Mit dem neuesten Update erscheint seit dieser Woche bei einigen Geräten ein kleiner, blauer Kreis auf WhatsApp. Es handelt sich um den KI-Assistenten Meta AI. Ab sofort steht das Feature auch in der Europäischen Union zur Verfügung. Laut Angaben des Konzerns nutzten den Dienst davor bereits 700 Millionen Menschen monatlich.
„Es hat länger gedauert, als uns lieb war, unsere KI-Technologie in die Hände der Menschen in Europa zu bringen, da wir weiterhin durch das komplexe Regulierungssystem navigieren müssen“, teilte Meta mit. Der Grund für die Verzögerung waren datenschutzrechtliche Bestimmungen der EU - nun hat man offenbar eine Lösung gefunden.
Meta AI: Was kann der blau-rote Kreis?
- Er gibt Antworten auf alltägliche Fragen
- Man kann damit Recherchen im Internet in Echtzeit durchführen
- Die KI erstellt auf Wunsch Vorschläge für Rezepte, Geschenkideen oder Freizeitaktivitäten
- Auch Gedichte, Witze oder Wortspiele lassen sich mit der KI erstellen
Meta AI auch für Gruppenchats
Die Meta AI ist keine eigene App, sondern in die Dienste WhatsApp, Instagram, Facebook und Messenger integriert. Es handelt sich um einen KI-basierten Chatbot, wie er auch von zahlreichen anderen Applikationen bekannt ist. Nutzer können dem Assistenten spezifische Fragen stellen und so ähnlich einer Suchmaschine zum Beispiel Ideen für die Urlaubsplanung bekommen. Die KI soll auch Instagram Reels, Postings oder Kommentare gezielter herausfiltern. Zur Verfügung stehen bei Meta AI vorerst sechs Sprachen.
Zudem soll der neue Assistent auch in WhatsApp-Gruppenchats involviert sein. Wenn man „@Meta AI“ im Chat markiert, wird dieser angesprochen und liefert direkt im Gruppenchat Antworten. Aktiviert wird die Funktion nur, wenn man aktiv den KI-Chat öffnet oder den Kreis entsprechend anklickt. Eine automatische Integration in bestehende Unterhaltungen oder Chats von Gruppen gibt es nicht.
Datenschutzbedenken
Laut WhatsApp seien „persönliche Chats mit Freund*innen und Familie für die KI tabu“. Informationen, die man mit der Meta AI teilt, können jedoch vom Konzern verarbeitet werden. Datenschützer kritisieren zudem, dass man aktuell noch nicht wisse, ob und wie die neue Funktion innerhalb von WhatsApp mit der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung interagiert. Die Nutzungsbedingungen fallen „gewohnt schwammig“ aus, formuliert es das Branchenmedium „chip.de“. So können Inhalte der User etwa verwendet werden, um „die Dienste und Funktionen von Meta bereitzustellen, zu pflegen und zu verbessern“. Die Empfehlung von Datenschützern lautet daher ganz klar: keine sensiblen Daten wie Passwörter über WhatsApp zu teilen. Die Meta AI lässt sich im Übrigen nicht deaktivieren - sondern nur ignorieren.