Eigentlich sollten die Nachbildungen in Wachsfigur-Kabinetten ihren Vorbildern zum Verwechseln ähnlich schauen. So erlaubte sich Arnold Schwarzenegger etwa vor zehn Jahren im berühmten „Madame Tussauds“ in Los Angeles einen Scherz, als er sich als seine eigene vermeintliche Wachsfigur ausgab und sich plötzlich doch bewegte. Das ist im Polonia Wax Museum im polnischen Krakau schwerer möglich - dort sind einige der Kunstwerke, sagen wir, nicht ganz getroffen.
Ja, die obigen Figuren sollen tatsächlich Prinz William und Herzogin Kate darstellen. Viele Nutzer schreiben in den sozialen Netzwerken, ein Besuch dieses Museums sei sehr amüsant - für ein glaubhaftes Selfie mit den Lieblingspromis ist es aber wohl eher ungeeignet. Das Kabinett hat laut eigenen Angaben mehr als 200 „realistische Exponate“, die der Website zufolge über 10.000 Besucher monatlich bestaunen.
Aber nicht nur das britische Prinzenpaar sorgt für Lacher, viele weitere Wachsfiguren erinnern kaum an das Original. Ob US-Präsident Donald Trump, Schauspiellegende Marilyn Monroe oder Filmstar Will Smith erkennt man erst auf den zweiten Blick.
„Nie aufgehört zu lachen“
Sehr stark überzeichnet und auch ziemlich gruselig ist beispielsweise die lebensgroße Figur von Komiker Rowan Atkinson, besser bekannt in seiner Rolle als „Mr. Bean“.
Auf der Plattform „Tripadvisor“ erhielt das Museum übrigens immerhin eine durchschnittliche Bewertung von 3,2 von fünf Punkten. „Wir haben nie aufgehört zu lachen“, lautet ein Kommentar, „Es ist schrecklich, aber amüsant“ findet ein anderer User. Der Eintritt für das Polonia Wax Museum kostet für Erwachsene 59 Złoty, also umgerechnet knapp 14 Euro.
Hätten Sie ihn erkannt? Das ist die Polonia Wax-Version des deutschen Modeschöpfers Karl Lagerfeld. Das Gesicht weicht sehr stark vom Original ab, außerdem wirkt es sehr grünstichig. Auf die ikonische Sonnenbrille des Designers wurde offenbar auch vergessen.
Donald Trump und Papst Franziskus
Wer zieht ins Weiße Haus ein? - diese Frage stellte sich auch bei den US-Präsidentschaftswahlen im Jahr 2016. In so manchen TV-Debatten im Wahlkampf mag es für die zwei Kandidaten Donald Trump und Hillary Clinton schlecht ausgesehen haben. Es ist aber kein Vergleich mit den Nachbildungen der zwei im Krakauer Wachskabinett.
In Polen treffen sich auch zwei Päpste, Papst Franziskus und sein 2022 verstorbener Vorgänger Benedikt XVI. unterhalten sich auf diesem Bild.
Lady Gaga veröffentlichte kürzlich ihr neues Album „Mayhem“, im Krakauer Wachsmuseum ist die Popsängerin ebenfalls vertreten - wenn auch mit einem etwas veränderten Aussehen.
In der „Bild“ hieß es vor wenigen Wochen, der Direktor des Wachsfiguren-Kabinetts wolle die Ausstellungsstücke in den kommenden ein bis zwei Jahren überarbeiten. Viele Besucher kommen aber wohl genau wegen der amüsanten Exponate.