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220 Personen reisen einErste ukrainische Erntehelfer am Freitag in Linz erwartet

220 ukrainische Saisonarbeiter sollen nach Angaben der Landwirtschaftskammer (LK) am Freitag mit einem Charterflug aus Kiew nach Linz gebracht werden und ab den nächsten Tagen vor allem im Eferdinger Becken zum Einsatz kommen.

Helfer sollen auch bei der Erdbeer-Ernte eingesetzt werden. © (c) Henry Czauderna - stock.adobe.com (Henry Czauderna, info@rennsteig.)
 

Weitere Ukrainer könnten folgen: Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) hatte vergangene Woche mit einem ukrainischen Gegenüber von 800 Erntehelfern gesprochen.

"Voraussichtlich wird morgen in Linz der erste Flieger aus der Ukraine landen", erklärte Eva-Maria Gantar von der Abteilung Gemüsebau der Landwirtschaftskammer Österreich am Donnerstagnachmittag gegenüber der APA.

Konkret sollen die 220 Ukrainer, die bei der Einreise auf Covid-19 getestet werden sollen, bei der Gemüse- und vor allem auch der Erdbeerernte im oberösterreichischen Hauptanbaugebiet Eferdinger Becken tätig werden. "Der Hauptfokus liegt auf Schlüsselarbeitskräften: Es geht um jene Arbeitskräfte, die in den Betrieben etwa dafür Sorge tragen, dass Sicherheitsstandards eingehalten und Fachkenntnisse umgesetzt werden", sagte Gantar. Die Anzahl der Saisonarbeiter aus der Ukraine machte in den arbeitsintensiven Kulturen zahlenmäßig nur einen kleinen Teil aus, betonte sie.

Wann und ob weitere Arbeitskräfte aus der Ukraine nach Österreich kommen werden, konnte die Vertreterin der Landwirtschaftskammer Österreich nicht sagen. Nach der Erdbeerernte, die in Oberösterreich startete und die gut ins Laufen kommen müsse, werde man weitersehen, erklärte sie.

In einem Telefonat mit dem ukrainischen Vizepremierminister Wadym Prystajko hatte sich Außenminister Schallenberg vergangene Woche um 800 Erntehelfer aus der Ukraine bemüht. In den letzten Tagen engagierte sich zudem die österreichische Botschaft in Kiew intensiv für die geplante Ausreise der infrage kommenden Ukrainer.

Der reguläre Flugverkehr in der Ukraine ist Coronavirus-bedingt derzeit eingestellt, Charterflüge aus dem Land bedürfen einer Zustimmung der ukrainischer Regierung. Da die Ukraine seit dem 15. März vom österreichischen Gesundheitsministerium als "SARS-CoV-2 Risikogebiet" behandelt wird, gab es in den letzten Wochen aber auch ein österreichisches Landeverbot für Flüge aus dem Land. Erst eine neue Verordnung von Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) sieht ab 1. Mai Ausnahmen für "Flüge zum Transport von Saisonarbeitskräften im Wirtschaftszweig Land- und Forstwirtschaft sowie Pflege- und Gesundheitspersonal" aus Coronavirus-Risikogebieten, darunter auch aus der Ukraine, vor.

Kommentare (2)

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vetdoc
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nicht nur faule Österreicher

22 Erntehelfer für das Eferdingerbecken sind in Österreich bei 570000 Arbeitslosen nicht zu finden? Vielleicht sollte man die Leute nicht 12 Stunden am Tag arbeiten lassen sondern nur 8, und ihnen den Gehalt zusätzlich zum Arbeitslosengeld ohne Abzüge lassen. Einsatz und Leistung muß sich lohnen.

lissilein
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keine Ahnung wie das läuft

Habe meine Arbeit auf Grund der Coronamaßnahmen verloren. Da auch AMS nur 700 Euro ausbezahlt (habe zwar 2019 gearbeitet, aber 2018 - Bemessungsgrundlage - studiert), würde ich in Kärnten jeden Job annehmen, der meine Fixkosten von 1000 Euro abdeckt annehmen. (Wohnung, Auto, Internet, Handy) Habe mich mehrmals bei Erntehelfer gemeldet. Angemeldet, angerufen, usw... Habe beim AMS angerufen, ob irgendwo Arbeitskräfte auf die Schnelle gebraucht werden (für Ältere, Lebensmittel,...) Anscheinend bin ich nicht qualifiziert, da ich eine technische Ausbildung habe. Versuche mich jetzt irgendwie selbstständig zu machen, keine Ahnung wie es weitergeht. Ich bemühe mich jeden Tag einen Job zu bekommen, finde keine Unterstützung vom Staat. Bin nicht faul oder arbeitsscheu, Würde auch putzen gehen oder Kisten schleppen und nach OÖ fahren. Ganz egal, hauptsache ich kann arbeiten um das hier mal festzuhalten!