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Proteste im Hyde Park"Das Leben von Schwarzen zählt"

Rassismus ist laut einigen Demonstranten auch in Großbritannien noch immer Problem.

© AP
 

In London haben sich Tausende Menschen versammelt, um nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd in den USA gegen Rassismus zu protestieren. Die Demonstranten riefen "Das Leben von Schwarzen zählt" und "Keine Gerechtigkeit, kein Frieden", als sie am Mittwoch im Hyde Park ihrer Wut Raum gaben. Viele der Teilnehmer trugen Schutzmasken und waren in Rot gekleidet.

Einige hielten Plakate in die Höhe mit Aufschriften wie "Großbritannien ist nicht unschuldig: weniger rassistisch ist immer noch rassistisch" oder "Wenn Du nicht wütend bist, schaust Du einfach nicht hin". Manche der Demonstranten beschimpften US-Präsident Donald Trump und den britischen Premierminister Boris Johnson in Sprechgesängen. Floyd war am 25. Mai in Minneapolis gestorben, nachdem ein Polizist minutenlang auf seinem Hals gekniet hatte.

"Das hat sich über Jahre aufgebaut, über Jahre und Jahre und Jahre der weißen Vorherrschaft", sagte die 30-jährige Projektmanagerin Karen Koromah. "Wir sind mit unseren Freunden hergekommen, um Alarm zu schlagen, Krach zu machen und Strukturen der weißen Vorherrschaft zu zerstören." Wenn in Großbritannien nichts geschehe, werde es dort ähnliche Probleme wie in den USA geben. "Ich will nicht in Tränen ausbrechen", sagte sie über die Bilder aus den USA. "Es bringt mein Blut zum Kochen."

Johnson zeigte Verständnis für friedliche Proteste

"Natürlich zählt das Leben von Schwarzen, und ich verstehe völlig die Wut, die Trauer, die nicht nur in Amerika empfunden wird, sondern in aller Welt und besonders auch in unserem Land."

Im Hyde Park warnten viele, Rassismus sei auch in Großbritannien noch immer ein Problem. "Meine Mutter hat gegen die Apartheid protestiert, das war vor 30, 40 Jahren", sagte der 21-jährige Student Roz Jones aus London. "Es ist ziemlich enttäuschend, dass wir heute hierherkommen mussten, um gegen die gleiche Sache zu demonstrieren wie sie damals vor so vielen Jahren." Jones war als kleines Kind mit seiner Mutter aus Südafrika nach Großbritannien gezogen.

Die Kundgebung im Hyde Park ist der zweitgrößte Protest in Großbritannien seit sich am Sonntag zahlreiche Menschen auf dem Trafalgar Square versammelten, um zur US-Botschaft zu marschieren.

Kommentare (1)

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berndhoedl
0
2
Lesenswert?

George Floyd....

Also ich persönlich möchte unter gar keinen Umständen diesen tragischen Vorfall herunter spielen und persönlich bin ich der Meinung, dass jede Gewaltanwendung - ganz besonders mit Todesfolge - unnötig und vermeidbar ist.

Dennoch sollte man auch bedenken - und leider wird dies in den österreichischen Medien nicht berichtet - dass George Floyd ein in dieser Stadt bekannter Gewaltverbrecher ist. Als Mitglied einer Gangsta Rapper Combo „screwed up floyd“ war seine letzter Gefängnisaufenthalt angeblich aufgrund eines bewaffneten Raubüberfalls 5 Jahre. Davor wurde er verurteilt weil er von einer Frau mit einer Pistole angesetzt vor ihrem Bauch Geld und Wertgegenstände forderte. Das heißt - wie ich es bereits hier schon erwähnte - gilt für diesen netten Zeitgenossen das 3 strike law.
Die involvierten Beamten kannten recht gut Floyd.

Diese Info wird in den USA Medien berichtet, jedoch hierzulande wird das entweder verschwiegen oder eben auch nicht publiziert weils eben nicht dem Mainstream entspricht.

Die Story rund um Floyd lässt sich natürlich auch im Internet recherchieren.
Um Missverständnisse zu vermeiden - ich heiße diesen Vorfall keinesfalls gut - wie gesagt - Gewalt verabscheue ich - jedoch möchte ich nicht in einer Situation sein, als Polizist einen bekannten US Gewaltverbrecher festzunehmen von dem ich sicher keine Kooperation erwarten kann.