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Flüchtlingscamp in Bangladesch Tausende Rohingya flohen aus brennendem Lager

Mindestens 20.000 Rohingya sind nach einem Brand in Flüchtlingslagern in Bangladesch aus ihren Behausungen geflohen.

Die Menschen flüchten vor dem Feuer © KK
 

In Bangladesch ist in einem Lager mit Hunderttausenden Rohingya-Flüchtlingen ein Großbrand ausgebrochen. Das Feuer sei am Montagnachmittag ausgebrochen und sei erst in der Nacht zum Dienstag (Ortszeit) gelöscht worden, sagte der Chef der für Flüchtlinge zuständigen Behörde der Deutschen Presse-Agentur. In dem betroffenen Gebiet hätten mindestens 150.000 Menschen in Hütten gelebt. Nach einer ersten Schätzung seien mindestens 9500 Unterkünfte zerstört worden.

Feuerwehr, Polizei und Armee seien an Ort und Stelle. Bilder und Videos auf sozialen Netzwerken zeigten viel schwarzen Rauch über dem Hüttenmeer.

Entgegen ersten Berichten habe es keine Todesopfer gegeben, sagte Mohammad Shamsud Douza, stellvertretender Leiter der für Flüchtlinge zuständigen Behörde. Zuvor hatte es aus verschiedenen Quellen geheißen, mindestens 30 Menschen seien in den Flammen umgekommen.

Brandursache unklar

Die Brandursache war weiter unklar. Augenzeugen berichtete, dass die Flammen von einem Lager auf das nächste übersprangen. Nach einem Bericht des Flüchtlingshilfswerks UNHCR zerstörten die Flammen neben den Unterkünften auch medizinische Zentren und Versorgungspunkte.

Hunderttausende Angehörige der muslimischen Minderheit aus dem mehrheitlich buddhistischen Myanmar waren 2017 von dort vor Militärgewalt in das muslimische Nachbarland Bangladesch geflüchtet. Seither leben sie im Camp nahe dem Ort Cox's Bazar.

Viele Rohingya verloren in Myanmar durch ein 1983 erlassenes Gesetz die Staatsbürgerschaft. Das Militär von Myanmar steht wegen der Verfolgung international in der Kritik. Etliche Rohingya wollen in ihre Heimat zurückkehren.

Sonne International betreibt als einzige Österreichische Hilfsorganisation eine Krankenstation im Camp und versorgt Bewohner mit Lebensmittel und medizinischen Gütern.

Die Menschen bringen sich in Sicherheit Foto © KK

 

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