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Coronavirus weltweitLockdown in England: "Schnellere Verbreitung als im Worst-Case-Szenario angenommen"

Nach mehreren anderen Ländern in Europa hat der britische Premierminister Boris Johnson auch für England einen Teil-Lockdown angekündigt.

 Premierminister Boris Johnson
Premierminister Boris Johnson © (c) AFP (ALBERTO PEZZALI)
 

Ab kommenden Donnerstag sollen in England nur noch Schulen und Universitäten geöffnet bleiben, wie der britische Premierminister Boris Johnson am Samstag erklärte. Alle anderen Orte - etwa Kultureinrichtungen, Sportzentren, nicht-lebensnotwendige Geschäfte sowie Restaurants und Pubs - müssen bis zum 2. Dezember schließen.

"Es gibt keine Alternative"

"Das Virus breitet sich derzeit schneller aus, als es unsere wissenschaftlichen Berater in einem Worst-Case-Szenario angenommen haben", sagte Johnson. "Jetzt ist es Zeit zu handeln, denn es gibt keine Alternative." Die Maßnahmen seien notwendig, um Leben zu retten und den staatlichen Gesundheitsdienst NHS vor einer erneuten Überlastung zu schützen. Der Regierungschef schwor die Briten darauf ein, ihr Zuhause nur noch in dringenden Fällen zu verlassen - wie Arbeit, Sport, Einkäufe oder die Pflege Angehöriger.

Am Samstag meldete Großbritannien knapp 22.000 Neuinfektionen. Damit durchbrach das Land die Schwelle von einer Million bestätigten Coronavirus-Fällen seit Beginn der Pandemie. In den vergangenen zwei Wochen zählte das Vereinigte Königreich nach Angaben des European Centre for Disease Prevention and Control 451 Fälle pro 100.000 Einwohner.

Schottland, Wales und Nordirland machen ihre eigenen Regeln. Dort gelten bereits weitgehend deutlich schärfere, temporäre Corona-Maßnahmen als bisher in England.

Fast 100.000 Neuinfektionen in den USA

In den USA wurden indes 99.750 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden registriert. Insgesamt hätten sich damit 9,024 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt, wie die Seuchenbehörde CDC mitteilt. Die Zahl der Toten stieg um 1.009 auf 229.109. Die Zahlen der CDC können von den aus den einzelnen Bundesstaaten gemeldeten Fällen abweichen.

Neuer Höchstwert in Deutschland

In Deutschland erreichte die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen mit 19.059 Fällen binnen eines Tages einen neuen Höchstwert. Dies geht aus Angaben des Robert Koch-Instituts vom Samstag hervor. Der bisherige Rekordwert vom Vortag lag bei 18.681 Fällen. Am Samstag vor einer Woche hatten die Gesundheitsämter dem RKI 14.714 Neuinfektionen gemeldet.

In Belgien wurden erstmals mehr als 20.000 neue Infektionen mit dem Coronavirus innerhalb eines einzigen Tages registriert. Nach Angaben der nationalen Gesundheitsbehörde Sciensano vom Samstag wurden am vergangenen Dienstag insgesamt 21.448 Corona-Fälle gezählt. Für die folgenden Tage liegen noch keine konsolidierten Zahlen vor.

In Italien steigt die Zahl der Coronavirus-Infektionen weiter an. So wurden am Freitag 31.758 Neuansteckungen gemeldet. 297 Tote wurden registriert, am Vortag waren es noch 199. Die Zahl der verstorbenen Infizierten in Italien seit Beginn der Pandemie im Februar stieg somit auf 38.618. Innerhalb von 24 Stunden wurde eine Rekordzahl von 215.886 Tests durchgeführt. Die Zahl der bestätigten aktiven Fälle kletterte am Samstag auf 351.386, jene der in Spitälern behandelten Covid-19-Patienten erhöhte sich gegenüber dem Vortag von 16.994 auf 17.966, teilte das italienische Gesundheitsministerium mit.

Dänemark führt ein Warnsystem mit fünf Risikostufen zur Coronavirus-Lage im Land ein. Mit dem System sollen die Dänen besser vorhersehen können, welche Corona-Maßnahmen je nach Situation auf sie zukommen können, wie das dänische Gesundheitsministerium mitteilte. Einmal pro Woche soll demnach - ähnlich wie in Österreich - von einer Expertengruppe bewertet werden, wie groß das Corona-Risiko im Land und in den fünf dänischen Regionen ist.

Weltweit haben sich mehr als 45,54 Millionen Menschen mit dem Coronavirus angesteckt, wie eine Zählung von Reuters zeigt. 1.187.944 Menschen starben mit bzw. an Covid-19.


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