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KinderschutzSchönborn: Anti-Missbrauchsgipfel brachte "Qualitätssprung"

Vorsitzender der Österreichischen Bischofskonferenz zieht positive Bilanz nach viertägiger Kinderschutzkonferenz im Vatikan.

Kardinal Schönborn sieht Quantensprung
© APA/HANS PUNZ
 

Für Kardinal Christoph Schönborn brachte der Kinderschutzgipfel einen "Qualitätssprung in der Auseinandersetzung mit einem schweren, sehr belastenden Thema." Das betonte der Wiener Erzbischof am Sonntag im Interview mit "Kathpress" und zog dabei insgesamt ein positives Resümee: "Ich habe noch nie eine so offene, direkte, ehrliche, unverschlüsselte Begegnung erlebt wie in diesen vier Tagen."

Das wichtigste Ergebnis der vier Tage war für Schönborn, dass es eine "gemeinsame Betroffenheit" durch das direkte Hören und Sehen von Missbrauchsbetroffenen gegeben habe. "Dass die Opfer im Mittelpunkt stehen, beginnt jetzt wirklich ein gemeinsames Bewusstsein zu werden." Als direkte Folge daraus sei die Überzeugung nach der "Verbindlichkeit gemeinsamen Handelns" klar geworden. "Es geht dem Papst um weltweit verbindliche Standards. Aber wir brauchen nicht nur diese Standards, sondern auch deren Überprüfung", betonte der Kardinal.

Prävention

Das dritte Hauptthema des Tagung sei die Prävention gewesen, sagte Schönborn: "Was wird getan, dass so etwas künftig nicht mehr geschieht." Dabei erwartet der Kardinal konkret Vorschläge im Blick auf die Einhaltung der jetzt schon weltkirchlich verbindlichen Standards im Kampf gegen Missbrauch: "Es geht auch darum, uns auf nationaler Ebene zu helfen und uns gegenseitig auf die Finger zu schauen. Wir haben das in Österreich versucht und praktizieren das auch." Dazu werde es "sicher in den nächsten Tagen von Rom konkrete Vorschläge geben", so Schönborn. "Christliches Verzeihen geht nur, wenn es eine wirkliche Aufarbeitung von Schuld gegeben hat", sagte der Kardinal weiter, "Eine echte Einsicht, ein Schuldbekenntnis und eine Wiedergutmachung in irgendeiner Form. Das andere Extrem wäre die Situation: Da ist das Opfer, da ist der Täter - und es geht nichts mehr. Beides sind keine Lösungen. Da können und müssen wir noch lernen."

Kommentare (7)

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Hirohito
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....Qualitätssprung...?

Brennt denn die Sonne im soooo sehenswert schönen Rom schon so stark,
dass es zu solchen "Feststellungen" von Herrn Kardinal Sch... kommt...?
Bitte - wenn möglich - einen Hut aufsetzen, wenn's heiß ist!
Das wusste schon meine Mutter!
Ich glaube, der sollte auch mal in sich gehen und lieber zu Hause und in St. P....n
reinemachen unter seinesgleichen!!

Und ich dachte, dass der liebe "Papa Francesco" mal richtig mit dem Fetzen durch den Vatikan rennt und aufräumt und abstaubt!
Nun weiß ich und verstehe ich auch den vorigen Papst Benedikt voll und ganz!
Der Mann ist weise und lässt los, was man nicht halten und aushalten kann!

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duerni
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Der Papst hat mit seinem Verhalten bewiesen, dass die Institution Kirche....

in der jetzigen Form keine Existenzberechtigung mehr hat, weil hier alte Männer das Sagen haben, die in der Vergangenheit verhaftet sind und dazu gehört auch der Papst. Eine Glaubensgemeinschaft in der Frauen in der Führung nicht vertreten sein dürfen und dessen Männer lebenslange Keuschheit geloben müssen ist eine Fehlkonstruktion.
Das hat Martin Luther vor einem halben Jahrtausend schon erkannt.
Um an Jesus Christus zu glauben braucht es keine Angehörigkeit im Männerverein römisch katholischen Kirche.

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Balrog206
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Warum

Bitte kommt da keiner vor ein richtiges Gericht ??? Solche Verträge kann es doch garnicht geben , die diese Personen noch schützen !

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infomenü
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Scheinheiliges,

sich selbst schützendes Pack! Pfui!

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GordonKelz
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WAS...

...sollte Herr Schönborn sonst wohl sagen?
Gordon Kelz

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gerbur
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Qualitätssprung?

Ich orte den "Sprung" an einer anderen Stelle. Wer Sexualverbrechen an Kindern begangen oder vertuscht hat, der sollte nicht auf Vorschläge aus Rom warten müssen. Bei den Herren sollte die Polizei mit Handschellen auf der Matte stehen. Wie lange noch will unser Staat den Konkordatsvertrag mit diesem obskuren Verein aufrecht erhalten?

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pinsel1954
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Qualitätssprung in welche Richtung ???

Wir werden es ja sehen was der Gipfel gebracht hat.
Da ja die kirchlichen Sexverbrecher weiter im Amt bleiben werden und dort auch den besten Schutz immer gefunden haben, wird sich wohl nichts ändern.
Man wird nur vorsichtiger werden, noch mehr vertuschen und
die Opfer noch mehr einschüchtern und zum Schweigen bringen.
Besonders traurig ist, dass jener Verein der von seinen Gläubigen eine besonders hohe Sexualmoral abverlangt, selbst sich nicht daran hält, ja sogar von schwersten sexuellen Verbrechen nicht zurückschreckt.
Die Kirche hat die letzte Glaubwürdigkeit damit verloren.

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