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Unheilbar krankAuf Facebook soll das Sterben von Alain Cocq live zu sehen sein

Weil aktive Sterbehilfe in Frankreich verboten ist, will der unheilbar kranke und seit Jahrzehnten leidende Franzose Alain Cocq seinen langsamen Tod live auf Facebook "präsentieren".

Alain Cocq protestiert gegen das Verbot der Sterbehilfe
Alain Cocq protestiert gegen das Verbot der Sterbehilfe © AFP
 

Der 57-jährige Franzose Alain Cocq leidet seit mehr als 30 Jahren an einer seltenen und unheilbaren Krankheit, die seine Arterienwände verkleben, was zu massiven Durchblutungsstörungen sorgt. Aus diesem Grund muss er künstlich ernährt werden. Wovon der 57-Jährige nun genug zu haben scheint: "Ich werde wie eine Gans gestopft, und das nur, um den ganzen Tag lang eine Decke anzustarren." Denn sein Bett kann der arme Mann schon seit längerer Zeit nicht mehr verlassen.

Auch ein Brief an den französischen Präsidenten Emmanuel Macron mit der Bitte um Sterbehilfe brachte nicht das gewünschte Ergebnis. Macron lehnte diese mit der Begründung ab, dass er als Präsident nicht über den Gesetzen stehe und deshalb nicht in der Lage ist, seiner Bitte nachzukommen.

Aus Protest gegen das Verbot der Sterbehilfe setzt Cocq deshalb jetzt einen radikalen Schritt: Ab Freitagabend will er Essen, Trinken sowie lebenserhaltende Maßnahmen verweigern. Mehr noch: Er will seinen Tod sogar live auf Facebook übertragen, um seine Qualen zu verdeutlichen, denen er seit über 30 Jahren ausgesetzt ist.

 

Kommentare (7)

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Kommunikation
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Wo ist denn der Link

zur FB-Seite

GordonKelz
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Was erwarten sich die Leute.....?

Da wird niemand vor Schmerzen schreien und sich Aufbäumen sondern es wird ein friedliches hinübergleiten in eine schmerzlose Welt, so wie es vor der Geburt war, als alles begann. Kann ja niemand sagen, das er sich erinnert wie er entstand. Vergessen Sie alle Greuel und Märchen von Kirche und Heil und Hellsehern, Schamanen und anderen obskuren Leuten,.die damit Geld machen wollen .Der Tod ist unspektakulär...da ist eine Geburt eines neuen Erdenbürgers wohl aufregender !
In 100 Jahren wird man wohl den Kopf schütteln, wie die Menschen im 21.Jahrhundert noch Sterben mussten, weil die eigene Spezies nicht im Stande war, dass zu ändern. Es ist nicht zu fassen!
Gordon Kelz

Lilithwashere
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Alain Cocq

hat live auf FB seine "Süßigkeiten" eingenommen. RIP <3

Lilithwashere
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Alain Cocq auf FB v. 1.9.

"Ich möchte ein paar Details zum Ablauf des Lebens machen
Falls ich eine positive Antwort auf meine Anfrage bekomme, dann am Samstag, den 5 September am Nachmittag, nehme ich mein Süßigkeiten live, wie ich es nenne, und schlafe ein, der mir dauerhafte Erleichterung bringt von all meinen Schmerzen, die 10 bis 30 Sekunden nach meinem Tod folgen werden.
Im Falle einer Ablehnung, die die höchstwahrscheinliche Antwort sein wird, werde ich am Freitag, den 4 September im Bett jede Ernährung stoppen, jede behandelte Feuchtigkeit außer Morphium und Pflege.
Ab Freitag, den 4 September Mittag gehen alle Mitteilungen über Frau Sophie Medjeberg
und wenn diese nicht über die Mitglieder des Büros oder von vom Büro des Vereins Handi benannten Mitgliedern erreichbar ist, aber nicht nur.
Wissen sie, dass ich eure Post aufmerksam lese und eure Worte Unterstützung mir warm im Herzen schmilzt, aber leider kann ich Ihnen wegen meiner großen Schwierigkeiten, einen Text einzugeben, leider nicht antworten."

GordonKelz
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Was für Antwort des Präsidenten...

..die Gesetze endlich zu ändern, ist wohl keine Option. Vieh wird erlöst, der Mensch soll elendiglich krepieren. Tolle Gesetze!
Gordon Kelz

Mezgolits
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Vielen Dank - Tolle Gesetze - ich meine: Unrecht-Gesetze:

Weil aktive Sterbehilfe in Frankreich verboten ist, ... = die gesetzlich
gewünschte Sterbehilfe-Vermischung = beide sind aktive Sterbehilfen:
1. Die unzulässige Sterbehilfe = Mensch tötet sterbewilligen Mensch =
StGB § 77 = die unzulässige Übertragung seiner Verfügungsgewalt:
Strafandrohung zu Recht: Sechs Monate bis zu fünf Jahre Haft.
2. Die NICHT bestrafbare Sterbehilfe = wahlberechtigter Mensch - hilft
wahlberechtigten Mensch - sich SELBST zu erlösen = keine Verleitung
+ keine Nötigung + keine Übertragung - aber bei StGB § 78 - ebenfalls
die gleiche Strafandrohung von sechs Monaten bis zu fünf Jahre Haft.

Mezgolits
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Macron lehnte diese mit der Begründung ab, dass er als Präsident

nicht über den Gesetzen stehe und deshalb nicht in der Lage ist, seiner
Bitte nachzukommen. - Vielen Dank - und meine eindeutige Klarstellung:
Weil - WELTWEIT - kein Präsident - über den UNO-Menschenrechten steht,
ist auch der französische Präsident - absolut NICHT - in der Lage - die ein-
deutig bestätigte: Selbst-Erlösungs-Hilfe von wahlberechtigten Personen,
an wahlberechtigte Personen: Gesetzlich zu verhindern = alle derzeitigen,
weltweiten, gesetzlichen Selbst-Erlösungs-Hilfe-Strafandrohungen sind 3-
fach menschenrechtswidrig = keine Verleitung zur Selbst-Erlösung + keine
Nötigung zur Selbst-Erlösungs-Hilfe + keine Übertragung der Verfügungs-
gewalt = es gibt NICHTS zu bestrafen. Erfinder + Erstantragsteller St. M.