CoronaKroatiens Ärzte alarmiert wegen überfüllter Krankenhäuser

Kroatiens Gesundheitssystem "existiert nicht mehr".

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© AFP
 

Kroatiens Verband der Krankenhausärzte (HUBOL) ist wegen drohender Überlastung durch schwer kranke Covid-Patienten besorgt. Kroatiens Gesundheitssystem "existiert nicht mehr", hieß es laut kroatischen Medien in einer Stellungnahme vom Sonntag. "Das System existiert nicht, wenn man Beziehungen braucht, um eher an ein Bett zu gelangen, das mit Sauerstoff versorgt wird."

Zugleich kritisierte der Verband die Regierung. Während "Patienten mit einer Covid-Erkrankung stundenlang im Krankenhaus warten, weil keine Plätze frei sind", würden oberste Regierungsbeamte das Thema "auf der Ebene überheblicher narzisstischer Jugendlicher" behandeln.

Derzeit befinden sich in Kroatien 1.418 Corona-Patienten in Krankenhausbehandlung, davon 170 mit Beatmungsgerät. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität während der letzten zwei Wochen steil an: Bis Sonntag waren es 587,9 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner. 52,6 Prozent der Bevölkerung haben einen vollen Impfschutz.


Corona: Wie verhalte ich mich richtig?

Wenn Sie bei sich Erkältungssymptome bemerken, dann gilt zunächst: zu Hause bleiben und Kontakte zu Mitmenschen meiden! Tritt zusätzlich Fieber auf oder verschlechtert sich der Zustand, dann sollte das Gesundheitstelefon 1450 angerufen werden. Bei allgemeinen Fragen wählen Sie bitte die Infoline Coronavirus der AGES: 0800 555 621 .
Die Nummer 1450 ist nur für Menschen mit Beschwerden! Es gilt: Zuerst immer telefonisch anfragen, niemals selbstständig mit einem Corona-Verdacht in Arztpraxis oder Krankenhaus gehen!

Coronavirus-Infopoint

Kommentare (10)
tubaman58
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Es hat jeder die Möglichkeit sich zu schützen!

Entweder akzeptieren, dass wir mit dem Virus leben müssen oder zu Hause einsperren, aber nicht die Grenzen schließen - weil zuerst die Staatsgrenzen, dann die Bundesländergrenzen, dann die Bezirksgrenzen usw.

Lepus52
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Wahrscheinlich muss Österreich handeln!

Die Situation in einigen Nachbarländer, wie Slowenien, Ungarn, Slowakei, Tschechien wird schön geredet. Warum haben wir zwar Binnenregeln, lassen aber unsere Genzen nahezu offen. Wenn man ins Ausland zum Essen oder Einkaufen fährt, hat das Virus freie Fahrt nach Österreich.

blackpanther
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Offenbar hat Kickl

diesen Ländern noch nichts von seiner Geheimwaffe, dem Wurmmittel, verraten. Oder sind das auch, wie Kickl in Österreich immer hetzt, nur Übertreibungen. Vielleicht fehlt denen auch nur eine verantwortungsbewusste Partei wie die M.F.G., die ja auch weis, wie die Pandemie zu bekämpfen ist, einfach nicht impfen und das Virus gibt auf…(satire off)

AIRAM123
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Hauptsache wir Ösis fahren

… hübsch dahin auf Urlaub … damit wir dann die Schulen wieder schließen können!

VH7F
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Hat nicht der kroatische Premier gesagt

50% impfquote sind genug?

RonaldMessics
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Komisch, vor nicht....

...allzulanger Zeit berichteten supergscheite Touristen bei der Rückkehr aus Kroatien, dass diese kaum kontrollieren und wenige Maßnahmen hatten.

Franzzz
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Impfmuffel

Die impfskeptische Mentalität der südosteuropäischen Staaten Slowenien, Kroatien Serbien, Rumänien und Bulgarien unbarmherzig zu, noch schlimmer als in Österreich. Länder wie Italien, Spanien und Portugal zeigen vor wie man die Pandemie bekämpft. Wir Österreicher sind eher auf der Seite der Zauderer des Westbalkans.

Dezger
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Kroatien! Und Slowenien wird vergessen?

Kroatien hat heute am 31.10. eine 7-Tages-Inzidenz von 612, Slowenien eine von 755!!!!
Und ich lese in der Kleinen Zeitung seit Wochen nichts von der Entwicklung in unserem Nachbarland. Schläft hier die ganze Redaktion oder wird das bewusst tot geschwiegen? Die slowenischen Medien verhalten sich schon sehr auffällig zurück. Was ist da los mit dem sogenannten Qualitätsjournalismus?

StefanZi
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Arbeitskräfte

Eine Schließung der Grenzen ist anscheinend wirtschaftlich nicht zu verkraften .

Bobby_01
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Richtig

Die Grenze zu slowenien müsste schon längst zu sein.