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DeutschlandVirus-Mutation: Lockdown bis Ostern und teilweise Impfpflicht?

Angela Merkel macht sich offenbar große Sorgen um eine Ausbreitung der britischen Corona-Mutation in Deutschland.

© (c) AP (Michael Sohn)
 

Die Angst vor einer Ausbreitung von mutierten Coronaviren treibt in Deutschland die Debatte über eine erneute Verschärfung des Lockdowns voran. "Deutschland steht vor acht bis zehn sehr harten Wochen", sagte Kanzlerin Angela Merkel nach Auskunft mehrerer Teilnehmer in der Arbeitsgruppe Sicherheit der Unions-Bundestagsfraktion am Dienstag. Die Entwicklung in Irland habe gezeigt, wie schnell sich die hochansteckende Virus-Variante ausbreiten könne.

Dort habe es innerhalb kurzer Zeit eine Verzehnfachung der Infektionszahlen gegeben. In Bund-Länder-Kreisen wird nach Informationen von Reuters deshalb überlegt, ob es nicht schon vor dem 25. Jänner ein neues Spitzengespräch über den Lockdown geben sollte. Baden-Württemberg Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sagte laut Medienberichten, dass man notfalls auch über schärfere Maßnahmen nachdenken müsse.

Die in Großbritannien zuerst festgestellte Virus-Variante gilt als sehr viel ansteckender und droht damit die Erfolge bei der Reduzierung der Neuinfektionen wieder zunichtezumachen. Zwar gibt es leichte Hoffnungszeichen: So ist die Zahl der Intensivpatienten nun seit dem 3. Jänner jeden Tag gesunken. Aber Merkel warnte vor einem Rückschlag durch die Mutationen. Wenn diese sich ausbreiteten, müsse man an längere Einschränkungen denken. "Wir müssen uns zusätzlich Sorgen machen aufgrund der Nachrichten aus Großbritannien und Irland über ein mutiertes, viel infektiöseres Virus", warnte auch Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD).

Lockdown bis Ostern?

Deutschlands Finanzminister Olaf Scholz will sich aber nicht festlegen, ob der Lockdown in Deutschland über Jänner hinaus verlängert werden könnte. "An dieser Stelle macht es keinen Sinn zu spekulieren", sagte der SPD-Politiker in einem Reuters-Interview beim Digitalforum "Reuters Next". Vergangene Woche hatte Kanzleramtsminister Helge Braun im Reuters-Interview eindringlich gewarnt, dass die Virus-Mutationen bei einer Ausbreitung das deutsche Gesundheitssystem sehr schnell an den Rand seiner Kapazitäten bringen könnte.

Das Robert-Koch-Institut meldete am Dienstag 12.802 neue Positiv-Tests. Weitere 891 Menschen starben, die positiv getestet wurden. Den Sieben-Tages-Inzidenzwert gab das RKI mit 164,5 an. Der Wert gibt an, wie viele Menschen sich rechnerisch pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen neu infizieren. Bund und die deutschen Bundesländer streben eine rasche Senkung auf den Wert 50 an.

Impfpflicht für Pflegepersonal?

Angesichts der hohen Zahlen stieß Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag eine Debatte über eine mögliche Impfpflicht für Pflegekräfte an - erntete aber umgehend Widerspruch. Arbeitsminister Heil (SPD), FDP-Generalsekretär Volker Wissing sowie der CDU-Kandidat für den Parteivorsitz, Friedrich Merz, wiesen den Vorstoß des CSU-Chefs zurück. "Wir sind gegen eine Impfpflicht", sagt auch die Vorsitzende des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBP), Christel Bienstein, zu Reuters. Die Gewerkschaft verdi und die Diakonie, die beide Pflegekräfte vertreten, forderten zum Impfen auf, sind aber ebenfalls gegen eine Impfpflicht. "Die Impfung gegen das Virus in den Pflegeeinrichtungen der Diakonie erfolgt ausschließlich freiwillig. Das gilt sowohl für die Bewohnerinnen und Bewohner als auch für die Mitarbeitenden", sagte Diakonie-Präsident Ulrich Lilie zu Reuters.

