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Bereits TodesopferNeuer Hitzerekord in Frankreich: 45,9 Grad Celsius

Temperaturrekorde, Waldbrände und Tote: Europa leidet unter einer Hitzewelle.

Die Bevölkerung in Paris sucht die Abkühlung © AP
 

Durch die Rekord-Hitzewelle in Europa sind in den vergangenen zwei Tagen fünf Menschen gestorben. In Frankreich, wo die Temperaturen am Freitag erstmals über 45 Grad Celsius stiegen, erlitt am Freitag ein Mann einen tödlichen Schwächeanfall. Auch in Italien starb ein Mann den Hitzetod. In Katalonien wütete bereits den dritten Tag infolge ein unkontrollierbarer Waldbrand.

Nach Angaben des französischen Wetterdienstes wurde in Frankreich am Freitagnachmittag erstmals die 45-Grad-Marke überschritten. In Villevieille im südfranzösischen Departement Gard wurden um 15.00 Uhr 45,1 Grad Celsius gemessen, teilte der Experte Etienne Kapikian auf Twitter mit.

Sein Kollege Francois Jobard erklärte, Frankreich reihe sich damit in die Liste der europäischen Länder ein, deren Temperaturrekord bei mindestens 45 Grad Celsius liegt: Bulgarien, Portugal, Italien, Spanien, Griechenland und Nordmazedonien.

Erstmals galt für vier Departements im Süden Frankreichs, darunter auch in Gard, Alarmstufe "rot" und damit besondere Schutzmaßnahmen gegen die Hitze. Besonders alte Menschen und kleine Kinder gelten als gefährdet: Im August 2003 wurden in Frankreich rund 15.000 Todesfälle mit den hohen Temperaturen in Verbindung gebracht.

In der aktuellen Hitzewelle, die große Teile Europas im Griff hat, sind bisher fünf Menschen gestorben. Am Freitag erlitt in der Nähe von Rennes im Westen Frankreichs ein 33-jähriger Dachdecker einen tödlichen Schwächeanfall, als er auf einem Dach bei 35 Grad im Schatten seiner Arbeit nachging. In Italien starb ein 60-jähriger Gerüstbauer, der einen Tag zuvor in Rimini während der Arbeit zusammengebrochen war.

Im südspanischen Andalusien erlitt am Donnerstag ein 17-jähriger Erntehelfer einen tödlichen Hitzschlag, in der Stadt Valladolid im Norden Spanien brach ein 93-jähriger Mann ebenfalls nach einem Hitzschlag auf der Straße tot zusammen. Bereits am Donnerstag war ein 72-jähriger Obdachloser in der italienischen Stadt Mailand gestorben.

Spanien: Massiver Waldbrand in Katalonien

Der Operationsleiter der katalanischen Feuerwehr, Antoni Ramos, sagte am Freitag, die Aktionen der Nacht seien zwar erfolgreich gewesen und es gebe keine starken aktiven Feuerfronten mehr.

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Die Flammen seien jedoch noch nicht unter Kontrolle.

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Im Einsatz am Freitag waren neben Dutzenden Fahrzeugen auch mehrere Hubschrauber und Löschflugzeuge.

 

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Seit Tagen leiden weite Teile Spaniens unter einer für Juni unüblichen Hitze mit Temperaturen von über 40 Grad Celsius. Nach Angaben der Wetterdienste dürfte sie bis Samstag andauern. Im Nordosten des Landes gilt bereits höchste Hitze-Warnstufe. 34 der insgesamt 50 Provinzen, darunter vor allem in Katalonien, warnen außerdem vor Waldbränden.

In der südkatalanischen Provinz Tarragona versuchten Hunderte Feuerwehrleute den dritten Tag in Folge, einen verheerenden Waldbrand in den Griff zu bekommen. Immer wieder angefacht von starken Winden, zerstörten die Flammen bereits über 6500 Hektar Land. Dutzende Menschen, darunter auch Engländer und Deutsche, wurden in Sicherheit gebracht.

Auslöser war offenbar eine Hühnerzucht der Gemeinde Torre del Espanol: Nach Angaben der Forstbehörde geriet der dort angesammelte Hühnerkot in der Hitze in Gärung und entzündete sich dabei selbst.

