Deren Leichen waren im August 2015 an der A4 bei Parndorf gefunden worden. Am Vormittag waren Experten am Wort. Wie der medizinische Gutachter erläuterte, sind 68 Menschen spätestens drei Stunden nach der Abfahrt in Südungarn gestorben, drei weitere innerhalb von drei bis vier Stunden. Es sei ein langsamer Erstickungstod gewesen. Genügend Luftaustausch im Frachtraum sei weder bei einem stehendem noch einem sich bewegendem Fahrzeug garantiert, da die durch Schlitze oder Risse eintretende Luft angesichts der hohen Anzahl der Opfer nicht ausreichte, erklärte der technischer Gutachter. Generell hätten die Flüchtlinge bei den Schlepperfahrten wenig Luft gehabt, die Angeklagten hätten die Fahrzeuge nicht umgerüstet, erläuterte der Experte.
A4-Prozess
Die meisten Flüchtlingen starben binnen drei Stunden
In der ungarischen Stadt Kecskemet ist am Dienstag der Prozess gegen die Schlepperbande fortgesetzt worden, die für den Erstickungstod von 71 Flüchtlingen in einem Lkw verantwortlich gemacht wird.
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