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Erneuter Schlagabtausch mit PresseCausa Desinfektionsmittel: Seit Trump-Äußerungen mehr Giftnotrufe

Nach den Äußerungen von Donald Trump über die mögliche Einnahme von Desinfektionsmitteln gegen das Coronavirus hat die Giftzentrale im US-Staat Illinois eine Zunahme an Notrufen verzeichnet. Corona-Pressekonferenzen seien den Aufwand nicht wert, so Trump.

Donald Trump
© AP
 

In den vergangenen zwei Tagen habe es im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen "signifikanten Anstieg" der Anrufe im Zusammenhang mit Reinigungsmitteln gegeben, sagte die Direktorin des Gesundheitsamtes, Ngozi Ezike, am Samstag (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz. Beispielsweise sei mit einer Mischung aus Bleichmittel und Mundwasser gegurgelt worden, "in einem Versuch, das Coronavirus zu töten".

Trump hatte Forscher am Donnerstag bei einer Pressekonferenz ermuntert, Möglichkeiten zu prüfen, Menschen im Kampf gegen das Virus direkt Desinfektionsmittel zu spritzen. Seine Äußerungen lösten Empörung aus. Einige Behörden sahen sich veranlasst, Bürger öffentlich zu warnen. Tags darauf stellte Trump seine Aussage als "Sarkasmus" dar. Er habe keineswegs die Bürger dazu aufrufen wollen, Desinfektionsmittel zu sich zu nehmen, sagte er am Freitag.

Hollywoodreife Reaktion

US-Schauspieler Brad Pitt hat sich in "Saturday Night Live" als Anthony Fauci an die Öffentlichkeit gewandt, um die Fehlinformationen, die Trump verbreitet hat, zu demaskieren. Sehen Sie selbst!

Angriff auf die Presse

Zudem stellte Trump seine regelmäßigen Pressekonferenzen in der Corona-Krise infrage. Was habe es für einen Zweck, Pressekonferenzen im Weißen Haus abzuhalten, wenn die Medien "nichts als feindselige Fragen stellen & sich dann weigern die Wahrheit oder Fakten genau zu berichten", schrieb Trump am Samstagabend (Ortszeit) auf Twitter.

"Sie haben Rekord-Einschaltquoten & das amerikanische Volk bekommt nichts als Fake News." Das sei den Aufwand nicht wert, klagte Trump. Ob sein Tweet bedeutet, dass er künftig keine Pressekonferenzen mehr zur Corona-Krise halten möchte, war unklar. Am Samstag gab es kein solches Briefing.

Trump hat seit Mitte März fast täglich Pressekonferenzen abgehalten, die teilweise länger als zwei Stunden dauerten. Journalisten konnten ihm dabei ausführlich Fragen stellen. Wegen verbaler Attacken auf einige Medienvertreter, umstrittener, teils falscher Aussagen und viel Eigenlob handelte sich Trump aber zunehmend Kritik für seine Auftritte ein.


Corona: Wie verhalte ich mich richtig?

Wenn Sie bei sich Erkältungssymptome bemerken, dann gilt zunächst: zu Hause bleiben und Kontakte zu Mitmenschen meiden! Tritt zusätzlich Fieber auf oder verschlechtert sich der Zustand, dann sollte das Gesundheitstelefon 1450 angerufen werden. Bei allgemeinen Fragen wählen Sie bitte die Infoline Coronavirus der AGES: 0800 555 621 .
Die Nummer 1450 ist nur für Menschen mit Beschwerden! Es gilt: Zuerst immer telefonisch anfragen, niemals selbstständig mit einem Corona-Verdacht in Arztpraxis oder Krankenhaus gehen!

Coronavirus-Infopoint

Kommentare (6)

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Hieronymus01
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Die wundern sich jetzt was alles möglich ist.

Da ist der Krug an uns zum Glück vorüber gegangen.

pescador
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Jetzt wird mir klar, weshalb Amerikaner Trump wählen.....

habro
1
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Frage

Man stellt sich öfters die Frage was in Amerika zuerst war;
Die Blödheit des Präsidenten oder die, der Bevölkerung die diesen Anführer gewählt hat?
Am Ende hat aber jedes Volk die Politiker die es verdient.

Horstreinhard
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Ein Land der Genies....

Trump ist keine Ausnahme, nur die Spitze....

harri156
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Jetzt muss er aufpassen!

Wenn er weiter so geniale Ratschläge macht, sterben ihm seine Wähler weg.....

Think_simple
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Lemminge

Die Frage ist: Wähler oder Lemminge?