterwegs. An manchen AHS wurde signalisiert, dass ein Mitgehen bei der Demo zwar streng genommen kein Grund für ein Fernbleiben von der Schule darstellt - Konsequenzen gibt es bei Zuwiderhandeln aber keine.

Wir Kinder tun oft nicht das, was ihr Erwachsenen von uns verlangt. Aber wir ahmen euch nach. Und weil ihr Erwachsenen euch nicht für meine Zukunft interessiert, werde ich eure Regeln nicht beachten.

Greta Thunberg, junge Umweltschützerin


Der Schulschwänz-Paragraph im Schulpflichtgesetz sieht zwar vor, dass Schulleiter durchaus "geeignete Maßnahmen" setzen können, um Schulpflichtverletzungen hintanzuhalten - auch wenn sie unterhalb von drei Tagen liegen. In Betracht kommen aber zunächst nur Aufforderungen, Zurechtweisungen, die Erteilung von Aufträgen zur nachträglichen Erfüllung versäumter Pflichten bzw. Beratungs-und Belehrungsgespräche mit Schülern und Eltern. Erst bei groben oder wiederkehrenden Verfehlungen darf eine Verwarnung ausgesprochen werden.

Unterstützung erhielten die Demonstranten von nahezu allen Seiten. So äußerten sich die Oppositionsparteien SPÖ, NEOS und die Liste JETZT positiv und kritisierten die Regierung ebenso wie die NGOs WWF, Global 2000 und Greenpeace. Auch die Caritas äußerte sich wohlwollend.

 Helene Seidel, eine junge Grazer Umweltaktivistin, die im Interview klare Antworten findet
Helene Seidel, eine junge Grazer Umweltaktivistin, die im Interview klare Antworten findet ©

"Die Fakten sind so klar!"

In welcher Altersgruppe bewegt ihr euch bei Fridays for Future in Graz?
HELENE SEIDEL: Wir Hauptorganisatoren gehen alle in die 8. Klasse, sind also zwischen 17 und 18 Jahre alt. Andere Schüler und Schülerinnen bzw. Leute, die uns helfen, sind in ganz unterschiedlichen Altersgruppen. Die jüngsten sind etwa 14. Ein paar Erwachsene unterstützen uns ebenso immer wieder mit kleinen Aufgaben. 

Was wollt ihr mit eurer Initiative und mit den Demos bewirken? Setzt ihr (euch) konkrete Ziele oder geht es vor allem um das Schaffen von Bewusstsein?
Primär geht es uns darum, auch aus Graz und Österreich ein möglichst großes Zeichen für den Klimaschutz zu setzen. Andererseits wollen wir Jugendliche, sowie Erwachsene zu dem Thema sensibilisieren und darauf aufmerksam machen, wie wichtig das Thema ist und wie wenig Zeit uns bleibt, diese Krise halbwegs abzuwenden. Aber auch regional gibt es genug Dinge, die extremes Verbesserungspotenzial haben, um das freundlich auszudrücken. Wir haben viele konkrete Forderungen für Graz und Österreich ausgearbeitet, hierbei geht es um viele verschiedene Themen wie zum Beispiel die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens, einen Klimanotstand in Österreich auszurufen, mehr Klimabildung in den Schulen, nachhaltige Mobilität, strengere Richtlinien für Unternehmen, autofreie Innenstadt etc. Trotzdem sollte da die Politik wissen, was zu tun ist, und das dann auch durchsetzen. 

Es gibt schon viele Organisationen von Jugendlichen, die sich für Klima und Umwelt einsetzen. Wie seid ihr untereinander vernetzt?
Österreichweit stehen wir in engem Kontakt mit andern Städten, besonders mit Wien, aber auch Salzburg, Vorarlberg, Linz und allen anderen Teilnehmern und Teilnehmerinnen. In Graz selbst machen wir die Hauptorganisation zu viert, werden aber immer mehr den Rahmen auch für andere öffnen.  Auch international geht viel weiter, beispielsweise ist gerade ein Wiener Kollege bei einem Treffen in Straßburg, um gemeinsam über die Zukunft von Fridays For Future zu reden. Organisation ist nicht so leicht, wenn man mit solch großen Events noch nicht wirklich Erfahrung hatte, aber man wird mit jedem mal besser und lernt dazu!