Dem widersprachen die Senioren-Union und Weltärztepräsident Frank-Ulrich Montgomery: "Wer Umgang mit vulnerablen Gruppen hat, muss immunisiert sein", sagte der Vorsitzende des Weltärztebundes der Funke-Mediengruppe.

Söder hatte sowohl im ZDF als auch der "Süddeutschen Zeitung" gefordert, dass man über eine Impfpflicht für Pflegekräfte nachdenken müsse, weil in der Berufsgruppe die Impfbereitschaft nicht hoch genug sei und man Heimbewohner schützen müsse. Er forderte in der "Süddeutschen Zeitung", dass Impfen "Bürgerpflicht" werden müsse und verlangte eine Stellungnahme des Ethikrates. Dieser teilte auf Anfrage mit, dass er nur auf Bitten von Deutschlands Bundesregierung oder Bundestag tätig werden könne. CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt forderte ein neues Bundestagsgremium, dass sich mit Impf-Themen beschäftigen solle.

Den deutschen Bundesländern steht unterdessen nun auch Impfstoff der US-Firma Moderna zur Verfügung, nachdem sie bisher nur das Mittel aus dem Hause Biontech/Pfizer hatten. "Die Debatte 'Es gibt zu wenig Impfstoff' wird sehr schnell von einer anderen abgelöst werden: 'Es gib zu wenige, die sich impfen lassen", sagte der CSU-Politiker Dobrindt. In den Tagen hatte es immer wieder Berichte gegeben, dass sich Pflegepersonal zu einem erheblichen Teil nicht impfen lassen wolle. Söder führte dies im ZDF auf Desinformation zurück und forderte eine verstärkte landesweite Werbekampagne fürs Impfen. Das deutsche Gesundheitsministerium hat bereits mit einer solchen Kampagne begonnen.


Corona: Wie verhalte ich mich richtig?

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dessogi
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Nicht immun nach Impfung (dem Medikament)

genaugenommen bin ich kein Gegner von impfen und könnte mir sogar manchmal teilweise eine Impfpflicht vorstellen (z.b. Ausbrüche der Masern der letzten Jahre in Schulen)...
ABER: eine Impfpflicht gibt nur dann einen Sinn, wenn der Impfstoff auch immunisiert und das geben aber weder die Hersteller zu, noch das Robert-Koch-Institut. Tatsächlich zeigen Studien, dass Geimpfte sehr wohl weiter andere infizieren können (es muss ja weiterhin Abstand gehalten und Maske getragen werden).
Nur ein "schwerer Verlauf" bei eigener Infektion lässt sich abwehren. Somit ist das genaugenommen kein Impfstoff sondern ein Medikament in Spritzen verabreicht.

Hazel15
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Nicht immun nach Impfung??

Sie sind ja ein ganz gescheiter!! Der Impfstoff bewirkt, das Sie immun gegen das Virus sind und dadurch das Virus nicht mehr tödlich ist. Er tötet aber nicht das Virus ab, deswegen sind Sie weiterhin ansteckend.! Nocheinmal der Impfstoff immunisiert Sie gegen das Virus.
Medikament oder Impfstoff – was ist eigentlich der Unterschied?
Der grundsätzliche Unterschied zwischen einem Impfstoff und einem Medikament ist der, dass ein Impfstoff für eine aktive Immunisierung des Körpers sorgt und ein Medikament eine passive Immunisierung hervorruft. Unwissen ist auch ein Wissen!!

dessogi
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Bin tatsächlich gescheiter!

Typisches Beispiel, dass man sich in Wahrheit selbst meint. Ihr Kommentar strotzt vor Unwissen, Desinformation und ich "glaube" und nicht zu wissen.

Leider hat da jemand weder die Informationen vom Hersteller noch die der FDA, der EMA oder WHO (empfiehlt das tragen von Masken weiterhin, da Infektion weiter möglich nach "Impfung") gelesen oder je gehört.

Für die sich WIRKLICH informieren wollen:
SWR (Süddeutscher Rundfunk) Teil der ARD:
www.swr.de/wissen/ansteckend-trotz-corona-impfung-forschung-100.html

dessogi
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Bin tatsächlich gescheiter!

