Kodex umgangenSchiffswerft Fincantieri soll neue Brücke in Genua bauen

Die italienische Regierung will den Kodex für öffentliche Ausschreibungen umgehen und dem staatlichem Unternehmen direkt den Auftrag für die Wiedererrichtung der Brücke erteilen.

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Die italienische Regierung möchte der staatlichen Schiffswerft Fincantieri den Auftrag für die Wiedererrichtung der in Genua eingestürzten Autobahn-Brücke erteilen. "Der Wiederaufbau der Brücke ist unser erstes Ziel", sagte Verkehrsminister Danilo Toninelli am Montag vor der Abgeordnetenkammer in Rom.

Man sei mit Brüssel in Kontakt, damit die Regierung eine Ausnahme von den EU-Bestimmungen für öffentliche Ausschreibungen machen und Fincantieri direkt den Auftrag für die Errichtung der Brücke erteilen könne, sagte Toninelli. In den kommenden Tagen plane er ein Treffen mit den Betreibern von Infrastrukturanlage in Italien. Er werde von ihnen ein detailliertes Programm zu Wartungsarbeiten fordern.

Mitte August eingestürzt

Die Reste der am 14. August eingestürzten Morandi-Brücke sollen ab Ende September oder spätestens Anfang Oktober abgerissen werden, sagte der Bürgermeister von Genua, Marco Bucci. Am kommenden Freitag - genau ein Monat nach dem Unglück - wird in der ligurischen Hafenstadt der 43 Todesopfer der Katastrophe gedacht.

Die neue Brücke soll bis spätestens November 2019 errichtet werden. Der aus Genua stammende Stararchitekt Renzo Piano entwarf einen Plan für die Brücke. Beim Einsturz des Viadukts waren mehrere Gebäude beschädigt worden. 600 Menschen sind seitdem obdachlos und leben in Hotels.

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