Ist Greta Thunberg so etwas wie Superheldin für euch?
Auf alle Fälle! Sie zeigt nicht nur uns Jugendlichen ganz klar was Mut und Engagement bedeutet, auch alle Erwachsene können sich eine Scheibe von ihrer Sachlichkeit, Direktheit und ihrem Durchhaltevermögen abschneiden. Superheldin klingt aber fast ein bisschen zu fiktiv dafür, dass sie sich in Wirklichkeit viel realistischer und realitätsnäher als die meisten Politiker verhält! Sie zeigt uns wie wichtig es ist, den richtigen Weg zu gehen, statt faul den einfachen Weg zu nehmen. 

Was sagt ihr zu Kritikern, die meinen, die jungen Aktivisten wollen eher Schule schwänzen bzw. lassen sich im 2,5-Tonnen-SUV von den Eltern zu den Demos bringen?
Es wird immer uninformierte Leute geben, die etwas auszusetzen haben, egal was man tut. Es geht uns aber auch nicht darum, die Schule zu schwänzen, es geht darum, auch als Minderjähriger Aufmerksamkeit zu bekommen! Wir Jugendliche haben kein Geld, keinen wichtigen Job und keine großartigen Kontakte um durch diese Art zu erreichen was wir wollen, also müssen wir streiken, damit wir endlich ernst genommen werden! 

Zögert die Politik zu lange und verspielt eure Zukunft?
Ja, sonst müssten wir ja nicht auf die Straße gehen! Es bleibt uns unfassbar wenig Zeit, das Blatt noch in die richtige Richtung  zu wenden und ich kann persönlich nicht verstehen, wie man ein Thema wie den Klimaschutz, das schon seit Jahrzehnten wichtig ist, noch immer nicht ernsthaft behandeln kann. Für mich beweist das nur, dass auch die Erwachsenen Angst haben. Sie waren bisher nicht mutig genug, um für die richtige Sache aufzustehen, weil sie befürchten, das Thema kommt vielleicht bei Wählern nicht gut an. Deshalb schieben sie sehr emotionale, aber oft auch sehr unwichtige Kleinigkeiten vor, hängen diese an die große Glocke und hoffen so, die Wählerschaft zu besänftigen. Aber nicht mit uns, die Zeit der Ignoranz ist vorbei!

Hab ihr das Gefühl, dass das Thema Klima und Umwelt in Schulen ausreichend thematisiert wird?
Das kommt natürlich sehr auf die jeweilige Schule an. Meiner Meinung nach wird das Thema ziemlich gut behandelt, die Schule war für mich mitunter ein Grund wieso ich mich jetzt so für den Klimaschutz engagiere. Ich habe aber auch schon viele andere Beispiele gehört, von Lehrern, die das Thema selbst nicht ganz ernst nehmen und das auch so an die Schüler und Schülerinnen vermitteln. Das kann wirklich nicht sein! Die Fakten sind so klar! Es liegt nur an uns, sie ernst zu nehmen.

Kommentare (30)

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Ifrogmi
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man betrachte ...

... die umweltstandards ausserhalb österreichs (man muss gar nicht die eu-grenzen überschreiten), man überlege wer mit unseren alten euro 2 und 4 - autos fährt, wie viele millionen kleine fischerboote mit uralten dieselmotoren täglich vor sich hinqualmen, usw. usw.
so sehr ich mir wünsche jemand würde neue, lebbare konzepte erarbeiten, so sehr beschleicht mich das gefühl, das hinter solchen hypes letztlich nur die industrie steckt die wachstum will und braucht.
wenn man schon alles hat kauft man nichts neues. also muss das alte entwertet werden und man zwingt uns elektroautos und co auf. woher kommt der viele strom dann? atomkraftwerke? windparks die unsere schönen berge verunstalten? im alpinen bereich haben wir ja noch wasserkraft, aber was machen die anderen?
mmn geht es in erster linie darum alles zu entwerten um dann neues kaufen zu müssen. so ähnlich wie bei den energiesparlampen.
Auch der Greta - Hype scheint von profis bearbeitet und vorangetrieben zu werden. in den letzten jahren wurden uns unzählige "mutuge mädchen" präsentiert, sei es gegen neonazis, polizisten oder sonstwas. ganz ehrlich: glaubt wer ernsthaft, dass es ausnahmslos keinen einzigen jungen mann gibt, der was wichtiges zu sagen hätte? klar, man wählt junge mädchen damit eine "beisshemmung" entstehen soll. nun toppt man das mit einer jungen frau die am asperger-syndrom leidet, einer tiefgreifenden entwicklungsstörung.
„Die Botschaft hör´ ich wohl, allein mir fehlt der Glaube“

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UHBP
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Klimaschutz kostet Arbeitsplätze

Und wird deshalb abgesagt!

