Mit Satire-Videos "Ischgliich" soll Skifahrer in die Schweiz locken

Die "Deville Late Night" im Schweizer Rundfunk bringt eine wenig schmeichelhafte Hommage an den Tiroler Wintersportort Ischgl. Auch ein Grazer Kabarettist hat "Schifoan" für diesen Winter neu und bissig interpretiert.

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© SRF Deville
 

Die Satiresendung "Deville Late Night" im Schweizer Fernsehsender SRF 1 nimmt die eidgenössischen Corona-Regeln zu den Skigebieten Hops: "Wer braucht schon Ischgl? Kommen Sie in die Schweiz nach Ischgliich!", hört man im Intro des Beitrags. Wo Ischgliich sei? Ganz einfach, überall in den Schweizer Bergen. Der satirische Beitrag verspricht "Kuscheln in der Luftseilbahn, Gedränge am Skilift und 100 Corona-Tote täglich". Man könne in der Region noch Betten buchen, einzig die Intensivbetten wären leider schon ausverkauft.

Der Komiker und Punkmusiker Dominic Deville moderiert die Show, die mit dem Beitrag nun überspitzt an die Auswirkungen des Original-Ischgls zu Beginn der Gesundheitskrise erinnert. "Machen Sie Après-Ski und singen Sie mit uns zu Hits wie: Ein Kreuz, dass deinen Namen trägt", sagt die motivierte Erzählstimme im Beitrag. "Egal ob Beinbruch oder Corona. Skifahren endet ja eh im Spital."

Das lustige Video und der darin suggerierte Vorwurf eines "Schweizer Ischgls" sorgt aber nicht überall für Gelächter. In der ORF Sendung "Eco" sagt Markus Wolf, Chef eines Schweizer Skigebietes, er fände den Vergleich zu Ischgl vermessen: "Wir hatten noch keine Schutzkonzepte, wir kannten das Virus noch nicht, es gab noch Après-Ski in der alten Form - das sind alles Dinge, die heute nicht mehr vorgesehen sind."

"Schifoan war mei größtes Glück, wenn ich auch darnieder lieg..."

Auch der Grazer Musikkabarettist Michael Großschädl liefert einen satirischen Beitrag zum Thema "Schifoan 2020".
Er arbeitet zurzeit im Homeoffice an seinem zweiten Programm, das im Kabarett Niedermair (Wien) im Mai 2021 Premiere feiern soll.
Am Politstreit ums Skifahren kam er aber nicht vorbei. Zitat: "Es husten alle, es droht Triage, doch fürn Tourismus, da zählt nur die Marge ..."


Corona: Wie verhalte ich mich richtig?

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Die Nummer 1450 ist nur für Menschen mit Beschwerden! Es gilt: Zuerst immer telefonisch anfragen, niemals selbstständig mit einem Corona-Verdacht in Arztpraxis oder Krankenhaus gehen!

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Kommentare (1)
Peterkarl Moscher
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Lesenswert?

Wahrheit tut weh !

Schweizer, wie dumm kann man sein, bei Euch an der Tagesordnung ?