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CoronavirusLehrer gegen Test- und Impfverpflichtung

Von den Lehrern kommt Widerstand gegen die verpflichtenden Corona-Tests ab 8. Jänner. Paul Kimberger, oberster Lehrervertreter, plädiert für Testung der Schüler, schulautonomen Schichtbetrieb und mehr Schnelltests an den Schulen.

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CORONA: LEHRPERSONALTESTUNGEN IM BURGENLAND
© (c) APA/ROBERT JAEGER (ROBERT JAEGER)
 

Ab 8. Jänner müssen sich laut Ankündigung der Regierung alle körpernahen Berufsgruppen alle zwei Wochen auf eine Infektion mit Sars-CoV-2 testen lassen. Von den Lehrern kommt allerdings Widerstand gegen diese Regelung. "Ich sehe das sehr, sehr skeptisch", so der oberste Lehrervertreter Paul Kimberger (FCG) zur APA. Es brauche unbedingt mehr Testungen, er will aber auf Überzeugung setzen statt auf Zwang. Eine diskutierte Impfpflicht für Lehrer ist für ihn derzeit undenkbar.

Am Lehrer-Massentest hätten mehr als 70 Prozent freiwillig teilgenommen, betonte Kimberger das große Engagement der Pädagogen. In der Gesamtbevölkerung waren es nur knapp 23 Prozent. Dazu komme, dass eine Massentestung ohnehin nur zu einem sicheren Schulbetrieb beitragen könne, wenn auch Schüler getestet werden. "Sonst ist das wieder nur eine Einzelmaßnahme."

Stattdessen Schichtbetrieb

Neben Schülertestungen fordert Kimberger etwa mehr Schnelltests an den Schulen, um unmittelbar Verdachtsfälle abklären zu können. Zwar werden laut Bildungsministerium in allen Bundesländern außer Wien seit gut einer Woche an den Schulen Antigen-Schnelltests eingesetzt. "In der Praxis ist das aber noch nicht angekommen", sagt Kimberger.

Außerdem plädiert der Vorsitzende der ARGE Lehrer in der GÖD nach wie vor dafür, dass Schulen schulautonom auf Schichtbetrieb umstellen können. Eine Lösung brauche es auch endlich für die Frage der Schülertransporte: Es habe wenig Sinn, in den Schulen Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen einzuhalten, wenn die Kinder und Jugendlichen ihren Schulweg in völlig überfüllten Verkehrsmitteln zurücklegen müssen.

Regelungsbedarf sieht Kimberger auch noch beim Spezialthema der schwangeren Lehrerinnen: Hier wurde zwar zuletzt im Parlament beschlossen, dass Schwangere in Berufen mit Körpernähe künftig ab Beginn der 14. Schwangerschaftswoche bei voller Lohnfortzahlung freizustellen sind. "Da gibt es allerdings Stimmen, die sagen, das betrifft nicht alle schwangeren Lehrerinnen. Das ist aus meiner Sicht inakzeptabel."

Für eine Diskussion über eine Impfpflicht für Lehrer hat Kimberger derzeit keinerlei Verständnis. Es sei noch nicht einmal klar, ob die Impfung nur vor einer Erkrankung schützt, aber nicht davor, die Infektion weiterzugeben. "Und auch hier geht es für mich um Überzeugung und nicht um Zwang."


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Kommentare (15)
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wischi_waschi
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Lehrer

O mein Gott , es gibt noch gescheite Lehrer, ich lass mich sicher auch nicht impfen.
Der Impfstoff ist zur Zeit nur eine Testung, kann noch nicht ausgereift sein.
Nein , sicher nicht........

redniwo
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eigentlich wäre impfung nicht nötig

eigentlich wäre, vorbehaltlich rechtlicher machbarkeit, die pandemie praktisch auslöschbar. ein einziger wirklich konsequenter lockdown für die zeit der inkubation, wahrscheinlich 2 wochen. in der zeit des lockdown zwangstests für alle, incl kleinkinder und greise , 4 mal hintereinander in gleichen tagesintervallen, mit anschließender isolation bis nachweislicher ausheilung oder exitus. theoretisch schnellste lösing mit den wenigsten leidenden und todesopfern.

Mein Graz
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Mir erscheint dies die Ansicht von Paul Kimberger, oberster Lehrervertreter,, zu sein.

Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, dass die Mehrheit der Lehrer tatsächlich so denkt, denn Lehrer sind häufig Menschen, deren Sozialverhalten gut ausgeprägt ist.
Ich bin überzeugt, dass die Mehrheit der Lehrer sich nicht gegen eine Testverpflichtung sträuben würde, da sie sich vermutlich sowieso testen lassen.

