Am gestrigen Mittwoch absolvierte das erste vollelektrische Pendlerflugzeug "Alice" der Firma Eviation seinen Jungfernflug in den USA. "Heute beginnen wir die nächste Ära der Luftfahrt – wir haben den Himmel mit dem unvergesslichen Erstflug von 'Alice' erfolgreich elektrifiziert", zeigte sich der Hauptgeschäftsführer des Flugzeugherstellers, Gregory Davis, überschwänglich.

Unterstützung von NASA und AVL

Für den Testflug hob "Alice" von einem Flughafen im Zentrum Washingtons ab, stieg auf eine Höhe von 3.500 Fuß und landete nach einer Gesamtflugzeit von acht Minuten. Bis zum ersten längeren Passagierflug ist es noch ein weiter Weg.

Bei "Alice" handelt es sich um den Prototyp eines Passagierflugzeugs, das insgesamt rund 1.100 Kilogramm tragen kann, was neun Personen und ihrem Gepäck entspricht. Angetrieben wird es von zwei 634 kW starken MagniX-Triebwerken – das Unternehmen hat gerade 74 Millionen Dollar von der NASA erhalten, um mehr davon zu entwickeln – und einem leistungsstarken Batteriesystem von AVL. Die maximale Fluggeschwindigkeit beträgt etwa 481 Kilometer pro Stunde. Die Reichweite des Fliegers (463 Kilometer) reicht bis dato für Kurzflüge.

Auslieferung nicht vor 2027

"Der heutige Erstflug hat Eviation unschätzbare Daten geliefert, um das Flugzeug für die kommerzielle Produktion weiter zu optimieren. Wir werden die Flugdaten prüfen, um zu verstehen, wie die Leistung des Flugzeugs mit unseren Modellen übereinstimmt", sagte Gregory Davis, CEO und Präsident von Eviation, gegenüber TechCrunch.

Der vollelektrische Jungfernflug überzeugte auch bereits erste Firmen. So hat DHL bereits zwölf E-Frachtflugzeuge des Typs bestellt. Kundenlieferungen waren vom Hersteller zunächst bereits für 2024 angekündigt worden. Mittlerweile rechnet CEO Davis nicht vor 2027 mit einer Auslieferung.