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Kokosskandal in ThailandAffen sollen Nüsse für den Export pflücken

Affen werden laut Tierschutzorganisation Peta misshandelt und zur Ernte gezwungen. Vor Ort wehrt man sich und spricht von Tradition.

© PETA
 

Tierschützer attackieren die Kokosindustrie wegen angeblicher Ausbeutung von Affen bei der Nussernte. Supermärkte in mehreren Ländern und der Exporteur Thailand reagieren bereits auf die Vorwürfe. In dem südostasiatischen Staat - einer der größten Produzenten von Kokosmilch - kritisierte die Tierrechtsorganisation Peta den Einsatz von Affen, die zumindest einige der Nüsse pflücken sollen.

Die Regierung in Bangkok kündigte an, dass Kokosprodukte künftig mit einem Code nachverfolgbar sein sollen, damit klar ist, ob die Nüsse aus einer affenfreien Farm stammen. Vorausgegangen war eine kürzlich veröffentlichte Untersuchung von Peta. Aktivisten hatten demnach unter anderem acht Kokosfarmen mit Affen in Thailand besucht, deren Mitarbeiter ihnen gesagt hätten, dass sie zwei große inländische Hersteller belieferten. Diese würden ihre Kokosprodukte unter den Namen Aroy-D und Chaokoh vertreiben. Peta-Angehörige besuchten zudem Affen-Trainingszentren, wo die Tiere missbraucht worden seien.

Produkte aus dem Sortiment genommen

Mehrere Supermärkte in Großbritannien, den Niederlanden und den USA sollen bereits entsprechende Produkte aus den Regalen genommen haben, wie Medien und Peta berichteten. Die thailändische Firma Theppaddungporn Coconut, die ihre Produkte unter der von Peta kritisierten Marke Chaokoh vertreibt, wies den Vorwurf von Tierschutzverstößen ebenfalls zurück.

Thailands Handelsminister Jurin Laksanawisit sagte, dass Affenarbeit in der Branche sehr selten sei. Er rief Diplomaten, Importeure und Tierschützer auf, sich die Kokosfarmen genauer anzuschauen.

Spricht man mit Affentrainern, zeigt sich zumindest teilweise ein anderes Bild. Der 64-jährige Trainer Somchai Duangmunta vom Affentrainingscenter Ban Loong Nan im Süden Thailands etwa sagte, dass Affen auch in der industriellen Kokosnuss-Produktion der Region verbreitet seien: "Wir hängen ziemlich von den Affen ab, weil die Kokosbäume hier sehr hoch sind. Es ist schwer, die Nüsse mit einer Sichel herunterzuholen." Die Menschen lebten hier schon seit Generationen mit Affen zusammen.

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Morioka
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Peta gibt es auch noch?

Das letzte Mal haben sie protestiert und sich aufgeregt, weil in einem Computerspiel Wale gefangen und getötet werden können. Ach, und Tierschutz in Videospielen ist ihnen auch besonders wichtig, Schützt die Pixel!

Man müsste eher die Tiere vor Peta Mitgliedern schützen; Schafschur? Ein no-go, dass es für die Tiere ungesund ist, sie nicht zu scheren, interessiert sie nicht. Sogar Wolle zu tragen ist unethisch und gehört das tragen ihnen Zufolge verboten.

Meine Vermutung ist daher, dass sich deren 'Ruf' als Voll*****r noch nicht nach Thailand durchgesprochen hat, weshalb man sie da noch Ernst nimmt, ihre Anliegen anhört und handelt ... (Wo es vermutlich wenig zu handeln gibt.) Die werden es auch noch merken, denn - wenn Peta erst losgelegt, gibt es kein halten mehr. Dann dürfen sie auch keine Fische mehr fangen, sich von Grashalmen ernähren, und bloss darauf Acht geben, eventuell Vorhandene Regenwürmer nicht falsche anzuschauen ... Wäre Tierschutzverletzung oberster Güte ...!

Morioka
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Peta gibt es auch noch?

Das letzte Mal haben sie protestiert und sich aufgeregt, weil in einem Computerspiel Wale gefangen und getötet werden können. Ach, und Tierschutz in Videospielen ist ihnen auch besonders wichtig, Schützt die Pixel!

Man müsste eher die Tiere vor Peta Mitgliedern schützen; Schafschur? Ein no-go, dass es für die Tiere ungesund ist, sie nicht zu scheren, interessiert sie nicht. Sogar Wolle zu tragen ist unethisch und gehört ihnen Zufolge verboten.

Meine Vermutung ist daher, dass sich deren 'Ruf' als Vollkoffer noch nicht nach Thailand durchgesprochen hat, weshalb man sie da noch Ernst nimmt, ihre Anliegen anhört und handelt ... (Wo es vermutlich wenig zu handeln gibt.) Die werden es auch noch merken, denn - wenn Peta erst losgelegt, gibt es kein halten mehr. Dann dürfen sie auch keine Fische mehr fangen, sich von Grashalmen ernähren, und bloss darauf Acht geben, eventuell Vorhandene Regenwürmer nicht falsche anzuschauen ... Wäre Tierschutzverletzung oberster Güte ...!

wirklichnicht
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Es wird Zeit für den ersten Affenkollektivvertrag

Angebot der Arbeitgeber: Maximal 10 Stunden Arbeit pro Tag bei 20 Bananen Bezahlung. Nach 3 Stunden Arbeit steht ihnen eine kurze Raucherpause zu.
Die Kollektivvertragsverhandlungen ziehen sich aber, weil die Forderungen der Arbeitnehmer einfach nicht verstanden werden.

Mezgolits
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Affen-Arbeitseinsätze

Vielen Dank - und mit meinen Empfehlungen = für die überfälligen
Umstellungen auf Elektro-Fiaker = statt Pferde-Arbeitseinsätze.
Stefan Mezgolits, staatmitfinanzierter Erfinder.

Alfa166
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Seit neuestem kein selbst finanzierte Erfinder mehr?

?

Mezgolits
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Vielen Dank - weil ich 4.000 EUR = 20 % MWST von

20.000 EUR Patent-Gesamtkosten bezahlt habe. E. M.

wollanig
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Tja, dann missbrauchen wir

Rinder, Schweine, Pferde, usw. noch viel mehr.
Die haben sicher viel Freude daran, in Ställen zu hausen, zu Schnitzel oder Wurst verarbeitet und zumindest zugeritten oder als Zugtier verwendet zu werden.

lissilein
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jo

muss grad an Kickl und seine Pferdlan denken..

Horstreinhard
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Was bitte spricht dagegen, Tiere als Hilfen einzusetzen?

Und was heißt missbraucht?
Werden die Tiere gequält?
Das muss PETA schon genauer spezifizieren, warum Affen nicht zur Ernte eingesetzt werden sollen.

checker43
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Affen

sind Wildtiere, oder? Oder wollens den Zirkusbären auch wieder einführen?

lissilein
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Hunde und Katzen auch!

Es gibt ja Anlagen, die sich sehr gut um die Affen kümmern und Waisen-Äffchen, die sonst in der Wildnis nicht überleben, einen sicheren Platz geben. Dann gibt es natürlich auch andere Plantagen, die Affen quälen. Hier muss man genau hinschaun und sollte nicht pauschal verurteilen.