Man sollte sich nicht selbst meinen, wenn man andere meint. Ihr Kommentar strotzt vor Unwissen, Desinformation und ich "glaube" statt zu wissen.
Anscheinend weder die Informationen vom Hersteller, der FDA, der EMA, noch der WHO (empfiehlt weiter Masken zu tragen nach Impfung) je gelesen oder ev. die Begriffe gar nicht gehört?

Für alle, die sich WIRKLICH informieren wollen:
Quelle: Der Kurier
https://kurier.at/wissen/wissenschaft/who-fordert-auch-nach-der-impfung-masken-tragen/401129595

Quelle: Süddeutscher Runfunk (SWR), Teil der der öffentlich-rechtlicihen ARD
https://www.swr.de/wissen/ansteckend-trotz-corona-impfung-forschung-100.html

bam313
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Hazel15,

du hast es noch immer nicht begriffen!
dessogi sagt genau das, was auch die Impfhersteller angeben.
Ich predige das schon seit 3 Monaten und es gibt noch immer Menschen, welche das einfach nicht kapieren können oder wollen.

Schwoazasteira92
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Nein zum Impfzwang

Wer glaubt denn diesen Panikmachern überhaupt nur noch ein einziges Wort?

weinsteirer
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In der geschichte fährt einiges neben dem gleis....

Man appeliert seinen bewegungsradius einzuschränken, so wenige leute wie möglich treffen.......und dann gibts die meisten infektionen bei menschen die völlig immobil sind, nämlich in alters und pflegeheimen! Die ganze ampelgeschichte war völlig nutzlos ja sogar komplett für die fische.....und dann bestellt man impfstoffe und nutzt die zwischenzeit nicht um sich eine optimale impfstrategie zurechtzulegen....... also wir weinbauern wissen wie wir uns auf die weinlese im herbst vorbereiten müssen und sind dann nicht völlig überrascht dass da zusätzliches personal etc. gebraucht wird!

UHBP
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@wein..

Das ist halt der Unterschied. Weinbauer wird man halt nicht durch ein Parteibuch und Freunderlwirtschaft.
Und noch ein zweiter großer Unterschied. Du musst für ein mögliches Fehl- bzw. Unvermögen selbst aufkommen. Bei der Regierung übernimmt das der Steuerzahler, wenn er es nicht mit dem Tod bezahlt hat.

bam313
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Habt ihr euch schon einmal ernsthafte Gedanken darüber gemacht,

warum sich nur 30% des Krankenhaus- und Pflegepersonals impfen lassen möchte?
Denkt bitte einmal darüber nach und wenn es euch eingefallen ist, gebt hier kurz Bescheid.
Danke für die Aufmerksamkeit ...

Anasindahamas
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70% sind es schon! Nicht nur 30.

Landespressedienst heute:
Ab 19. Jänner beginnen die Impfungen in den Covid-Stationen der Krankenhäuser, danach, wenn weiter ausreichend Impfstoff geliefert wird, erfolgt die Impfung der gesamten Belegschaft, die sich angemeldet hat. Die Impfbereitschaft dort ist mittlerweile auf 70 % angestiegen.

bam313
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OK - die Zahlen ändern sich ja auch täglich.

Meine Umfrage stammte vom 04.01. aus Berlin.
Ich kann mir gut vorstellen, dass es diesbezüglich auch große regionale Schwankungen gibt.

nussrebell
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Weil uns mit dem...

Impfstoff ein Chip eingepflanzt wird und von da an allen Russen und Chinesen wissen werden, was in unserem Leberkäs drinnen ist..?🤔

peter80
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@bam

Woher kommt den die Weißheit mit den 30% ? Wenn die Quelle Seriös ist dann denk ich mal drüber nach.

bam313
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Ich habe interpretiert.

Im Artikel steht "ein erheblicher Teil" und das sind für mich 2/3, also will sich nur 1/3 impfen lassen.
Außerdem habe ich die 30% schon einmal in einem anderen Artikel gelesen, weiß aber nun nicht mehr wo genau ...

Mein Graz
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@bam313

Du hast interpretiert....
Dann interpretier ich jetzt auch mal frisch drauf los.
Du weißt nicht viel und schreibst, was dir so in den Sinn kommt ohne Rücksicht auf Tatsachen.

Ist natürlich nur eine Interpretation dessen, was ich bisher von dir gelesen habe!

bam313
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Aschbacher

da nicht herum!

bam313
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Gefunden!

