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Externe BeraterNew York will Wiedereröffnung der Wirtschaft "Trump-sicher" machen

Der Streit zwischen Gouverneuren und dem US-amerikanischen Präsidenten hält an. Nun erklärte der Bundesstaat New York, mit externen Beratern eine eigene und "Trump-sichere" Strategie zur Wiedereröffnung der Wirtschaft erarbeiten zu wollen.

Donald Trump steht in der Kritik
Donald Trump steht in der Kritik © (c) APA/AFP/MANDEL NGAN (MANDEL NGAN)
 

Der Gouverneur von New York, Andrew Cuomo, hat Insidern zufolge namhafte Beratungsfirmen engagiert, um einen wissenschaftlich fundierten Plan für die sichere wirtschaftliche Wiedereröffnung des Bundesstaates zu entwickeln. Ziel sei es, den Plan "Trump-sicher" zu machen, sagte ein Berater des Gouverneurs von New Jersey, Phil Murphy, am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

"Wir wenden uns an Top-Experten und andere Fachleute, um einen kugelsicheren Plan zu erarbeiten", erklärte ein Berater des New Yorker Gouverneurs. Als Teil von Cuomos Bemühungen biete McKinsey Analysen zur Testverfügbarkeit und -nachfrage im ganzen Staat, zur Lieferkette für kritische Produkte, zu Krankenhauskapazitäten und Viruszahlenprojektionen, sagte ein Unternehmensvertreter. "McKinsey ist, wie so viele andere Unternehmen, entschlossen, die Reaktion auf die Krise zu unterstützen", sagte ein Sprecher. Das Beratungshaus Deloitte sei ebenfalls an der Entwicklung des Plans beteiligt, so eine Quelle.

Die Trump-Regierung hat kürzlich eine gestaffelte Wiedereröffnung der Wirtschaft empfohlen, angefangen bei Staaten mit weniger Infektionen und längerfristig für Staaten mit hohen Infektionsraten, wie New York und New Jersey. Im Streit über die Autorität zur Lockerung der Corona-Maßnahmen hatte sich der Gouverneur von New York offen gegen Präsident Donald Trump gestellt. Er würde einer Anordnung des Republikaners nicht Folge leisten, wenn sie die Bürger seines Bundesstaates gefährden würde, sagte Cuomo dem Sender CNN.


Gouverneure aus sieben Ostküstenstaaten bildeten am Montag unter Führung von New York eine Koalition, um einen gemeinsamen Wiedereröffnungsplan zu entwickeln. Drei Gouverneure von der Westküste schlossen sich ebenfalls zusammen. Die zehn Bundesstaaten, die mehrheitlich von Demokraten geführt werden, machen zusammen 38 Prozent der US-Wirtschaft aus.

Eine "monumentale Gesundheitskrise"

Im Bundesstaat New York mehren sich mittlerweile die Anzeichen für eine Trendwende. Die Zahl der Patienten in den Krankenhäusern sei rückläufig, sagte Cuomo bei seiner täglichen Pressekonferenz. "Das Gesundheitssystem hat sich stabilisiert", sagte Cuomo. "Die Furcht vor einer Überforderung des Gesundheitssystems hat sich nicht verwirklicht".

18.335 Menschen lägen demnach wegen Covid-19 in Kliniken - weniger als noch vor einigen Tagen. Die Krankenhäuser seien anders als zuvor befürchtet bisher nicht überfordert worden. Die Krankenhäuser hätten beispielsweise mehr als 50 Prozent zusätzliche Kapazitäten für Patienten innerhalb von nur einem Monat geschaffen.

Cuomo warnte aber davor, dass der Staat noch nicht aus dem Gröbsten raus sei, man befinde sich nach wie vor in einer "monumentalen Gesundheitskrise". Er wies New Yorker an, an Orten mit Kontakt zu anderen Menschen eine Maske oder eine andere Art von Gesichtsschutz zu tragen. Die Zahl der Toten pro Tag hält sich derweil konstant auf einem hohen Level. Von Dienstag auf Mittwoch starben in dem Bundesstaat mit 19 Millionen Einwohnern demnach 752 Menschen - insgesamt sind es nun bereits mehr als 11.000.

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