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akieni
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Notwendig

Notwendigkeit wendet die Not!👋

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jaenner61
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vermutlich

wurden viele der kinder von den eltern im suv zur schule gebracht, und bei einigen ist die maturareise per flugzeug in die türkei auch schon gebucht.
einige konnten im orf interview ausser ein paar abgedroschenen svhlagwörtern ja nicht mal sagen, warum sie bei der demo teilgenommen haben, hauptsache keine schule und a hetz

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Aleksandar
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Aber:

Besser zu demonstrieren, auch wenn es "a Hetz" ist, als nichts zu tun und zu nörgeln!

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walterkaernten
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Freitagsdemo

Wenn’s den schülern ernst wäre dann samstag oder sonntag demonstrieren. Jetzt schüler und lehrer bestrafen. Nicht geldstrafe sondern sozialdienst. Straßenränder säubern zb

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Aleksandar
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Unsinn

Eine Samstags- oder Sonntagsdemonstration bewirkt gar nichts; nur verlogen zustimmendes Lächeln.

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Aleksandar
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Ein Lichtblick

Wenn Jugendliche organisiert und weltweit vorgehen, gibt es vielleicht noch eine Chance, die wohlstandsverwahrlosten Erwachsenen aufzurütteln. Ich halte diesen Streik für wichtig. Dass nun - wie Faßmann krtisiert - die Schulpflicht gegen das Demonstrationsrecht ausgespielt wird, ist gut. Würde das nicht geschehen, würde die Demonstration so "nebenher", kaum wahrgenommen laufen. So werden wenigstens die Behörden wachgerüttelt :-)
Ich hoffe, dass Greta nicht mit dem Elektroauto fährt, sondern mit dem Zug.
Helfen werden aber nicht nur Demonstrationen, sondern konsequentes Handeln. Verzicht auf 2,5-Tonnen-SUV z. B. Oder Verzicht auf Flugreisen. Oder möglichst ohne Auto auskommen. Einschränken beim Energieverbrauch ....
Werden die Jugendlichen das schaffen, was die meisten Erwachsenen ignorieren? Es wird vieles unbequem sein. Aber im Grunde bleibt keine Wahl.
Aber: Was z. B. würde pasieren, wenn in Graz ein Fahrverbot für alle KFZ (inklusive Mopeds) erlassen würde? Wie viele Grazer/innen stünden hinter dieser Entscheidung? Wäre es die Mehrheit, würden es die Politiker/innen tun.

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akieni
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Industrie wieder zurück holen

Die Produktion wurde nach Asien ausgelagert. Der weite Transport und der Welthandel sowie die Globalisierung belasten die Natur. Kleine Länder sind überschaubar. Küstenländer werfen ihren Müll in das Meer. Wir trennen den Müll.

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Aleksandar
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Richtig!

Vollkommen richtig. Aber nicht nur zurückholen, aber auch einbremsen und bescheidener leben.

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pesosope
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Aleksandar

da muss ich Sie jetzt leider auf den Boden der Realität zurückholen.
1. können mit Sicherheit 80% der demonstrierenden Schüler nicht einmal sagen, wie lange es den Klimawandel schon gibt. Das "wunderbare" daran ist nur, dass sie es nicht einmal auf Jahrzehnte, Jahrtausende oder Milliarden Jahre eingrenzen können.
2. ALLE demonstrierenden Schüler haben keine bis überhaupt keine Ahnung vom realen Leben. Sie gehen zur Schule und haben keinerlei Vorstellungen über eine finanzielle Tragbarkeit des Angedachten. Ja, sie wissen wahrscheinlich, dass zB ein Auto, eine Wohnung oder allein das Leben Geld kostet und man dieses Geld erst einmal aufbringen muss. Aber sie wissen nicht woher und wie und was die Konsequenzen daraus sind. Was ich damit sagen will, es ist immer leicht gegen etwas zu sein, wenn man die Konsequenzen nicht kennt und, so wie in diesem Fall, demonstriert, weil jemand der gerade in ist auch demonstriert
3. Sie haben Recht, wir brauchen so viele Dinge nicht, die wir haben. Aber, und davon redet jetzt noch niemand, stellen Sie sich einmal vor, wir verzichten auf all diese Dinge und all die Arbeitsstellen, die damit verbunden, sind gehen verloren. Da genügt es nicht allein die lustigen Studien zu lesen, wo es alles besser wird. Weniger Flugreisen zB bedeuten ganz einfach weniger Arbeitsplätze in diesen Bereichen, und das sind sehr, sehr viele. Und das ist nur ein Bereich, es gibt hunderte andere, wo ein Umdenken nur auf die positiven Seiten projektiert wird

