Omikron Virologe Christian Drosten zeigt sich sehr besorgt

Der Berliner Virologe Christian Drosten blickt sorgenvoll auf die neue Omikron-Variante des Coronavirus. Man wisse eigentlich gar nichts, außer: "Es ist besser, wenn man geimpft ist. Es ist noch besser, wenn man geboostert ist."

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© (c) AP (Michael Kappeler)
 

Der Berliner Virologe Christian Drosten blickt sorgenvoll auf die neue Omikron-Variante des Coronavirus. "Ich bin schon ziemlich besorgt im Moment", sagte Drosten am Sonntagabend im "heute journal" des Senders ZDF. Man wisse nicht allzu viel über die neue Variante. Berichte über milde Verläufe hätten noch nicht sehr viel Substanz angesichts von nur gut 1.000 Fällen. Hier müsse man die klinischen Verläufe abwarten.

Man sehe aber, dass sie häufig bei jungen Leuten in Südafrika auftauche und auch Menschen betreffe, die eine Erkrankung schon hinter sich haben. Er habe die Sorge, dass man die erste wirkliche "Immunfluchtmutante" des Coronavirus vor sich habe. Auch könne man noch nicht sagen, wie sich die Variante hierzulande verhalte, wo viele Menschen geimpft seien. "Keiner kann im Moment sagen, was da auf uns zukommt. Das Einzige, was man wirklich mit Sicherheit sagen kann ist: Es ist besser, wenn man geimpft ist. Es ist noch besser, wenn man geboostert ist", sagte Drosten. Die verfügbaren Impfstoffe würden gegen einen schweren Krankheitsverlauf wohl schützen.

Drosten sprach ferner von einer "etwas unwägbaren Situation" mit Blick auf 2G- oder 3G-Regeln in Deutschland. Man habe damit keine Erfahrung in einer Winterwelle. Die Situation könne auch kaum noch jemand modellieren. Drosten riet der Politik, genau auf die verschärften Regeln etwa in den Hotspots Sachsen, Bayern sowie auch Österreich zu achten. Hier sehe man langsam erste Effekte. Drosten verwies etwa auf einen rückläufigen R-Wert in Bayern in Richtung 1. Der R-Wert gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter im Schnitt ansteckt - und damit, wie schnell sich ein Virus ausbreitet. Man müsse aber auf 0,7 kommen, um absehbar die Fallzahlen so zu senken, dass es zur Entspannung auf Intensivstationen führe.

Booster-Impfungen greifen

Als eine positive Nachricht wertete Drosten auch, dass der Anteil von Infizierten, die beatmet werden müssen, zurückgeht. Das zeige, dass Booster-Impfungen langsam greifen. Der Prozess sei aber schleppend. Es kämen aber weiter Leute auf die Intensivstation. "Und das ist schrecklich", sagte Drosten.

 


Corona: Wie verhalte ich mich richtig?

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Kommentare (6)
pippo1988
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das wäre ich auch....

wenn ich immer wieder Gerüchte verbreite wo nur ganz wenige zutreffen und dadurch mehr Angst und schrecken verbreite als Nutzen

FRED4712
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eine frage noch....

in welchem KH bist du der chefvirologe??? weil du klingst nach einem ECHTEN Experten...oder so etwas Ähnlichem jedenfalls

FRED4712
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du schreibst unsinn.....ob aus unwissenheit

oder lüge weisst nur du.....drosden ist einer der anerkanntesten virologen weltweit.....und seine voraussagen sind zum allergrößten teil eingetroffen, leider von vielen politikern nicht so ernst genommen worde, wie es sinnvoll gewesen wäre.....hellseher, um zu wissen, wie viele merkwürdige sich nicht impfen lassen würden, ist er allerdings objektiv nicht

LindaKr
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Ich mag ihn einfach.

JL55
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Solange es möglich ist, sorglos in ein Flugzeug zu steigen,

um irgendwo auf der Welt seiner Reiselust und anderen Hobbys zu frönen, wird in Pandemie-Zeiten ein reger Austausch von Virenmutanten stattfinden... Leider. Und: Da wie dort die Medizin vor neuerliche Probleme stellen. Nur mit dem klitzekleinen Unterschied, dass es in den Ländern des Südens nur unzureichend möglich ist, die Bevölkerung mit Impfstoff zeitnah zu versorgen...
Man braucht ja nur den Blick nach oben zu richten, um zu sehen, wie viele Kondensstreifen gleichzeitig den Himmel "zieren". Hier fehlt mir die entsprechende Konsequenz durch die politischen Entscheider:innen. Auch in Ö ist "Omikron" gelandet...

pippo1988
2
6
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richtig so

Weil fast überall anders als in Europa man die Sache besser im Griff hat und aus Fehlern lernt. Das kann man hier nicht behaupten