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Ausblick für 2020 düsterHunger in der Welt nimmt weiter zu

Die Zahl der Menschen, die unter Hunger und Unterernährung leiden, nimmt weiter zu. "Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass fast 690 Millionen Menschen oder 8,9 Prozent der Weltbevölkerung hungrig sind", teilten mehrere UN-Organisationen am Montag in ihrem jährlichen Bericht zur Ernährungslage mit. Das entspricht zum Vorjahr einem Anstieg um zehn Millionen chronisch Unterernährten.

© APA (Archiv/AFP)
 

Der Bericht wurde unter anderem vom Kinderhilfswerk Unicef, der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Organisation für Nahrung und Landwirtschaft (FAO) erstellt. Demnach waren 2019 schätzungsweise zwei Milliarden Menschen - ein Viertel der Weltbevölkerung - von "mäßiger oder schwerer Ernährungsunsicherheit" betroffen. Die Zahlen sind seit 2014 leicht steigend.

Das UN-Ziel, dass bis 2030 niemand mehr chronisch unterernährt ist, werde voraussichtlich verfehlt, warnten die Experten. "Wenn sich die jüngsten Trends fortsetzen, wird die Zahl der vom Hunger betroffenen Menschen bis 2030 auf über 840 Millionen ansteigen."

Besonders betroffen sind dem Bericht zufolge Kinder. Demnach waren 2019 gut 21 Prozent der Kinder unter fünf Jahren ernährungsbedingt unterentwickelt, 6,9 Prozent waren ernsthaft geschwächt. Zugleich waren 5,6 Prozent der unter Fünfjährigen übergewichtig, und die Fettleibigkeit bei Erwachsenen nimmt in allen Regionen der Welt zu.

Problematisch ist dem Bericht nach vor allem die Bezahlbarkeit einer gesunden Ernährung: "Gesunde Ernährung ist für viele Menschen, insbesondere für die Armen, in allen Regionen der Welt unerschwinglich." Schätzungen zufolge kostet eine gesunde Ernährung im Durchschnitt fünf Mal so viel wie eine Ernährung, die nur den Energiebedarf durch Grundnahrungsmittel deckt.

Der Ausblick für 2020 ist neben der Corona-Pandemie auch wegen beispiellosen Heuschreckenplagen in Ostafrika düster. Vorläufigen Schätzungen zufolge wird die Pandemie und die darauffolgende Krise im Jahr 2020 die Zahl der Hungernden "je nach Szenario des Wirtschaftswachstums um zwischen 83 und 132 Millionen Menschen" vergrößern.

Kommentare (2)

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fwf
0
4
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Ungebremstes Bevölkerungswachstum

Statt die Hungernden mit insuffizienten, aber teuren Aktionen zu stützen, kann die einzige zielführende Methode nur sein, den exponentiellen Bevölkerungszuwachs wirksam zu bekämpfen. Das werden auch Religionsgemeinschaften und Gutmenschen irgendwann einsehen müssen. Denn die Erde wird auf lange Sicht stärker sein und sich vom der Krebsgeschwulst Mensch befreien. Das wird nicht ohne viel Leid unter den Menschen passieren. Kleiner Vorgeschmack: Corona-Pandemie !

walterkaernten
1
9
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weltbevölkerung und hunger

Immer wieder die forderung an:

UNO
ALLE RELIGIONEN
HOHE STAATSBEAMTE
POLITIKER
NGOs

Macht ALLE menschen weltweit darauf aufmerksam, dass eine NOCH freiwillige geburtenkontrolle eine chance wäre.

Ein bis 2 Kinder je familie und das über einige generationen.
Eine Überalterung mit all den problemen ist sicher leichter zu bewerkstelligen als die überbevölkerung mit KRIEG, HUNGER, NOT und LEID.
Denn die MUTTER ERDE kann auf keinen fall 9 milliarden menschen nach westlichem niveau ernähren