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Papst in BangkokZusammenhalt der Religionen so wichtig wie noch nie

Bei dem Treffen in Bangkok mit dem Papst waren neben Christen Vertreter des Buddhismus, des Islam und des Hinduismus dabei.

THAILAND-RELIGION-POPE
Papst Franziskus © APA/AFP/LILLIAN SUWANRUMPHA
 

Papst Franziskus hat bei seinem Besuch in Thailand den Zusammenhalt der verschiedenen Religionen als "dringender denn je" bezeichnet. "Heute ist es an der Zeit, sich kühn Folgendes vorzustellen: die Logik der Begegnung und des gegenseitigen Dialogs." Nur so könnten Konflikte gelöst werden, sagte das Katholiken-Oberhaupt am Freitag bei einem interreligiösen Treffen in der Hauptstadt Bangkok.

Die Welt stehe vor komplexen Problemen wie der Globalisierung und ihren "schwerwiegenden Folgen" für jede Gesellschaft. Raschem Fortschritt stünden Armut, Konflikte, Migration und Hungersnöte gegenüber. "All diese Situationen erinnern uns daran, dass keine Region oder kein Bereich unserer Menschheitsfamilie in der Meinung leben oder die Zukunft gestalten kann, als ob man von den anderen getrennt und gegen sie immun wäre." Die Zeiten seien vorbei, in denen man sich abschotten könne.

Interreligöses Treffen

Bei dem Treffen waren neben Christen Vertreter des Buddhismus, des Islam und des Hinduismus dabei. Dialog sollte "in einem Geist brüderlicher Solidarität geschehen, die hilft, den vielen Sklavereien ein Ende zu setzen, die in unseren Tagen andauern – ich denke insbesondere an die Geißel des Menschenhandels", so der Papst.

Der eigene Hintergrund sollte dabei nicht aufgegeben werden. Es gebe eine wachsende Tendenz, "die Werte und die lokalen Kulturen durch das Aufzwängen eines einzigen Modells in Verruf zu bringen". So gebe es eine "Tendenz zur Homogenisierung der jungen Menschen, (...) welche sie in manipulierbare, serienmäßig hergestellte Individuen verwandeln will".

Bei einem Treffen mit Vertretern der katholischen Kirche in Thailand warb Franziskus auch für eine Kirche "mit thailändischem Gesicht". Um dem Image einer "Religion der Ausländer" entgegenzutreten, müsse der christliche Glaube "ein thailändisches Gesicht und eine thailändische Gestalt" bekommen, sagte der Papst am Freitag laut Kathpress vor Klerikern, Ordensleuten und Laienmitarbeitern in der Pfarrkirche St. Peter am Stadtrand von Bangkok.

Ausdrücklich bestärkte er die Kirchenmitarbeiter im Einsatz für Ausgegrenzte und für Opfer von Sextourismus. Sie sähen auch dort Menschenwürde und Schönheit, wo andere "nur Verachtung, Verlassenheit oder ein Objekt sexueller Befriedigung sehen". Der Papst ermutigte dazu, "nach neuen Symbolen und Bildern zu suchen", um andere für den christlichen Glauben zu interessieren. Die Kirche dürfe "keine Angst davor haben, das Evangelium immer mehr zu inkulturieren". Das Evangelium müsse "seine guten, aber ausländischen Kleider" ablegen.

Franziskus ist seit Mittwoch im buddhistischen Thailand und reist diesen Samstag weiter nach Japan.

 

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Adeva
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Papst Franziskus

Ein Papst mit Charisma, realistischem Weitblick und hoffentlich auch mit ausreichendem Mut, längst fällige Änderungen (Abschaffung des Zölibats, Frauen gleichwertig in der Glaubensvermittlung einzusetzen, …) einzuleiten und umzusetzen.

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