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CoronakurveWieder mehr Tote, aber weniger Neuinfizierte in Italien

Italien verzeichnet 837 Todesopfer innerhalb von 24 Stunden. Insgesamt hatte das Land am Dienstag bereits 12.428 Opfer zu beklagen. Experten sehen dennoch Grund zum Optimismus.

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Ein Stadtbeauftragter in Schutzkleidung versprüht Desinfektionsmittel auf Mailands Piazza Duomo © APA/AFP/PIERO CRUCIATTI
 

In Italien ist am Dienstag erneut die Zahl der Coronavirus-Todesopfer gestiegen. Jene der Neuinfizierten blieb stabil, was Experten optimistisch stimmt. Die Zahl der Coronavirus-Toten innerhalb von 24 Stunden kletterte um 837 auf insgesamt 12.428 Opfer. Dieses Plus lag über dem Zuwachs der vergangenen drei Tage, teilte der Zivilschutz mit. Die Zahl der Infizierten in Italien stieg um 4.053 auf 77.635. Die Zahl der Patienten auf der Intensivstation überschritt erstmals die 4.000er-Schwelle und erreichte 4.023. 45.420 positiv getestete Patienten befanden sich in Heimisolierung (59 Prozent aller Infizierten), 15.729 Personen waren inzwischen genesen.

In der Lombardei, der innerhalb des Landes am stärksten betroffenen Region, wurden 381 zusätzliche Todesopfer gegenüber Montag verzeichnet, am Montag waren es 458 und am Sonntag 416. Insgesamt lag die Zahl der Coronavirus-Toten in der norditalienischen Region damit bei 7.199. Die Zahl der Neuinfizierten betrug 1.047 Personen und war den sechsten Tag infolge im Sinken begriffen. Insgesamt zählte man in der Lombardei 43.208 Infizierte. 1.324 Patienten befanden sich dort auf der Intensivstation.

Erstmals seit Beginn der Epidemie am 20. Februar sank die Zahl der Personen in intensivmedizinischer Betreuung. Am Montag waren es noch 1.330. Nach der Lombardei sind nach wie vor die Emilia Romagna und Venetien die am stärksten betroffenen Regionen. In der Emilia Romagna gab es seit Beginn der Epidemie 1.644 Todesopfer, in Venetien 477. In Kärntens Nachbarregion Friaul Julisch Venetien starben bisher 113 Personen, die Zahl der Infizierten stieg dort bis Dienstag auf 1.593.

Das Coronavirus trifft in Italien Männer stärker als Frauen. Laut den jüngsten Angaben der Gesundheitsbehörden sind lediglich 30 Prozent der 12.428 Todesopfer Frauen. Das Durchschnittsalter der Todesopfer liegt bei 79 Jahren. 52 Prozent der Todesopfer litten an drei oder mehr Krankheiten, vor allem Blutdruckhochdruck, Herzkrankheiten oder waren zuckerkrank. 25 Prozent litten an zwei Krankheiten. Lediglich zwei Prozent der Todesopfer hatten keine Krankheiten.

23 Todesopfer waren unter 40 Jahre alt, 15 von ihnen litten vor der Infizierung an schweren Krankheiten. Auch das medizinische Personal in Italien zahlt einen hohen Preis für seinen Einsatz im Kampf gegen die Pandemie. 66 Ärzte sind seit Beginn der Epidemie gestorben. Italien ist das europaweit am stärksten von der Coronavirus-Epidemie betroffene Land. Laut Italiens Oberstem Gesundheitsinstitut (ISS) stabilisiert sich die Epidemiekurve. Die Zahl der Neuinfizierten sei seit einigen Tagen stabil, was bezeuge, dass die Eindämmungsmaßnahmen greifen, berichteten die Experten am Dienstag. "Die Epidemiekurve zeigt uns, dass wir eine stabile Phase erreicht haben", sagte ISS-Präsident Silvio Brusaferro. Die Zeit sei jedoch noch nicht reif für eine Auflockerung des "Lockdowns".


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