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AbschiedKarl Lagerfeld bei Paris eingeäschert

Es hat sich um eine Trauerfeier in "sehr privatem Rahmen" gehandelt.

© APA (Archiv/AFP/Getty)
 

Der verstorbene Modeschöpfer Karl Lagerfeld ist in der Nähe von Paris eingeäschert worden. Das bestätigte eine Quelle aus seinem Modehaus am Freitag in Paris. Es habe sich um "einen sehr privaten Rahmen" gehandelt. Der aus Hamburg stammende Lagerfeld war am Dienstag gestorben - er galt als der letzte Pariser Modezar. Eine öffentliche Zeremonie oder Würdigung sollte es nicht geben.

Wie die Zeitschrift "Closer" auf ihrer Internetseite berichtete, erwiesen mehrere Prominente Lagerfeld die letzte Ehre, unter ihnen Prinzessin Caroline von Monaco und ihre Tochter Charlotte Casiraghi. Auch der Unternehmer Bernard Arnault und Lagerfelds Nachfolgerin bei Chanel, Virginie Viard, seien in Nanterre westlich von Paris gesichtet worden. Lagerfelds Katze Choupette sei in einer Tasche getragen worden.

"Verschwinden wie die Tiere des Urwalds"

Die Tageszeitung "Le Monde" hatte am Mittwoch berichtet, Lagerfeld habe eine Einäscherung geplant. "Ich möchte nur verschwinden wie die Tiere des Urwalds", zitierte das angesehene Blatt den Stardesigner. Seine Asche solle mit der seiner Mutter und der eines vor 30 Jahren verstorbenen Freundes vermischt werden, habe Lagerfeld festgelegt. Eine Bestätigung dafür war nicht zu erhalten.

 

Sein Leben in Bildern: Mode-Ikone Karl Lagerfeld gestorben

Schon im Jänner war die Modebranche in Aufruhr: Modezar Karl Lagerfeld hat bei zwei Chanel-Modenschauen gefehlt. Begründet wurde sein Fehlen: Der Meister sei erschöpft.

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Lagerfeld ging es in den letzten Wochen offenbar schlechter, am Montagabend wurde er nach einem medizinischen Notfall ins Krankenhaus eingeliefert und verstarb am Dienstagfrüh.

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Seit 1983 hat er die Geschicke des Modehauses Chanel geleitet und damit das Erbe von Coco Chanel weitergeführt.

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König Karl, wie er gerne ehrfürchtig genannt wurde, war Modedesigner, Fotograf, Designer, Filmemacher, Verleger und Stilikone.

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"Man muss sich für alles interessieren - aber man darf nie nur in eine Richtung gehen, man muss sich alle Türen offen halten. Man darf seine Neugierde nicht verlieren, sonst geht die Energie weg", sagte er der Wochenzeitung "Die Zeit".

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In der Welt der Mode galt der am 10. September in Hamburg geborene Karl Lagerfeld seit dem Tod von Yves Saint Laurent als Alleinherrscher.

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Als im Jahr 2001/2002 der Designer Hedi Slimane seine erste Kollektion für Dior präsentierte, war Lagerfeld vor allem von den Slim-Fit-Anzügen begeistert. Rund 40 Kilogramm ...

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... hat er damals abgenommen, um in diese Anzüge zu passen.

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Und auch sonst hat er seinen Stil nochmals verändert: Ringe am Finger und hochgeschlossene Krägen waren fortan sein Signature-Look.

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Im Jahr 2008 entwarf er für den Spielzeughersteller Steiff einen Lagerfeld-Teddybär. Das Schmusetier mit Sonnenbrille, schwarzer Seidenkrawatte und weißem Hemd mit Stehkragen war auf 2.500 Stück limitiert - der Preis für das Alpaca-Plüschtier: 1.000 Euro.

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Schon zuvor hatte Lagerfeld nicht den Schritt in den Mainstream gescheut: Um elf Prozent steigerte H&M im Geschäftsjahr 2003/2004 seinen Umsatz, nachdem Lagerfeld eine Kollektion für das Modehaus kreiert hatte.

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Seine Modeschauen waren Anziehungspunkt für Promis aus der ganzen Welt. Der deutsche Modeschöpfer rüttelte die traditionsreiche Luxusmarke aus ihrem Dornröschenschlaf.

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Die typischen Tweedstoff-Jacken poppte er mit Bändern und Fransen neu auf, Haute-Couture-Kleider kombinierte er mit Sportschuhen. Treu blieb er dem klassischen Cocktailkleid und dem rosa Kostüm.

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Über seine Ausbildung sagte der Besitzer von 300.000 Büchern: "Ich habe ja im Grunde nie etwas gelernt. Ich habe nicht einmal Abitur gemacht und nix." Und doch war er alles: die Modebranche trauert um einen ganz Großen.

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