Schon wieder ist die Wiesn geschlossen. Nichts geht mehr, hieß es am späten Freitagnachmittag: Das Oktoberfestgelände ist wegen Überfüllung geschlossen. Am heutigen 3. Oktober ist in Deutschland Nationalfeiertag. Das schöne Herbstwetter und den freien Tag nutzen (zu) viele, um auf die Wiesn zu gehen. Bereits vergangenen Samstag musste das Gelände gesperrt werden, eine Massenpanik drohte.
Die Zugänge zum Münchner Oktoberfest waren für rund zwei Stunden wegen des überfüllten Festgeländes geschlossen worden. Damit konnten keine weiteren Besucher auf die Theresenwiese gelangen, wie die Feuerwehr München mitteilte. Eine Räumung von Bierzelten, wie in der vergangenen Woche geschehen, war jedoch nicht nötig. Gegen 19 Uhr kam dann die Entwarnung: „Das Oktoberfest wieder geöffnet“.
Am vergangenen Samstag hatte die Räumung der Zelte für Aufsehen gesorgt und viele Besucher auch in Angst versetzt, weil sie über den Grund für das Verlassen des Geländes nicht informiert wurden. Am Mittwoch konnte die Wiesn dann zunächst gar nicht öffnen, weil eine Bombendrohung gegen das Festgelände vorlag. Das Fest startete dann mit mehrstündiger Verzögerung.
Sicherheitsbehörden bereits am Wochenende gefordert
Inzwischen wurde das Sicherheitskonzept angepasst, um bei drohender Überfüllung rechtzeitig und vor allem in der Kommunikation besser reagieren zu können. Seither werden die Besucherzahlen in Echtzeit gemessen. Bisher ging das nur im Nachhinein über die Handydaten. Außerdem sind nun die sogenannten Beschicker - also etwa die Betreiber von Fahrgeschäften oder Essensverkäufer - besser eingebunden. Sie werden frühzeitig mit Informationen versorgt, damit sie diese an die Gäste und Mitarbeiter weitergeben.
Seit Donnerstag kommt auch ein sogenanntes Crowd-Spotting zum Einsatz. Damit ist die gezielte Beobachtung und Analyse der Menschenmengen in den verschiedenen Bereichen der Theresienwiese gemeint. Das Oktoberfest geht offiziell noch bis Sonntag, 5. Oktober.