Ausgelassene Feiern, aber auch Angriffe auf Polizei und Brände: Deutschland ist in das Jahr 2026 gestartet. Um Mitternacht lagen sich Menschen in den Armen, prosteten sich zu. Die Feierlichkeiten werden begleitet von einem Großaufgebot der Polizei - als Konsequenz auf Angriffe auf Einsatzkräfte zu Silvester in den Vorjahren. Allein in Berlin gab es bis 1.00 Uhr mehr als 300 Festnahmen.
Größere Zwischenfälle in Deutschland wurden bisher nicht bekannt. Allerdings sind Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst im Großeinsatz. In Berlin wurden Polizisten und Sanitäter angegriffen. In Neukölln in der Hermannstraße und in Moabit hätten Menschen mit Feuerwerksraketen und Böllern auf Einsatzkräfte geschossen und geworfen, sagte Polizeisprecher Florian Nath. Bei Festnahmen von mutmaßlichen Tätern habe es weitere Angriffe gegeben.
Festnahmen wegen Missbrauchs von Feuerwerk
In Spandau soll ein Mensch durch die Explosion einer Kugelbombe leicht verletzt worden sein. Genaueres war nach Angaben der Polizei zunächst nicht bekannt. Bereits am Silvesterabend wurden laut Polizei mehr als 100 Menschen wegen Missbrauchs von Feuerwerk von der Polizei vorläufig festgenommen. Es gehe in den meisten Fällen um Verstöße gegen Sprengstoffvorschriften. Neun Polizisten seien meist durch Knalltraumata von Böllern leicht verletzt worden.
Feuerwehren im Dauereinsatz
Zwischenfälle gab es in der Nacht auch in Hamburg: Im Stadtteil Steilshoop wurden laut Polizei Passanten und Einsatzkräfte mit Pyrotechnik beworfen. Von Verletzten war zunächst nichts bekannt. Mutmaßliche Täter wurden demnach festgestellt, ob diese auch festgenommen wurden, war zunächst unklar. In Leipzig brannten Mülleimer. Es kam zu Zwischenfällen. Die Lage war noch unübersichtlich.
Auch Feuerwehren sind im Dauereinsatz: Brände wurden in der Nacht aus mehreren Bundesländern gemeldet. So standen Dachstühle in Flammen, es brannten Mülltonnen, Hecken, Autos. Eine erste Bilanz wurde erst für den Neujahrstag erwartet.
Wo gab es die größten Partys?
Die größten öffentlichen Partys unter freiem Himmel gab es diesmal am Brandenburger Tor in Berlin, in Hamburg am Hafen und in der Münchner Innenstadt. In der Hauptstadt feierten Tausende Menschen nahe dem Brandenburger Tor auf der Straße des 17. Juni gut gelaunt bei der offiziellen Freiluftparty der Hauptstadt. 25.000 Tickets standen zur Verfügung.
Bei einer großen Silvesterparty auf der Ludwigstraße in München feierten nach Veranstalterangaben um die 10.000 Menschen in das Jahr 2026 hinein. Es sei alles ganz friedlich gewesen, sagte Katrin Strauch von der Veranstaltungsagentur Gral. „Es gab keine Zwischenfälle, überhaupt nichts.“