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Berlins neuer Flughafen Belohnung für leise Starts und Landungen

Künftig müssten die Airlines jeweils 40 bis 7.500 Euro für den von ihnen verursachten Lärm bezahlen - leisere sollen belohnt werden.

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Sujetbild © (c) APA/dpa/Julian Stratenschulte
 

Mit Gebühren von bis zu 7.500 Euro pro Flugbewegung will der künftige Hauptstadtflughafen Berlin Brandenburg (BER) die Fluggesellschaften zu leiserem Fliegen veranlassen. Ein neues Gebührenmodell, das bei jedem Flug den Start- und Landelärm misst, soll leises Fliegen belohnen und lautere Starts und Landungen finanziell bestrafen.

"Damit leisten wir Pionierarbeit", sagte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup am Freitag in Berlin. Bisher seien die Lärmklassen nach Flugzeugtypen und nicht nach tatsächlich verursachtem Lärm geordnet gewesen. "Ein Airbus A 320 war immer in einer Lärmklasse, egal ob Sie laut oder leise geflogen sind", sagte Lütke Daldrup. Deshalb habe es sich für die Fluggesellschaften nicht gelohnt, leiser zu fliegen.

Künftig müssten die Airlines jeweils 40 bis 7.500 Euro für den von ihnen verursachten Lärm bezahlen - je nachdem, welche von elf Lärmklassen sie erreichen. Der Flugzeugtyp Airbus A 320 etwa bewege sich zwischen 100 und 300 Euro. In den Randzeiten von 5.00 Uhr bis 6.00 Uhr sowie von 22.00 Uhr und 24.00 Uhr sollen die Gebühren deutlich höher ausfallen als in den Kernzeiten.

Der BER soll im Oktober 2020 in Betrieb gehen, neun Jahre später als anfangs geplant.

Kommentare (2)

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Kristianjarnig
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Schwachsinn. Airlines fliegen generell so leise wie möglich, nicht weil denen die Ruhe der Mitbürger so wichtig wäre, sondern weil es simpel Geld sparen hilft.

Normalerweise wird im zivilen Luftverkehr "geflext", d.h. man startet mit der geringst möglichen Startleistung der Triebwerke.

Dies wird Anhand von Leistungskalukulationen gewährleistet, d.h. man berechnet wieviele Tonnen man mit maximaler Startleistung "rausbringt", danach erhöht man die Lufttemperatur künstlich(d.h. man nimmt eine höhere Lufttemperatur an um eine Verschlechterung der "Performance"zu simulieren.
Danach nimmt man die Temperatur mit der man das Flugzeug, inklusive Sicherheitsmargen, gerade noch rausbringt. Das reduziert Lärm(nebensächlich für Airlines, außer sie werden dazu gezwungen) aber hauptsächlich wird der Wartungsaufwand der Triebwerke reduziert und deren Lebenserwartung erhöht.
Fazit: Zum Großteil starten die meisten Airlines bereits so leise wie möglich.

Was mich als Linienpilot immer wieder zum Lachen bringt sind diese(teilweise unsinningen) Auflagen an die Zivilluftfahrt, nur um zu beobachten wie dann ein Militärjet mit vollem "Karacho", inklusive Nachbrenner, dann abfliegt bzw. seinen, natürlich unbedingt nötigen, Tiefflug absolviert.

Da wird mit zweierlei Maß gemessen. Gerade die militärische Luftfahrt sollte in Friedenszeiten in isolierte Tieffluggebiete "verbannt" werden. Schweden und Norwegen läßt grüßen.

Wenn man sich die Lage so mancher militärischer Übungsgebiete in Europa ansieht(=Sperrgebiete wenn aktiv) kann man sich als Pilot oft nur an den Kopf greifen das Staaten so etwas erlauben. Da verbraten Airliner oft Tonnen von Sprit

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Kristianjarnig
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....um solche Sperrgebiete zu Umfliegen ohne das das die breite Öffentlichkeit jemals mitbekommt.

ABER - die Airlines sind die bösen weil sie soviel "Dreck" verursachen. Nicht unbedingt, es sind oft die Nationalstaaten bzw. deren uneffizientes Millitär das hier sehr oft katastrophale Flaschenhälse verursachen.

Beispiele gibt es viele - zig in Italien, die nervigsten südlich von Venedig, das erfordert oft massive Umwege, detto nördlich von Bari(Amendola Airbase) sowie rund um Treviso bzw. Bergamo. Auch Sardinien bietet eine massive "No Fly Zone"(falls aktiv, am Wochenende "kämpfen" unsere Krieger meist nicht)(Decimomannu) und und und.
Detto in der Schweiz, regelmäßig muß man Umwege fliegen will man die Alpen in Nord/Süd Richtung überqueren.

Generell gibt es viel zuviele militärische Sperrgebiete, darum wird "open Skies" auch nie richtig möglich sein solange man das Militär nicht endlich etwas in deren Schranken verweißt.

Mich fasziniert immer wieder wenn es um Umweltschutz geht, um die Airlines(mit deren Jets der neuesten Generation die äußerst Umweltfreundlich sind im Vergleich zu einem militärischem Luftfahrzeug). Nie wird auf diese unnötigen Sperrgebiete eingegangen die sich quer durch Europa ziehen(ein sehr großes NATO Übungsgebiet liegt z.b. über der Adria zwischen Italien und Kroatien was den Verkehr in der Gegend nicht gerade leichter Macht) und MASSIVSTEN Mehrverbrauch an Kerosin von unzähligen Airlinern erfordert.

Darüber wird nie berichtet. Typische Manipulation der Medien und Massen durch Falschinformationen. Die Staaten wissen Bescheid, natürlich.

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