Die Schweiz verschärft angesichts der weiterhin bedrohlichen Corona-Situation ihre Maßnahmen. Die Zahl der erlaubten Kunden pro Geschäft wird ab 9. Dezember reduziert, kündigte die Regierung am Freitag an. Restaurants müssen in der ganzen Schweiz die Kontaktdaten eines Gastes pro Tisch verpflichtend erheben, so wie dies verschiedene Kantone bereits eingeführt hätten.

Sollten die Kantone ihrerseits keine weiteren Maßnahmen treffen, werde die Regierung diese am 11. Dezember von sich aus vorantreiben. Die epidemiologische Entwicklung bereite Sorgen, sagte Gesundheitsminister Alain Berset. "Wir sind beunruhigt über die fragile Situation und müssen handeln." Das Gesundheitssystem stehe unverändert unter Druck, das Personal sei am Limit.

Skifahren über Weihnachten erlaubt

Die Skigebiete in der Schweiz werden über die Weihnachtsferien aber offen bleiben, teilte die Regierung mit. Allerdings müssten Hygiene-Maßnahmen befolgt und die Kapazitäten in Zügen oder Kabinenbahnen begrenzt werden. So müssten Masken getragen und das Abstandsgebot auch beim Anstehen am Ski-Lift eingehalten werden.

In der EU gibt es unterschiedliche Regelungen zum Skifahren über Weihnachten und Neujahr. In Österreich wird Einzel-Outdoor-Sport ab 24. Dezember wieder möglich, Skifahren bleibt aber einheimischen Tagesgästen vorbehalten, da bis 10. Jänner eine zehntägige Quarantänepflicht für Einreisende aus Risikogebieten verhängt wurde.

Deutschland konnte sich mit dem Vorschlag, Skifahren bis Ende Jänner in der EU zu verbieten, nicht durchsetzen. Trotz Protesten der Liftbetreiber will Bayern als das Bundesland mit den größten Skigebieten in Deutschland Skifahren vorerst nicht zulassen. Mit der Verlängerung des Teil-Lockdowns dürfte dies bis mindestens zum 10. Jänner der Fall sein. Auch in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen bleiben die Skilifte vorerst geschlossen. Gleiches gilt für Frankreich.