Eine Impfverpflichtung hingegen kommt einer Impfpflicht sehr nahe - und ich bin gegen die Impfpflicht. Obwohl ich mich impfen lassen werde.

erstdenkendannsprechen
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da sich 70 prozent

eh testen lassen haben, werden wohl auch nicht viel weniger für eine testverpflichtung sein. bleiben noch immer viele, die nicht einsehen, warum sie gezwungen werden sollen.
ich bin auch gegen eine impfverpflichtung - in schlüsselposititionen würde ich sie trotzdem befürworten. eben wenn man andere gefährden könnte.

Mein Graz
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@erstdenkendannsprechen

Naja, jeder der mit dem Virus in Berührung kommt kann andere gefährden, der eine mehr, der andere weniger.
Wenn ich etwa in einem Großraumbüro mit 20 anderen sitze gefährde ich auch viele, wenn ich als Verkäufer in einem stark frequentierten Geschäft stehe ebenfalls, oder wenn ich täglich 2 x in überfüllten Öffis unterwegs bin.

Wo beginnt das - und wo hört es auf?

Noch einmal: ich bin gegen eine Impfpflicht. Sollte allerdings eine kommen, dann müsste sie wohl für alle gelten.

elloco1970
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Liebe Lehrer!!!

Impfung freiwillig aber Testen verpflichtend und bei Nichteinhaltung Kündigung durch den Arbeitgeber!!! Wo samma denn bitte!! Im Wunschkonzert!! Und dann vielleicht als posiitiver ohne Maske unterrichten??

PinkPanther
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Einer unter 25...

25 Menschen halten sich gemeinsam über längere Zeit in einem Raum auf und kommunizieren. Einer davon muss sich testen lassen. Bitte um Begründung, weshalb sich der Lehrer testen lassen muss, 25 mit ihm im Raum befindliche Schüler nicht...?
Glaubt man, dass nur de Lehrer spricht? Frontalunterricht is seit Jahrzehnten passé...

erstdenkendannsprechen
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oder auch 1 unter 37.

kommt auf den schultyp an.

Hanna33
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...sollte die Impflicht nicht kommen...

...wird es wieder einen Lockdown geben und danach wieder einen - unsere Wirtschaft geht dabei vor die Hunde und wird das nicht mehr lange aushalten, wir zerstören mit dieser Debatte unseren Wohlstand

rouge
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Eine breite Debatte

über die Impfung ist sicher notwendig. Aber gegen eine Testpflicht zu sein, die nichts kostet, nicht wehtut und bei der erwiesenermaßen keine Langzeitfolgen zu befürchten sind? Muß man das verstehen?
Also, ich möchte mich von so einer Beton-Gewerkschaft nicht vertreten lassen.

jg4186
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Impfpflicht

Die Lehrer sollten mit gutem Beispiel vorangehen und sich, so bald möglich, impfen lassen. Und wirklich alle, damit man sich nicht gegenseitig anstecken kann. Das sollte innere Verpflichtung sein für alle, die mit Kindern zu tun haben. Sonst müsste und sollte man sie verpflichten.

PinkPanther
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Und umgekehrt?

Und dass Schüler Lehrer anstecken... ist nicht von Bedeutung...? Virus ist keine Einbahnstraße

Mein Graz
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@jg4186

Wurden tatsächlich die Lehrer gefragt oder ist das eine Äußerung der Gewerkschaft? Nicht immer oder sogar eher selten vertritt gerade diese Gewerkschaft die Ansinnen der Lehrer!

Ich bin gegen eine Impfpflicht, obwohl ich mich selbst möglichst rasch impfen lassen werde. Jeder Mensch soll selbst entscheiden, was er seinem Körper zukommen lässt.

Und wenn es um die Ansteckungsmöglichkeiten geht dann müssten sich doch nicht nur Lehrer verpflichtend impfen lassen sonder alle, denn Ansteckung passiert nicht nur in der Schule.

PinkPanther
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Völlig richtig!

Lehrer und Schüler im selben Raum. Lehrer hat Testpflicht, Schüler nicht? In Gruppen von 20-30 Menschen muss sich einer testen lassen... der Lehrer. Klar, er gibt in der Pause die Maske herunter, steckt mit den Kollegen die Köpfe zusammen und reist mit ÖPNV an - was Schüler niiiiie machen würden :-)

carpe diem
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Nicht verwechseln, nicht Lehrer, sondern Lehrergewerkschaft.

Ich glaube nicht, dass Lehrer und Lehrerinnen gefragt wurden.