Ärztezeitung Berlin Ausgabe vom 04.01.2021:

Allerdings bestünden bei Teilen des Klinikpersonals derzeit noch Ängste und Bedenken vor der Impfung, räumt die Fachgesellschaft ein. In einer aktuellen Umfrage der DGIIN hätten sich nur 30 Prozent der Pflegekräfte für eine sofortige Teilnahme an einer Impfung ausgesprochen.

Heureka ...

X22
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und übert Nacht wurden aus 30, 50%

Allerdings bestünden bei Teilen des Klinikpersonals derzeit noch Ängste und Bedenken vor der Impfung, räumt die Fachgesellschaft ein. In einer aktuellen Umfrage der DGIIN hätten sich nur 50 Prozent der Pflegekräfte für eine sofortige Teilnahme an einer Impfung ausgesprochen.

„Wir wissen, dass viele Pflegekräfte unsicher sind, ob die neuen Impfstoffe ausreichend genug erprobt wurden und die neuen Technologien möglicherweise zu bisher nicht bekannten Nebenwirkungen im Langzeitverlauf führen könnten“, sagte deren Präsident Professor Christian Karagiannidis, leitender Oberarzt an der Lungenklinik Köln-Merheim.
Anfängliche Skepsis nicht ungewöhnlich

Diese Form der Skepsis sei bei neuen medizinischen Methoden nicht ungewöhnlich. „Genau hier müssen wir mit einer flächendeckenden Aufklärung und transparenten Informationen zu den Impfstoffen ansetzen“, bemerkte Professor Uwe Janssens, Generalsekretär der DGIIN und Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Internistische Intensivmedizin am St. Antonius-Hospital in Eschweiler.

Super123
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Deutschland

Es wird bei uns genau so wir werden nicht öffnen den Kurz und Co machen es Merkel nach anstatt Druck nach Brüssel zu machen um Impfstoff zu bekommen hilft er noch mehr von Brüssel abhängig zu werden H..hallo Eu in einger Zeit
Wenn wir weiter alles machen was ein möchte gern Diktator will gehen wir unter Ich will nicht in einem Gefängnis wohnen ich will Leben.

checker43
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Brüssel

stellt den Impfstoff nicht her. Da können Sie Druck machen, wie Sie wollen. Man wird mit den Produktionskapazitäten der Hersteller leben lernen müssen.

Super123
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Brüssel

beschaft und verteilt den Impstoff und Kurz sagte in einer Pressekonferenz es ist genug da , ich frag mich wo.

SANDOKAN13
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Noja

die können Sich die paar hundert Milliarden,die das kostet auch leisten.

romagnolo
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Aus der Sicht des Virus gibt es nur einen sinnvollen Weg:

solange mutieren, bis es möglichst ansteckend ist, aber gleichzeitig möglichst wenig Schaden bei den Infizierten anrichtet. Es scheint auf dem besten Weg dorthin zu sein. Die Hochrisikogruppen, welche auch durch jedes „Frühlingslüfterl“ dahingerafft würden, müssen so schnell, wie möglich geimpft werden. Damit wird auch die Entlastung des Gesundheitssystems schnell und nachhaltig passieren. Der Rest der Bevölkerung wird mit dem Virus, so wie auch bisher, sehr gut umgehen können. Panikreaktionen, wie ewige lockdowns bringen absolut nichts. Aber erklär das mal einem Politiker.

checker43
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Dem

Virus ist der Schaden egal, der will verbreitet werden. Also zuerst mal möglichst lange symptomlos sein, aber hochinfektiös. Die Risikogruppe beginnt bei gesunden 50-Jährigen. Und der Rest der Bevölkerung wird sich auch impfen lassen müssen, wenn Österreich wieder Gäste empfangen und die Österreicher selber wieder verreisen wollen.

BH1982
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Checker

Man ist nicht hochinfektiös, wenn symptomlos!!!! Du Ober-Checker kannst dir ja die ach so tolle Impfung eh reinjagen....

romagnolo
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Mit Schaden meine ich Letalität. Es ist sehr wohl im Interesse

des Virus wenig legal zu sein, nur dann es sich verbreiten

 
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