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Aleksandar
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Sie denken wie die Mehrheit ...

darum wird sich wahrscheinlich nichts ändern.
Ihre Argumentation ist mehr als lächerlich. Den demonstrierenden Schülerinnen und Schülern ist klar, dass es so nicht weitergehen kann. Somit reagieren sie. Da spielt es im Grunde keine Rolle, ob sie sagen können, wie lange es den Klimawandel schon gibt. (Sie können das mit Sicherheit auch nicht sagen.)
Ihr "reales" Leben sieht so aus: Wir müssen weitermachen wie bisher, sonst verlieren wir Arbeitsstellen. Das stimmt gewiss. Wir haben die Alternativen: Arbeitsplätze verlieren oder uns selbst zu vernichten.

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akieni
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Lebenserfahrung

Diese Kinder haben wenig Lebenserfahrung und bedenken die Zusammenhänge und Konsequenzen nicht, welche jeder Eingriff in gewachsene Verhaltensformen bewirkt. Die Kinder sind leicht zu instrumentalisieren. Die Kinder sollen statt demonstrieren, mit allen Seiten diskutieren, um das FÜR und WIDER zu ergründen. Umweltschutz und vernünftiges Verhalten gehört in den Schulen unterrichtet und im Leben praktiziert.

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Aleksandar
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Oberlehrer?

Natürlich haben die Kinder weniger Lebenserfahrung; sie können aber Wissen anderweitig erwerben. Immerhin gibt es die Schule, auch gute Lehrerinnen und Lehrer, es gibt die Wissenschaften.
Wir dürfen nicht mehr Zeit verplempern mit sinnlosem Diskutieren, wir müssen handeln, auch wenn's unangenehm wird.

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akieni
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Was wird unter handeln verstanden.

Handeln ist das Schaffen und das Verbrauchen. Nichthandeln ist Stillstand. Aber woher soll das Lebensnotwendige kommen. Was verstehen sie unter HANDELN. Mensch welche die Welt retten wollten, haben einen noch größeren Schaden angerichtet. Jeder kann aber in seinem Bereich, wenn er glaubt, das für ihn und seinen Lebensraum, Richtige tun.

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Aleksandar
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Sinnlos

Hier etwas zu sagen, ist sinnlos. Allen ist klar, was gemeint ist. Leider denken sehr viele Menschen so, daher schaut's nicht gut aus.
"Handeln" wäre zum Beispiel, sich beim Verbrauch von Ressourcen einzuschränken und Alternativen zu suchen, um danach zu HANDELN *fg*

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Don Papa
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Bei sich selbst anfangen

Ich finde es toll wenn sich die Jugend darüber Gedanken macht und auch ein Zeichen setzt. Ich selbst habe aber in meinem Umfeld bei fast allen Jugendlichen nicht den Eindruck dass sie auch aktiv etwas dazu tun und etwa bereit sind auf ihren Wohlstand (Handy, Fernseher, etc.) teilweise mal zu verzichten. Etwas Energie zu sparen. Sich mal nicht mit dem Auto überall hinbringen zu lassen, Mülltrennung etc etc. Da haben wir alle gemeinsam noch einen langen Weg vor uns.

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Aleksandar
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Problem

Tatsächlich ist zu fürchten, dass auf der einen Seite viele besorgte Jugendliche wirklich etwas ändern wollen, auf der anderen jedoch (mehr!) Jugendliche sich so verhalten, wie Sie beschreiben.
Es ist zu hoffen, dass auch sie den Ernst der Lage erkennen werden und ihr Verhalten entsprechend ändern; es ist zu fürchten, dass die Mehrheit weitermacht wie bisher. Sonst wären wir nicht da, wo wir sind. Denn mahnende Stimmen gibt es schon lang.

