Zum ersten Mal in diesem Herbst wurde am Freitag Hochwasser in Höhe von 1,1 Meter gemeldet. Die städtischen Behörden beschlossen daher die Aktivierung des Dammsystems MOSE, um die Lagunenstadt vor einer Flut zu schützen. Die 78 Barrieren an drei Wasserstraßen der Lagune wurden aufgestellt.

Die Flutschutztore sind an drei Einfahrten zum Hafen der Stadt im Meer errichtet worden. Das milliardenschwere Bauprojekt war heftig umstritten. In der Nacht auf den 13. November 2019 wurde Venedig von einer katastrophalen Flutwelle heimgesucht. Das Wasser - angetrieben durch den Schirokko-Wind - stieg damals auf 1,87 Meter über dem Meeresspiegel. Das war der höchste Stand seit einer verheerenden Überschwemmung im Jahr 1966, als 1,94 Meter erreicht wurden.