Fast 46 Grad in Südfrankreich

Die Hitzewelle hat in Frankreich die Temperaturen auf noch nie da gewesene Höhen getrieben. Mit 45,9 Grad Celsius wurde am Freitag der höchste jemals in Frankreich gemessene Wert registriert, wie das Meteorologie-Institut Météo France mitteilte. Er wurde demnach aus Gallargues-le-Montueux im südlichen Département Gard gemeldet.

Der bisherige Hitzerekord in Frankreich war im August 2003 mit 44,1 Grad Celsius gemessen worden. Dieser Wert wurde am Freitag mehrfach übertroffen: Zunächst wurden im südlichen Carpentras am frühen Nachmittag 44,3 Grad Celsius gemessen. Kurz darauf wurden aus Villevieille in Gard 45,1 Grad Celsius gemeldet.

Für vier Départements im Süden Frankreichs, darunter auch in Gard, galt angesichts der Hitzewelle erstmals Alarmstufe "rot" und damit besondere Schutzmaßnahmen gegen die Hitze. Besonders alte Menschen und kleine Kinder gelten als gefährdet: Im August 2003 wurden in Frankreich rund 15.000 Todesfälle mit der Hitze in Verbindung gebracht.

Wärmster Juni in Deutschland seit 140 Jahren

In Deutschland war der diesjährige Juni der wärmste und sonnigste seit Beginn der flächendeckenden Wetteraufzeichnungen vor fast 140 Jahren. Nach einem zu nassen Mai sei der Juni außerdem deutlich zu trocken ausgefallen, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit. Mit 19,8 Grad Celsius lag der Temperaturdurchschnitt den Angaben zufolge um 0,4 Grad über dem bisherigen Temperaturrekord aus dem Jahr 2003. Im langfristigen Vergleich sei die Durchschnittstemperatur im Vergleich zur international gültigen Referenzperiode von 1961 bis 1990 um 4,4 Grad höher gelegen und im Vergleich zur wärmeren Periode 1981 bis 2010 um vier Grad. Frankreichs Regierung appellierte an Autofahrer, auf nicht notwendige Fahrten zu verzichten.

Kommentare (7)

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Amadeus005
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6
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Bei dem Winter stimmt das Jahresmittel ja eh fast

Leider gibt’s da noch zu viel an hoher politischer Stelle, die das so kommunizieren. Sie haben einfach Angst, dass ihnen das Volk die Stimme versagt, wenn sie dem Volk was abverlangen.
Eigentlich müssten die Politiker wie Trump vorne stehen und fragen: “Wollt ihr die totale Vernichtung (der Menschheit)? Ja, mit mir sogar “Amerika First!”
Wie so oft sollen die anderen beginnen. Eigentlich ist nur eine Sache zu reduzieren: Energieverbrauch. Weniger Klimaanlagen, weniger Mobilität, weniger Wegwerfen, sondern länger nutzen. Schlecht für den Wirtschaftswachstum, aber lieber jetzt als, wenn es durch die Vernichtung kommt. Diese Wahrscheinlich durch Krieg und da fühlt sich Amerika ja stärker gerüstet .

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10
4
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Aber Klimawandel? Nein, sowas gibt es nicht.

Und wir Menschen sind ja gar nicht schuld daran. Glaubt mir, denn ich bin gescheiter als alle diese Wissenschaftler.

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heku49
3
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Tagelang 40 Grad Celsius und mehr...

wir aber stauen in den Urlaub, stundenlanges Warten, bei laufenden Klimaanlagen, oft für nur 3-4 Tage, gedankenloses Verhalten, belasten die Umwelt, als gäbe es kein Morgen, als wären wir die letzte Generation auf Erden.

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brosinor
2
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Wir SIND die letzte Generation auf Erden!

Aber daran wird deutlich wie sehr die heutigen maßlosen Eltern (und auch die davor!) ihre Kinder lieben. So nach dem Motto: ich kauf dir jeden Sch..... und flieg sogar mit dir nach Disney World, also lieb ich dich.

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brosinor
7
5
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Fake News!!!

Es sind schon viel mehr!
Aber die Wahrheit ist den Menschen nicht zumutbar!

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Marmorkuchen1649
3
6
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Fake News?

Was sollte daran nicht stimmen? 45° sind doch mehr als alarmierend.

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stadtkater
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Er meint die Toten

und nicht die Grade.

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