Der Softdrink-Riese PepsiCo will sein angekratztes Image aufpolieren und bringt ab Herbst eine „Pepsi Prebiotic Cola“ auf den Markt. Konkret heißt das, künftig finden sich in dem Softdrink auch Ballaststoffe. Der Limonadenhersteller reagiert damit auf das veränderte Konsumverhalten vor allem in der Generation Z. Denn diese greifen immer häufiger statt zum zuckerhaltigen Softdrink zum Sprudelwasser.

Wie ungesund Soft- und Energydrinks sind, hat sich mittlerweile bei den Konsumenten herumgesprochen. An jedem zehnten Diabetes-Fall sind Süßgetränke schuld: Das zeigt eine aktuelle Studie, die in der Fachzeitschrift „Nature Medicine“ veröffentlicht wurde.

Daher bemühen sich die Getränkehersteller, ihre Produkte dem veränderten Lifestyle anzupassen und „gesünder“ zu werden. Dem Trend passt sich nun auch PepsiCo an und bringt im Herbst eine präbiotische Cola mit zugesetzten Ballaststoffen heraus. Pepsi habe sich „stets an die Bedürfnisse und Geschmacksvorlieben der Verbraucher angepasst“, sagte Ram Krishnan, CEO von PepsiCo Beverages US in einer Aussendung. Geschmacklich ändere sich aber nichts, verspricht das Unternehmen.

Drei Gramm Ballaststoffe pro Dose

Ob der Zusatz von drei Gramm Ballaststoffen bei weiterhin fünf Gramm Zucker pro 12-oz-Dose (entspricht etwa 0,355 Liter) von den Verbrauchern als gesund eingestuft wird, muss sich zeigen. Der Versuch von Konkurrent Coca-Cola mit der „Coca-Cola Life“ mit der Süße aus Stevia eine gesundheitsbewusste Zielgruppe zu erschließen, schlug fehl. Das Getränk wurde wegen zu geringer Nachfrage 2020 wieder vom Markt genommen. Zu haben soll der neueste Softdrink in den Sorten Original Cola und Kirsch-Vanille ab Herbst online und ab 2026 im Einzelhandel sein - vorerst aber nur in den USA.

Der Schritt von PepsiCo kommt nicht unerwartet. Anfang 2025 hatte das Unternehmen den Lifestyle-Limonade-Hersteller „poppi“ übernommen, der bereits auf Probiotika in seinem Softdrink setzt.

Auch Coca-Cola bringt im Herbst neue Cola-Variante auf Markt

Nachdem US-Präsident Donald Trump groß angekündigt hatte, dass Coca-Cola in den USA Rohrzucker einsetzen werde, stellt der Konzern nun klar: Es ist nur ein Zusatzangebot. Man werde nicht den heute genutzten Maissirup ersetzen, sondern eine neue Produktreihe mit Rohrzucker einführen, teilte Coca-Cola mit. Es solle im Herbst auf den Markt kommen.

In den USA kann man schon jetzt zu einem höheren Preis mexikanische Coca-Cola mit Rohrzucker kaufen. In der US-Produktion werden zuckerhaltige Coca-Cola-Getränke - anders als in anderen Ländern - seit den 80er Jahren mit Maissirup mit hohem Fructosegehalt gesüßt. Der Sirup ist günstiger, süßer und länger haltbar als andere Zuckerarten.

US-Präsident Trump bevorzugt Süßstoff

Er wird unter anderem von Trumps Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. als ungesund kritisiert. Trump selbst ist als Trinker zuckerfreier Diät-Coke mit Süßstoffen bekannt. Dennoch schrieb er vergangene Woche, alle würden erkennen, dass Coca-Cola mit Rohrzucker „einfach besser“ sei.

Branchenexperten wiesen danach darauf hin, dass die USA nicht genug Rohrzucker produzierten, um Maissirup in den Getränken zu ersetzen. Auch aus der US-Agrarindustrie kam die Warnung, dass ein Umstieg auf Rohrzucker amerikanischen Maisbauern schaden würde.