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CoronavirusTexas und Arizona bestellten Kühlwagen für Tote

Die Leichenhallen, Friedhöfe und Krematorien haben Mühe, die vielen verstorbenen Menschen zu lagern und zu bestatten.

© (c) AP (Delcia Lopez)
 

Angesichts steigender Corona-Todeszahlen haben mehrere US-Bundesstaaten Kühlwagen für Covid-19-Tote bestellt. In Texas und Arizona gaben die Behörden wegen drohenden Platzmangels in Leichenhallen und Krematorien Bestellungen auf, um sich auf das Schlimmste vorzubereiten.

Die in Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität meldete am Samstagabend (Ortszeit) mehr als 60.200 neue Corona-Fälle innerhalb von 24 Stunden. Derweil wurde landesweit weiter über die Maskenpflicht gestritten.

"Wir können sie nirgends unterbringen. Es klingt schrecklich, aber es ist wahr", sagte der Bürgermeister des texanischen San Antonio, Ron Nirenberg, vor einigen Tagen über die Todesopfer. Bisher starben in Texas mehr als 3.700 Menschen an Covid-19. Auch im Bundesstaat Arizona, der bisher 2.500 Todesfälle verzeichnete, bestellten die Behörden im Bezirk Maricopa 14 Kühlfahrzeuge mit einem Fassungsvermögen von rund 300 Opfern.

Erinnerungen an New York

Zu Beginn der Pandemie war bereits die damals besonders stark betroffene Stadt New York gezwungen gewesen, Kühlwagen einzusetzen, da die Leichenhallen, Friedhöfe und Krematorien Mühe hatten, die vielen verstorbenen Menschen zu lagern und zu bestatten.

Die USA sind das Land mit den weltweit meisten Todesfällen, 140.103 Menschen starben mit oder an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung. Erst am Freitag hatten die USA mit mehr als 77.600 Corona-Fällen einen neuen Höchststand bei den täglich festgestellten Neuinfektionen gemeldet. Die Gesamtzahl der Infektionsfälle seit Beginn der Pandemie beläuft sich inzwischen auf knapp 3,7 Millionen.

Ungeachtet der rasant steigenden Zahlen wurde weiter heftig über die Anordnung einer Maskenpflicht gestritten. Der republikanische Gouverneur des US-Bundesstaats Georgia reichte eine Klage gegen die demokratische Bürgermeisterin von Atlanta wegen einer von ihr angeordneten Maskenpflicht ein. Keisha Lance Bottoms sei nicht befugt, strengere Maßnahmen zu fordern als der Bundesstaat, der das Tragen von Masken nur empfohlen habe, hieß es in der Klage. Zudem dürfe sie die Stadt nicht eigenmächtig in eine Virus-Eindämmungsphase zurückversetzen.

Klagen gegen Lockdowns und Maskenpflicht

In Texas ordnete Gouverneur Greg Abbott angesichts des Anstiegs der Infektionszahlen eine landesweite Maskenpflicht an. Mehrere lokale Politiker der republikanischen Partei kritisierten die Maßnahme und warfen ihm laut Medienberichten unter anderem vor, gegen die Grundsätze der Gewaltenteilung sowie des freien Unternehmertums zu verstoßen. Zudem wollte der demokratische Bürgermeister von Houston, der größten Stadt in Texas, einen erneuten Lockdown ausrufen, der Schritt wurde jedoch von Gouverneur Abbott abgelehnt.

Experten gehen davon aus, dass die Vereinigten Staaten nie aus der ersten Infektionswelle herausgekommen sind. Seit einigen Wochen schnellen die Infektionszahlen in die Höhe. Betroffen sind vor allem Bundesstaaten im Süden und Westen der USA, die ein frühzeitiges Ende der Corona-Beschränkungen eingefordert hatten.


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JL55
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Diese Zahl an Toten ist natürlich

ein Drama. Um sie besser verstehen zu können: Wie verhält sich diese Anzahl an Verstorbenen zur langjährigen (= "erwartbaren") Statistik???

Wildberry
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JL55

Das gibt's ja nicht. Wie wäre es damit... einfach mal zu akzeptieren wie es ist!

JL55
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...es gibt den statistischen Begriff

der "Übersterblichkeit" und nur diesen Prozentsatz möchte ich erfahren... Und diese meine Frage hat nichts - und schon gar nichts - mit irgendeiner (Nicht) Akzeptanz zu tun!!!
Vielleicht üben Sie sich und weitere in diesem Forum mehr Toleranz zuzulassen, als vorschnell eine Schublade aufzustoßen...
Wie wär's damit?

Wendel1980
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Relationen...

...sind nicht ganz unwichtig. Texas hat etwa 28 Millionen Einwohner, jedes Jahr sterben dort rund 250.000 Menschen, am Tag also im Durchschnitt 750 Tote. Das sollte man immer wissen, deshalb wäre es auch gut, immer Tote/Million Einwohner zu veröffentlich, anstatt nur absolute Zahlen.

JL55
6
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...das ist ganz genau der Punkt!

Danke!