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akieni
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wohlstandsverwahrlosten Erwachsenen

"wohlstandsverwahrlosten Erwachsenen" Ich bin 1944 geboren, wir sind ganz bescheiden aufgewachsen, ohne Heizung im Schlafzimmer bei einer Außentemperatur von -20°. Ohne FS. Tel. ohne Waschmaschine, Geschirrspüler und Warmwasser, ohne Auto usw.

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Aleksandar
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Anders zu verstehen

"die wohlstandsverwahrlosten Erwachsenen aufzurütteln":
Gemeint ist: die Erwachsenen aufrütteln, die wohlstandsverwahrlost sind. Es gibt natürlich auch andere. Tut mir leid, war vielleicht nicht ganz klar ausgedrückt.

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Aurelia22
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akieni

Wohlstandsverwahrlosung der Erwachsenen. Genauso bei mir. Jahrgang 1959 auch bescheiden aufgewachsen, ohne TV, ohne Mühl, keine Heizung in jeden Raum. mit einen angewärmten Ziegel ins Bett damit es warm war. Waschmaschine auch keine. Mama wusch die Wäsche noch im Bach. Draußen hatten wir einen Brunnen. Und es gab keine Wurst zu essen geschweige Fleisch, kein Obst. Wir hatten einfach nix. Und jetzt wo es uns besser geht sollen wir ein schlechtes Gewissen haben. Das Brot haben wir auf den Herd gelegt und ein wenig gesalzen. Und es war herrlich gut.

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akieni
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In Wahrheit gibt es keine Lösung ohne Opfer.

In Wahrheit gibt es keine Lösung ohne Opfer.
Weise Menschen wissen, dass ein Vorteil auch zugleich den Nachteil enthält. Wenn die Wirtschaft zurückgefahren wird, entstehen andere Probleme, siehe Weltwirtschaftskrise in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Arbeitslosigkeit kann zu Aufstand und Krieg führen. Meine Meinung ist, dass die Globalisierung Ursache für die extreme Ausnützung unseres Planeten ist. Wie wir unseren Planeten schützen können weiß ich nicht. Meine Logik: Wenn der Kuchen nicht größer wird, aber immer mehr Personen am Tisch sitzen, werden die Portionen für den Einzelnen kleiner, sonst gibt es Streit. Es wird, aber oft nicht für alle, zu Tische geladen. Wer schränkt sich schon freiwillig ein, es wird das meistens von den Anderen verlangt. Die Natur wird es schon richten!

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Aleksandar
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So ist es leider

Nur: Die Personen, die am Tisch sitzen, sind (sehr oft) gewohnt, Riesenstücke zu bekommen. Und es werden immer mehr Personen. Somit muss die Wirtschaft zurückgefahren werden; anders geht es nicht. Außer man riskiert, dass sich die Erde in absehbarer Zeit ohne die Spezies Mensch drehen wird.

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akieni
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Was wir auch tun oder nicht tun.

Was wir auch tun oder nicht tun, es führt immer zum selben Endergebnis. Es ist für die Menschheit scheinbar unausweichlich. Vertrauen an etwas Höheren könnte hilfreich sein.

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Aleksandar
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Ist zu verstehen

Es scheint so zu sein. Die Kombination "immer mehr Menschen" - "immer mehr Luxus" scheint offenbar nicht in den Griff zu bekommen sein. Auf etwas Höheres zu vertrauen, ist nicht abzulehnen, soll aber nicht Ausrede für Nichtstun sein. Wenn ich für eine Schularbeit nicht lerne, sondern auf etwas Höheres vertraue, krieg ich den Fünfer IoI Oder siehst du das anders?

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akieni
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Wirtschaft

Aber wehe die Wirtschaft bricht ein. Aus meiner Erfahrung: Reales Beispiel, eine Firma geht gut, alle Mitarbeiter sind sich freund. Dann kommt die Firma in Schwierigkeiten und mit der Freundschaft war es vorbei. Jeder wollte seine Haut retten. Stimmen wurden laut, wer ist länger in der Firma und wer erst seit kurzem. Wer muss zuerst die Firma verlassen, wer gehört zu uns und wer nicht.
Der Klimawandel wird überbewertet, es gibt schlimmeres. Die Natur ist das Höhere und Stärkere, sie wird es richten.
Deshalb bin ich froh das die Wirtschaft noch funktioniert.

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