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Wegen der PandemieFlüchtlingszustrom auf griechische Inseln stark reduziert

Für den Rückgang der Migrantenzahlen machen Experten in griechischen Medien vor allem die Corona-Pandemie verantwortlich. Sie macht den Schleusern einen Strich durch die Rechnung.

© APA (AFP)
 

In Griechenland hat sich in den vergangenen Wochen aufgrund der Covid-19-Pandemie ein deutlicher Rückgang bei den Flüchtlingszuströmen abgezeichnet. Laut dem Ministerium für Migration und Asyl war dieser vor allem im April 2020 deutlich: Im Vergleich zum Vorjahr und auch zum Jänner 2020 reduzierte sich der Andrang um fast 98 Prozent. Im April 2019 erreichten noch 2.000 Menschen die Inseln.

Heuer schafften nicht einmal 40 Migranten die Überfahrt. Anfang Mai legte dann ein Schlauchboot mit 51 Migranten auf der Insel Lesbos an. Am vergangenen Wochenende kamen 19 Iraner und Afghanen per Boot aus der Türkei.

Schleuser scheitern

Für den Rückgang der Migrantenzahlen machen Experten in griechischen Medien vor allem die Corona-Pandemie verantwortlich. Sie macht den Schleusern einen Strich durch die Rechnung. Wegen der Ausgehverbote in der Türkei ist es ihnen derzeit kaum möglich, unentdeckt Migranten an die Küste zu bringen.

Die Zahl der noch anhängigen Asylanträge ging im April um 12,2 Prozent zurück. Aktuellen waren laut Ministerium noch 105.501 Entscheidungen über Asylanträge ausständig, verglichen mit 120.165 im März und 126.083 im Februar 2020.

Situation dramatisch

Die Situation auf den griechischen Inseln ist freilich nach wie vor dramatisch. Ende April waren über 34.500 Migranten in den Hotspots auf den griechischen Inseln registriert. Das waren weniger als Ende März (rund 36.400) oder Ende 2019 (38.400). Mehrere EU-Länder erklärten sich in den vergangenen Tagen bereit, unbegleitete Minderjährige aus griechischen Flüchtlingslagern aufzunehmen. Die türkis-grüne Bundesregierung schickte 60 Wohn- und Sanitärcontainer nach Griechenland. Für die Zeit nach der Lockerung der Coronamaßnahmen wird ein neuerliches, deutliches Ansteigen der Flüchtlingszahlen erwartet.


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